FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich nach jüngsten Verlusten stabilisiert. Der richtungweisende Euro-Bund-Future legte am Dienstagvormittag um 0,16 Prozent auf 121,29 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel im Gegenzug auf 3,43 Prozent. Auch europaweit gaben die Renditen überwiegend nach.
Für dich zusammengefasst:
Deutsche Staatsanleihen stabilisieren sich nach Verlusten.
Der Euro-Bund-Future steigt um 0,16 Prozent auf 121,29 Punkte.
Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fällt auf 3,43 Prozent.
Am Montag waren besonders die Renditen französischer zehnjähriger Staatsanleihen stark gestiegen, da sich zunehmend Sorgen über die Staatsfinanzen des Landes breit gemacht hatten. Am Wochenende war es bei Massendemonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten in mehreren Städten Frankreichs zu Gewalt und Plünderungen gekommen.
Die Lage in Frankreich wird am Markt wohl weiterhin eine Rolle spielen. Teile der Investoren dürften unter dem Eindruck eines wachsenden gesellschaftlichen Drucks ein Szenario eingepreist haben, das die Chancen fiskalpolitischer Konsolidierungsvorhaben reduziert oder die Aussichten auf fiskalische Zugeständnisse erhöht, schrieb Analyst Christian Arnold von der DZ Bank.
Derweil lasse die Agenda für Dienstag nur wenig Hoffnung auf anderslautende Impulse zu, fuhr der Experte fort. Mit Blick auf die kurzfristigen Marktimplikationen stünden lediglich Daten aus der zweiten Reihe an.
Arnold verwies auf das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW am späten Vormittag. Dieses könnte zwar mit Blick auf die Einschätzung zur aktuellen Lage seinen Aufwärtstrend fortsetzen, erscheine aber hinsichtlich der Konjunkturerwartungen anfällig für einen Rücksetzer. Maßgeblicher Treiber hierfür dürfte die Enttäuschung der Finanzanalysten und institutionelle Anleger über stockende Reformfortschritte infolge wieder aufkeimender politischer Diskussionen innerhalb der schwarz-roten Koalitionsregierung sein./la/jkr/stw
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