Wadephul wurde in Kiew von hochrangigen Vertretern deutscher Rüstungsunternehmen begleitet. Am Rande des Besuches sollten Gespräche zwischen Wirtschaftsvertretern beider Länder und mit ukrainischen Entscheidungsträgern stattfinden, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Der Minister betonte, er werde die Rüstungsvertreter auch zu einem am Nachmittag mit Präsident Wolodymyr Selenskyj geplanten Treffen mitnehmen. "Ich glaube, das liegt im beiderseitigen Interesse, dass wir hier enger zusammenarbeiten." Er hoffe, dass Selenskyj diesen Weg unterstütze.
Wadephul sieht neue Phase der Zusammenarbeit mit Kiew
Man wolle neue Joint Ventures in der Rüstungsindustrie aufbauen, "damit die Ukraine selbst schneller und mehr für die eigene Verteidigung produzieren kann", kündigte Wadephul an. Der Bedarf der Ukraine sei enorm. Beide Länder seien in einer neuen Phase der Zusammenarbeit. Nachdem zunächst vor allem Waffen geliefert worden waren, benötige man nun vermehrt das Engagement deutscher Unternehmen in dem Land. "Dazu gibt es eine Bereitschaft, aber es müssen manche Hindernisse noch überwunden werden, bürokratische Hindernisse, auch weitere Probleme in der Zusammenarbeit."
Sybiha warnte, die russischen Streitkräfte von heute unterschieden sich von denen des Jahres 2022. "Sie gewinnen an Erfahrung, sie setzen auf dem Schlachtfeld auch neue Technologien" ein und würden Prototypen testen. Das sei eine Gefahr nicht nur für die Ukraine, sondern für die "transatlantische Sicherheit". Zum Schutz der gerade besonders gefährdeten Städte seien neue Flugabwehrsysteme notwendig./bk/ast/DP/nas
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