BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesnetzagentur hat die Absicherung der Gasversorgung in Deutschland durch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche als richtigen Schritt bezeichnet. Präsident Klaus Müller sagte in Berlin, dies sei die logische Konsequenz aus der nicht zufriedenen Einspeicherung durch die Gashändler in den vergangenen Wochen. Reiche (CDU) hatte das bundeseigene Energieunternehmen Sefe angewiesen, vermehrt Erdgas einzuspeichern. Hintergrund sind die niedrigen Füllstände der Gasspeicher in Deutschland.
Für dich zusammengefasst:
Die Bundesnetzagentur unterstützt die Maßnahmen von Reiche.
Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit unzureichend gefüllt.
Sefe wurde angewiesen, bis zum 15. Dezember Gas einzuspeichern.
Müller sagte, die Bundesnetzagentur habe bereits im August angefangen, an die Gashändler zu appellieren, einzuspeichern. Das sei das "mildeste" Mittel gewesen. Vor zwei Wochen habe Reiche an Sefe appelliert. Dies sei das "zweitmildeste" Mittel gewesen. Nun habe sie Sefe angewiesen.
Ein Sprecher von Sefe hatte bestätigt, dass das Unternehmen vom Wirtschaftsministerium die Anweisung erhalten habe, bis zum 15. Dezember 8 Terawattstunden Gas zu beschaffen und einzuspeichern.
Müller sagte, der vergangene Winter habe im langjährigen Durchschnitt gelegen, mit sehr kalten Januartagen. Im vergangenen Winter seien 134 Terawattstunden aus den Speichern bezogen worden. Aktuell sind die Gasspeicher mit rund 144 Terawattstunden gefüllt. Müller sagte zugleich, im Februar und März könne es niedrige Füllstände geben.
Kerstin Andreae, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, betone, neben den Gasspeichern komme parallel LNG-Gas nach Deutschland. Der Schritt Reiches sei eine Absicherung, wenn die Situation aufgrund von externen Schocks schwieriger werde - einer besonderen Kälte, eines Anschlags oder einer Verschärfung im Iran-Krieg. Aber "Ausgangslage heute" sei die Versorgung gesichert./hoe/DP/mis
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