AKTIE IM FOKUS: Fresenius getrieben von Entwicklungskooperation an Dax-Spitze

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Entwicklungsvereinbarung im Bereich der Nachahmermedikamente kommt am Montag bei den Anlegern von Fresenius (Fresenius Aktie) gut an. Der Kurs des Medizinkonzerns und Krankenhausbetreibers zog am Vormittag um bis zu drei Prozent an, was den ersten Platz im Dax bedeutete. Der deutsche Leitindex legte moderat zu.

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Hinweis

Bei 49,24 Euro hatten die Aktien ein Hoch seit Anfang März erreicht. Das zuletzt 2,4 Prozent große Plus bedeutet, dass die bisherige Jahresbilanz jetzt wieder in etwa ausgeglichen ist.

Fresenius gab eine Entwicklungsvereinbarung mit WuXi Biologics bekannt, in deren Rahmen gegen eine Vergütung auf Dienstleistungsbasis Zugang zu Biosimilar-Kandidaten gewährt wird. Dadurch steigende Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sollen zwar vorerst die Profitabilität belasten, später dann aber zum Umsatz- und Ergebniswachstum beitragen. Den Angaben zufolge könnte das Portfolio von heute 29 vermarkteten und in der Pipeline befindlichen Molekülen auf bis zu 66 im kommenden Jahrzehnt erweitert werden.

Analyst Sven Kürten von der DZ Bank wertet die Vereinbarung "klar positiv" wegen der langfristigen Perspektiven. Die Kooperation erweitere die Geschäftsmöglichkeiten insbesondere nach 2030 und sie stärke die langfristige Wettbewerbsposition. Fresenius behalte die vollständigen wirtschaftlichen Produktrechte, ohne spätere Umsätze oder Gewinne teilen zu müssen. Und die Finanzierung erfolge aus dem operativen Finanzmittelfluss (Cashflow) und störe nicht den Schuldenabbau.

Die Vereinbarung gab den Fresenius-Aktien am Montag den notwendigen Schwung, um die Hürde des August-Hochs bei 48,48 Euro zu überspringen. Der Weg zum bisherigen Jahreshoch von 52,96 Euro, das aus dem Februar stammt, könnte damit geebnet werden, falls es sich nicht um einen Fehlausbruch handelt.

Werte aus dem Artikel:
Fresenius Aktie 48,58 € +1,64%

Längerfristig betrachtet, bewegt sich der Fresenius-Kurs aber noch im mittleren Bereich zwischen dem 2017 aufgestellten Rekord von gut 80 Euro und dem 2022 gesehenen Tief, das knapp unter 20 Euro lag. Nachhaltig wurden die Titel letztmals 2010 unter 20 Euro gehandelt./tih/la/mis


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