NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aktien von Tesla sind seit dem Spätsommer bei Anlegern begehrt wie lange nicht. Mit der Fantasie für eine mögliche Fusion mit dem Weltraum- und KI-Konzern SpaceX hat in den vergangenen Wochen bei dem Elektroautobauer eine Rally begonnen, deren Geschwindigkeit Anleger aus den vergangenen sechs Jahren zumeist gewohnt waren - bis zum Rekordhoch, das im vergangenen Dezember bei fast 500 US-Dollar gelegen hatte.
Für dich zusammengefasst:
Tesla-Aktien sind seit dem Spätsommer sehr begehrt.
Barclays stufte die SpaceX-Idee auf "Overweight" hoch.
Analysten erwarten überdurchschnittliche Entwicklung der Aktien.
In diesem Jahr hatte Tesla bei Anlegern lange Zeit einen schweren Stand, weil es an neuer Fantasie mangelte. Ende Juli war der Kurs noch knapp unter 300 Dollar (Dollarkurs) auf dem tiefsten Stand seit fast einem Jahr angekommen. Am Montag aber sorgte ein mehr als sechsprozentiger Anstieg in einem starken Gesamtmarkt dafür, dass die Aktien ihre Erholung seither auf ein Drittel Plus ausgeweitet haben.
Als Treiber fungierte zu Wochenbeginn, dass die britische Investmentbank Barclays ihr Votum wegen der SpaceX-Idee auf "Overweight" hochgestuft hat. Entsprechend dieser Einstufung rechnen die Analysten damit, dass sich die Aktien in den kommenden zwölf Monaten im Vergleich zu den anderen Titeln im beobachteten Sektor überdurchschnittlich entwickeln werden. Die SpaceX-Idee wurde außerdem von Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) Research als vorerst maßgeblich bewertet.
Der Barclays-Analyst Dan Levy bezeichnete einen Zusammenschluss der beiden von Tech-Milliardär Elon Musk geführten Unternehmen als Gesprächsthema Nummer Eins, nachdem die Überlegung in den Telefonkonferenzen nach den Quartalsberichten klar bestätigt wurde. Wegen der höheren Machtverhältnisse Musks bei SpaceX hat sich bereits die Erwartung verfestigt, dass der Weltraum- und KI-Konzern für Tesla bieten würde.
Levy geht davon aus, dass für eine Fusion ein deutlicher Bewertungsaufschlag notwendig werden würde. Ähnlich sieht es Edison Yu von der Deutschen Bank, der am Montag betonte, dass allein schon die Spekulation über eine Fusion den Tesla-Aktien einen Boden verschafft haben sollte. Die Tesla-Aktien seien jetzt eine Wette darauf, welche Prämie notwendig werde, um von den Tesla-Aktionären die Zustimmung zu erkaufen und rechtliche Risiken zu mildern.
Beide Experten erwähnten aber auch im Kerngeschäft des Elektroautobauers Hoffnung gebende Aspekte. Mit dem jüngsten Quartalsbericht von Tesla seien auch ermutigende Fortschritte mit dem Robotaxi aufgezeigt worden, hieß es vom Deutsche-Bank-Fachmann Yu. Die Erwartungen an den humanoiden Roboter Optimus seien außerdem immer noch verhalten, in dieser Hinsicht gebe es aber noch viel zu tun, ergänzte der Experte./tih/la/he
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