Bundesbank: Energiepreis-Schock bremst Konjunkturerholung

dpa-AFX  | 
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Blick auf die Frankfurter City. Die Mainmetropole ist einer der wichtigsten europäischen Finanzplätze.
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Bundesbank hat wegen der Folgen des Iran-Kriegs die Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr gesenkt. "Die stark gestiegenen Energiepreise dämpfen die Kaufkraft der privaten Haushalte und ihre Konsumausgaben", heißt es im am Freitag veröffentlichten Monatsbericht. Der Energiepreisschock treibe die Teuerung nach oben. Darüber hinaus werden die Unternehmen auch durch Lieferengpässe belastet. Daher rechnet die Bundesbank in diesem Jahr nur mit einem Wirtschaftswachstum von kalenderbereinigt 0,5 Prozent.

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Ende des vergangenen Jahres waren die Experten der Bundesbank noch von einem etwas stärkeren Wachstum von 0,6 Prozent ausgegangen. Die neue Prognose der Bundesbank entspricht damit den Erwartungen des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die sogenannten Wirtschaftsweisen rechnen ebenfalls mit einem Wachstum von 0,5 Prozent in diesem Jahr, während die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wachstum von 0,6 Prozent erwarten.

Höhere Kosten für Energie wie Öl (Rohöl) und Gas treiben die Teuerung nach oben. Die Bundesbank rechnet in diesem Jahr mit einer für europäische Vergleichszwecke harmonisierten Inflationsrate (HVPI) von 2,9 Prozent, die dann im kommenden Jahr leicht auf 2,7 Prozent und dann 2028 auf 1,9 Prozent zurückgeht.

Ein Schrumpfen der Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank durch höhere Staatsausgaben verhindert. Mit einem großangelegten Programm kann die Bundesregierung Investitionen in die Infrastruktur und den Klimaschutz finanzieren. Das Programm ist auf mehrere Jahre angelegt und zeigt bereits jetzt Wirkung.

Erst nach den schwachen Sommermonaten "gewinnt die Konjunktur wieder allmählich an Fahrt", heißt es in der Mitteilung der Bundesbank. Daher sei im kommenden Jahr mit einem Wachstum von 0,8 Prozent zu rechnen, das sich dann 2028 auf 1,4 Prozent ausweitet. Allerdings werde die Konjunktur weiter durch strukturelle Hemmnisse wie Fachkräftemangel und vergleichsweise hohe Arbeits- und Energiekosten belastet. Dies dämpfe das Potenzialwachstum.

Auf dem Arbeitsmarkt rechnet die Bundesbank mit einer verzögerten Erholung. Demnach dürfte die Beschäftigung in diesem Jahr noch zunächst leicht sinken und ab Mitte des kommenden Jahres wieder spürbar ansteigen./jkr/jsl/stk



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