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Boris Palmer warnt nach Stuttgart-21-Urteil: Bahnkosten bleiben an Kunden hängen

MANNHEIM/STUTTGART (dpa-AFX) - Nach der Gerichtsentscheidung über die milliardenschweren Mehrkosten des Bahnprojekts Stuttgart 21 warnt Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer vor Schadenfreude. Die Kosten für das angeblich am besten geplante Projekt der Deutschen Bahn hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten verdreifacht und die Bahn müsse laut Gericht selbst zahlen, schreibt Palmer in einem Post auf Facebook (Facebook Aktie). Er ergänzt aber: "Darüber könnte man sich ja freuen, wenn das nicht hieße, dass die Bahnkunden am Ende für den Unsinn aufkommen müssen."

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Stuttgart, die baden-württembergische Landeshauptstadt.
Quelle: - pixabay.com:

Das Ganze sei ein "Trauerspiel", schreibt Palmer (parteilos), der als früherer Grünenpolitiker lange als Stimme der Bahnhofsgegner auftrat. "Selten gab es eine größere Fehlentscheidung", kritisiert er Planung und Bau des Bahnprojekts. "Mit 13 Milliarden hätte man eine 1a Bahn in ganz Baden-Württemberg hinbekommen."

Mindestens 6,5 Milliarden Euro Mehrkosten

Nach der jüngsten Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) in Mannheim muss die Bahn die milliardenschweren Mehrkosten des Bahnprojekts alleine tragen. Damit dürften Mehrkosten von derzeit mindestens 6,5 Milliarden Euro bei der Bahn hängen bleiben.

Das Projekt Stuttgart 21 steht nicht nur für den Bau des neuen Hauptbahnhofs in der Landeshauptstadt, sondern für die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut wird an dem Projekt bereits seit 2010./mov/DP/mis

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