- Abbas betont, Palästinenserstaat soll friedlich sein.
- Am 7. Oktober 2023 wurden Zivilisten in Israel angegriffen.
- Frankreich, Großbritannien, Kanada erkannten den Staat an.
- KI-Boom schwächelt - 5 defensive Top-Picks für 2026! (hier klicken)
Abbas ist der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), die Teile des Westjordanlandes verwaltet. Er hat in der palästinensischen Bevölkerung nur wenig Rückhalt.
Am 7. Oktober 2023 seien gezielt Zivilisten in Israel angegriffen und als Geiseln genommen worden, sagte Abbas. Er forderte erneut die Freilassung aller aus Israel Entführten sowie die Entlassung palästinensischer Häftlinge aus israelischen Gefängnissen.
Der palästinensische Präsident bedankte sich bei seiner Rede auch für die weltweiten propalästinensischen Proteste, warnte aber auch davor, die "Solidarität mit der palästinensischen Sache" mit Antisemitismus zu verwechseln.
Abbas fordert Entwaffnung der Hamas
Abbas betonte zudem erneut, dass die PA bereit sei, die Herrschaft im Gazastreifen zu übernehmen. Israel lehnt das allerdings ab. "Die Hamas wird in der Regierungsführung keine Rolle spielen", versprach Abbas. Er forderte auch, dass die Islamistenorganisation ihre Waffen an die PA übergibt. Auch Israel fordert dies. Die islamistische Terrororganisation Hamas gilt als interne Rivalin der Fatah-Bewegung von Abbas.
Der palästinensische Präsident warf Israel in seiner Rede zugleich Völkermord und Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor und kritisierte Israels Siedlungsbau im Westjordanland sowie Siedlergewalt gegen palästinensische Zivilisten dort. Abbas warnte auch vor einer Vertreibung der Bevölkerung aus dem Gazastreifen.
Frankreich, Großbritannien, Kanada und weitere westliche Staaten hatten kürzlich einen palästinensischen Staat anerkannt. Weltweit haben bereits rund 150 der 193 UN-Mitgliedstaaten einen palästinensischen Staat anerkannt. Aus palästinensischer Sicht ist gerade die Entscheidung mehrerer führender westlicher Staaten von besonderer Bedeutung. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte den Schritt als "enorme Belohnung" für Terror nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 verurteilt. Die israelische Regierung lehnt die Zweistaatenlösung mit der Begründung ab, sie gefährde die Existenz Israels.
Laut Umfragen lehnt eine Mehrheit der Palästinenser und der Israelis die Zweistaatenlösung inzwischen ab, während es in der Vergangenheit auf beiden Seiten eine Mehrheit für diese Idee gegeben hatte./cir/DP/men
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.