FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Bitcoin hat am Freitag zugelegt und ist zeitweise über 93.000 US-Dollar gestiegen. Dies war der höchste Stand seit dem 20. November. Zuletzt fiel der Bitcoin auf der Plattform Bitstamp etwas zurück und kostete rund 92.700 Dollar. Am Morgen hatte die wichtigste Digitalwährung noch bei weniger als 91.000 Dollar (Dollarkurs) notiert.
Händler sehen derzeit ein günstiges Umfeld für den Bitcoin. Zinssenkungsspekulationen und eine ausgedünnte Feiertagsliquidität an der Wall Street böten den idealen Nährboden, schreibt Analyst Timo Emden von Emden Research. An den Finanzmärkten war zuletzt die Erwartung gestiegen, dass die US-Notenbank ihre Leitzinsen weiter senken könnte. Die Unsicherheit bleibt jedoch hoch, da wichtige US-Konjunkturdaten nach der teilweisen Schließung von Bundesbehörden (Shutdown) immer noch nicht veröffentlicht wurden.
"Der Markt reagiert derzeit auf jedes noch so kleine Signale der US-Notenbank, was ihn anfällig, aber auch dynamisch macht", schreibt Emden. "Die derzeitige Konstellation ist ein klassischer Charakter- und Belastungstest und dürfte zeigen, ob der Markt wirklich Substanz hat oder nur von kurzfristigen Zinssenkungsfantasien getragen wird."
Der Bitcoin war im November heftig unter Druck geraten. Bis Anfang Oktober war er noch im Höhenflug gewesen und hatte ein Rekordhoch bei etwa 126.000 Dollar erreicht. Danach setzte eine Talfahrt ein und der Kurs sank am 21. November bis auf 80.537 Dollar. Seither erholt sich der Bitcoin wieder./jsl/he
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