dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 189

ROUNDUP: Libanon weist iranischen Botschafter aus

BEIRUT (dpa-AFX) - Libanon hat den iranischen Botschafter im Land zur Persona non grata erklärt. Mohammed Resa Scheibani sei aufgefordert worden, das Land bis kommenden Sonntag (29. März) zu verlassen, teilte das Außenministerium in Beirut mit. Gleichzeitig wurde der libanesische Botschafter im Iran, Ahmad Sweidan, für Beratungen in den Libanon berufen.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Die Flagge des Libanon.
Quelle: - pixabay.com:

Die iranische Botschaft werde weiterhin einen Geschäftsträger im Libanon haben, der die diplomatische Mission weiter leite, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Denise Rahme, der Deutschen Presse-Agentur. Vorerst sei nur der Botschafter aufgefordert worden, das Land zu verlassen.

Der libanesische Staat steht unter Druck, die Entwaffnung der vom Iran unterstützen Hisbollah im Land durchzusetzen. Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Lange Zeit agierte die Hisbollah im Land wie ein Staat im Staate und konnte auch viele politische Prozesse im Land kontrollieren. Israel wirft der libanesischen Regierung Versagen beim Prozess der Entwaffnung vor.

Regierung bemüht um Deeskalation

Vor dem Hintergrund der erneuten Eskalation hat die Regierung in Beirut in den vergangenen Wochen bereits Schritte unternommen, die Macht der Hisbollah zu beschränken. Ihre militärischen Aktivitäten wurden Anfang März für illegal erklärt. Konkrete Folgen blieben jedoch bisher aus.

Die Hisbollah ist der wichtigste nicht staatliche Verbündete für den Iran und gilt als verlängerter Arm Teherans, insbesondere im Kampf gegen den gemeinsamen Erzfeind Israel. Nach einem etwa einjährigen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah war im November 2024 eine Waffenruhe vereinbart worden. Beide Seite warfen sich aber regelmäßig Verstöße vor. Israel griff nahezu täglich weiter im Nachbarland an.

Die Hisbollah nahm schließlich im Zuge des Iran-Kriegs und als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ali Chamenei ihre Angriffe auf Israel wieder auf. Die libanesische Regierung ist keine Kriegspartei und bemüht sich um Deeskalation./arj/DP/stw

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend