Steckt Bitcoin bereits seit November im Bärenmarkt? Das behauptet Cryptoquant – und verweist auf erhebliches Absturzrisiko.
Bitcoin befindet sich nach Einschätzung von Julio Moreno, Head of Research bei CryptoQuant, bereits seit Anfang November in einem Bärenmarkt. Das erklärte Moreno am Donnerstag in der Sendung „Milk Road“. Grundlage seiner Einschätzung ist der sogenannte Bull Score Index von CryptoQuant, der Marktbedingungen anhand von Netzwerkaktivität, Profitabilität der Investoren, Nachfrage sowie Liquidität misst und auf einer Skala von null bis einhundert abgebildet wird.
Laut Moreno drehten die meisten von ihm genutzten Kennzahlen bereits Anfang November ins Negative und hätten sich seither nicht erholt. Als entscheidenden technischen Hinweis nennt er den Bruch des gleitenden Ein-Jahres-Durchschnitts. „Für mich ist die letzte Bestätigung ein technischer Indikator, nämlich dass der Preis unter seinen Ein-Jahres-Durchschnitt gefallen ist“, sagte Moreno. Der Ein-Jahres-Durchschnitt bildet den durchschnittlichen Bitcoin-Preis der vergangenen zwölf Monate ab und gilt als Maßstab für langfristige Trends.
Bitcoin startete Anfang 2025 bei rund 93.000 US-Dollar, stieg im Oktober auf ein Allzeithoch von 126.080 US-Dollar, notierte zum Jahresende aber nach deutlichen Kursverlusten wieder unter dem Niveau vom Jahresbeginn.
Für den weiteren Verlauf verweist Moreno auf historische Muster früherer Marktzyklen. Auf Basis des realisierten Preises, also des durchschnittlichen Kaufpreises aller im Umlauf befindlichen Bitcoin, sieht er den möglichen Tiefpunkt eines Bärenmarktes im Bereich zwischen 56.000 und 60.000 US-Dollar. Ein Rückgang auf dieses Niveau entspräche einem Abschlag von rund 55 Prozent vom bisherigen Allzeithoch. In früheren Bärenmarktphasen lagen die Kursverluste laut Moreno teils bei siebzig bis achtzig Prozent.
Gleichzeitig betont der CryptoQuant-Analyst, dass der aktuelle Markt bislang ohne größere Zusammenbrüche ausgekommen sei. Anders als im Jahr 2022 habe es keine prominenten Insolvenzen gegeben. Zudem seien institutionelle Investoren und börsengehandelte Fonds heute strukturell stärker vertreten und würden Bitcoin regelmäßig akkumulieren.
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