Laut Anklage soll Halem gemeinsam mit drei weiteren Männern im Jahr 2024 eine Wohnung überfallen haben, die von einem siebzehnjährigen Jugendlichen gemietet worden war. Die Täter gaben sich dabei als Polizeibeamte aus und trugen Westen mit entsprechender Kennzeichnung. Zugang zur Wohnung erhielten sie demnach über einen Zugangscode, der von einem Komplizen stammte, der die Wohnung zuvor vermietet hatte.

Im Inneren der Wohnung sollen die Männer den Jugendlichen sowie dessen Freundin überwältigt haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft legten sie der Freundin Handschellen an, die aus Beständen der Polizei stammten. Auch der Jugendliche wurde gefesselt. Anschließend hätten die Täter ihn mit dem Tod bedroht, falls er ihnen keinen Zugriff auf seine Kryptowährungen verschaffe.
Der Jugendliche sagte vor Gericht aus, dass er unter dem Druck der Drohungen schließlich eine Festplatte übergab, auf der sich Bitcoin befanden. Der Wert der digitalen Vermögenswerte soll nach Angaben der Ermittler rund 350.000 US-Dollar betragen haben.
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Halem war zuvor 13 Jahre beim Los Angeles Police Department tätig und hatte den aktiven Dienst im Jahr 2022 verlassen. Zum Zeitpunkt der Tat soll er jedoch weiterhin als Reservebeamter tätig gewesen sein.
Die Verteidigung stellte die Darstellung des Opfers in Frage. Halems Anwältin erklärte vor Gericht, die Ermittler hätten die Aussagen des Jugendlichen nicht ausreichend überprüft. Zudem habe dieser im Prozess eingeräumt, seine Kryptowährungen durch Betrug erlangt zu haben.
Der Fall erinnert an ähnliche Vorfälle in den USA: In Las Vegas raubten drei Jugendliche einen Krypto-Investor aus und erbeuteten dabei vier Millionen US-Dollar in digitalen Assets.
Auch in Kalifornien wurde eine OnlyFans-Influencerin von Teenagern überfallen – sie wollten Zugang zu ihren Bitcoin-Vermögen. Auch in Frankreich kommt es immer häufiger zu Entführungen im Zusammenhang mit Krypto-Vermögen.
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