- Andreas Babler kündigt Rückzug als Vizekanzler an.
- Markus Marterbauer soll neuer Vizekanzler werden.
- Babler bleibt Minister für Wohnen und Kultur.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Als neuen Vizekanzler habe er Finanzminister Markus Marterbauer vorgeschlagen, sagte Babler nach einer Parteisitzung in Wien. Die Übergabe soll Anfang 2027 stattfinden, der genaue Zeitpunkt ist wegen Marterbauers laufender Krebstherapie noch offen. Marterbauer (61) gilt als angesehener Ökonom und genießt laut Umfragen hohes Vertrauen in der Bevölkerung.
Bereits zum Jahreswechsel will Babler die Parteiführung an eine vorübergehende Geschäftsführung abgeben. Die oder der neue Vorsitzende soll im Frühjahr bestimmt werden. Babler will jedoch weiterhin Minister für Wohnen, Kultur, Medien und Sport in der Regierungskoalition von konservativer ÖVP, SPÖ und den liberalen Neos bleiben.
Kanzler Stocker warnt vor parteiinternen Debatten
Babler hat nach eigenen Angaben die Koalitionspartner über die Personalveränderungen informiert. Kanzler Christian Stocker (ÖVP) betonte in einer ersten Stellungnahme: "Parteiinterne Diskussionen dürfen die Regierungsarbeit nicht beeinträchtigen".
Babler, ein ehemaliger Schichtarbeiter, wurde 2023 SPÖ-Chef. Wegen seiner betont linken Positionen war er aber von Anfang an bei Teilen der Partei umstritten. Bei der Parlamentswahl im folgenden Jahr fuhren die Sozialdemokraten mit rund 21 Prozent ihr bislang schlechtestes Ergebnis ein. Laut aktuellen Umfragen liegt die Partei nur noch bei rund 15,5 Prozent.
Vor einer Woche hatte der Medienmanager Gerhard Zeiler angekündigt, Babler ablösen zu wollen. Zeiler ist Ex-Chef der RTL Group und aktuell ein Spitzenmanager bei Warner Bros. Sein Vorstoß fachte die Führungsdebatte in der SPÖ zwar neu an, doch bislang hat sich kaum jemand aus der Partei öffentlich hinter Zeiler gestellt. Wer die Parteiführung von Babler übernimmt, ist also noch offen./al/DP/zb
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