Hunderte Cloud-Aktien vor dem Aus? Musks knallharte Warnung schockt die Börse

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Elon Musk, CEO von SpaceX und Tesla
©Daniel Oberhaus (2018)
Elon Musk sagt mehr als 200 Neoclouds ein Massensterben voraus. CoreWeave und Nebius rutschen ab, laut Musk ist der Geldhahn der Kreditmärkte fast zu. Wer überlebt und was heißt das für Ihr Depot?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Elon Musk schickt die Vermieter von Rechenleistung auf Talfahrt. Mehr als 200 sogenannte Neoclouds stünden vor einem Massensterben und einer Welle von Übernahmen, schrieb der Tesla- und SpaceX-Chef auf der Plattform X.

"Einige werden es überstehen, aber nicht viele."

Die Aktien von Nebius, CoreWeave und Iren fielen am Montag vorbörslich jeweils um mehr als vier Prozent.

Neoclouds vermieten Grafikprozessoren an KI-Entwickler. Die teure Hardware finanzieren viele auf Pump. Genau das wird nun zum Problem. Seit einigen Wochen hätten die Kreditmärkte den Geldhahn für Firmen ohne nennenswerte Einnahmen außerhalb der Rechenzentren fast vollständig zugedreht, so Musk. Unabhängig bestätigt ist diese Darstellung nicht.

Werte aus dem Artikel:
SpaceX Aktie 132,58 € +0,61%
Tesla Aktie 340,65 € +2,45%
Amazon Aktie 223,45 € +0,86%
Meta Platforms Aktie 568,60 € -0,89%
Nebius Group Aktie 142,90 € +0,80%
Alphabet (Google) Aktie 287,40 € +0,45%
Oracle Aktie 113,88 € +1,10%
Iren Limited Aktie 21,77 € -2,25%

SpaceX: 40 Milliarden US-Dollar für Chips

Musk selbst hat sich gerade 40 Milliarden US-Dollar an Krediten gesichert. SpaceX kauft damit Grafikprozessoren, die im ersten Halbjahr 2027 geliefert werden sollen. Das gelang nur dank guter Bonität und der Einnahmen aus dem Satelliteninternet Starlink und dem Raketengeschäft. Den Verdacht, er rede die Kurse für eine Übernahme klein, wies Musk zurück.

"SpaceX kauft keine Neoclouds. Sinnlos."

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Die Schuldenlast der Branche wächst rasant. Laut einer Reuters-Auswertung von LSEG-Daten haben Amazon, Alphabet, Meta und Oracle bis Anfang Juli Anleihen über 194 Milliarden US-Dollar ausgegeben, 79 Prozent mehr als im gesamten Vorjahr. Die Ratingagentur S&P Global warnte zudem vor versteckten Verpflichtungen.

CoreWeave: Mehr Schulden als Börsenwert

Wie verwundbar die Spezialisten sind, zeigt CoreWeave. Laut StockAnalysis ist der Konzern rund 30 Milliarden US-Dollar wert, trägt aber Schulden von mehr als 51 Milliarden. Binnen eines Jahres hat die Aktie mehr als die Hälfte verloren. Trotz eines erwarteten Umsatzsprungs auf 12,9 Milliarden US-Dollar rechnen Analysten für dieses Jahr mit Verlusten.

Dennoch halten sie mehrheitlich an ihren Kaufempfehlungen fest. Solider steht Nebius da. Der Rivale ist 43,5 Milliarden US-Dollar wert, schuldet aber nur gut zehn Milliarden. Iren meldet am 5. November Zahlen, CoreWeave am 9. und Nebius am 10. November.

Fazit

Musks Warnung trifft einen wunden Punkt. Der KI-Boom trennt die Spreu vom Weizen. Wer viel Schulden und wenig andere Einnahmen hat, gerät bei knapper werdendem Geld schnell unter Druck. Anleger sollten bei Neoclouds deshalb vor allem auf die Bilanz schauen. Die Zahlen im November zeigen, wer genug Luft hat.


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