- Die Deutsche Telekom-Aktie steht unter Verkaufsdruck.
- Der drohende Eintritt von SpaceX belastet die Telekom.
- T-Mobile US stellt am Donnerstag ihre Quartalszahlen vor.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Max Gross Deutsche Telekom: Der SpaceX-Ärger hört nicht auf!
Zum wiederholten Mal in diesem Jahr steht die Aktie der Deutschen Telekom unter erheblichem Verkaufsdruck. Stellten in den vergangenen Monaten vor allem die stark steigenden Anleiherenditen eine Belastung für die Kursentwicklung dar, sorgt jetzt vor allem der drohende Markteintritt von SpaceX in den US-Mobilfunkmarkt für Gegenwind.
Berichten zufolge sind die Gespräche mit den Vermietern von Mobilfunkmasten, wie American Tower und Crown Castle, bereits weit fortgeschritten. Selbst zufriedenstellende Quartalszahlen von AT&T und Verizon konnten die Nerven von Anlegerinnen und Anleger bei Telekommunikationswerten daher nicht beruhigen.
Die Deutsche Telekom ist vor allem aufgrund ihrer Mehrheitsbeteiligung an T-Mobile US von den Sorgen betroffen. Beide Werte handelten am Montag erneut mit roten Vorzeichen.
Die Beteiligung an T-Mobile US wird zum Bremsklotz ...
Am Donnerstagabend wird T-Mobile US seine Quartalszahlen vorstellen. Die werden zur Bewährungsprobe auch für die Telekom-Aktie, welche aktuell in einer charttechnisch schlechten Verfassung ist. Sollte die US-Tochter daher patzen, könnten die Anteile der Bonner auf neue Jahrestiefs sinken – doch so weit muss es nicht kommen.
Gegenüber dem Jahreswechsel notiert T-Mobile US mit Verlusten von knapp 28 Prozent, verglichen mit dem Stand vor einem Jahr liegen die Abgaben sogar bei rund einem Drittel. Dadurch ist die lange weit über den Vielfachen der Konkurrenz liegenden Bewertung deutlich zurückgekommen.
Für 2026 steht ein KGVe von 11,8 zu Buche. Das liegt um rund 5 Prozent unter dem Branchendurchschnitt und um fast 50 Prozent unter dem 5- Jahres-Mittel von 28,3. Gleichzeitig ist das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis mit 0,67 sehr günstig. Bereits ein Wert unter 1,0 gilt als attraktiv. Auch die starke Cashflow-Rendite von fast 18 Prozent kann sich sehen lassen. Die Chancen liegen bei der Aktie von T-Mobile US aus fundamentaler Perspektive längst auf der Oberseite.
... doch der könnte bereits am Donnerstag fallen!
Mit Blick auf den fundamental weit fortgeschrittenen Abwärtstrend könnten geringfügig geschlagene Erwartungen bereits für eine Erholungsrallye genügen.
Am US-Optionsmarkt wird jedenfalls mit großer Mehrheit eine positive Kursreaktion eingepreist: 71,7 Prozent der am kommenden Freitag verfallenden Optionskontrakte liegen auf der Call-Seite. Ihnen steht ein Put-Anteil von 28,3 Prozent gegenüber. Die implizite Kursreaktion liegt bei ± 5,6 Prozent. Angesichts der Mehrheitsbeteiligung würde ein Kursanstieg der Aktie von T-Mobile US unmittelbar auch der Telekom zugutekommen.
Von Analystinnen und Analysten erwartet ist ein Umsatzergebnis von 23,14 Milliarden US-Dollar, der bereinigte Gewinn pro Aktie (Non-GAAP) wird auf 2,98 US-Dollar getippt. Gegenüber dem Vorjahresquartal wären das Steigerungen von 5,4 bzw. 23,7 Prozent.

Telekom-Aktie dringend auf positive Impulse angewiesen
Die Aktie der Bonner, die ihre eigenen Quartalszahlen erst in der kommenden Woche am Donnerstag vorlegen werden, ist auf positive Vorgaben der US-Tochter dringend angewiesen. Die in den Sommermonaten gestartete Kurserholung ist längst am Widerstand bei 29 Euro sowie der Abwärtstrendlinie gescheitert, während der jüngste Abverkauf nach dem SpaceX-Schock bereits im früheren Unterstützungsbereich zwischen 26,00 und 26,50 Euro gescheitert ist.
Da die Ausgangslage auch mit Blick auf die Indikatoren RSI und MACD schwach ist, welche sich beide in intakten Abwärtstrends befinden, droht ohne frische Impulse eine Korrekturverschärfung bis in den Bereich der 52-Wochen-Tiefs um 24 Euro, die außerdem gleichbedeuten mit Mehrjahrestiefs sind. Das Erreichen solcher bedeutet in der Regel neue Verkaufssignale, wenn nicht gleichzeitig bullishe Divergenzen vorliegen, was bei der Deutschen Telekom allerdings noch nicht der Fall ist.
| 25.10.26 - ARIVA.DE Redaktion |
Fazit: Abwarten und dann erst zuschlagen
Der geplante Eintritt von SpaceX in den Mobilfunkmarkt sorgt noch immer für kräftigen Gegenwind bei "terrestrischen" Anbietern. Aufgrund der anhaltenden Kursverluste bei ihrer US-Tochter ist daher auch die Deutsche-Telekom-Aktie gehörig unter Druck geraten.
Das technisch stark angeschlagene Papier könnte vor weiteren Verlusten stehen, sollte T-Mobile US mit Quartalszahlen enttäuschen. Neue Verkaufssignale dürften dann kaum noch zu verhindern sein. Da die Bewertung beider Unternehmen inzwischen aber deutlich zurückgekommen ist – die Telekom notiert für 2026 mit einem KGVe von 12,1, während der 10-Jahres-Durchschnitt bei 17,8 liegt – könnten schon knapp geschlagene Erwartungen zu einer Erholungsrallye führen.
Bereits investierte Anlegerinnen und Anleger halten an ihren Anteilen zunächst fest. Wer noch nicht investiert ist, wartet die Zahlen von T-Mobile US ab – und kauft dann entweder die positiven Vorgaben oder wartet die nächste Verkaufswelle und einen möglichen Doppelboden bei 24,00 Euro ab.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
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10
|
20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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