2,75 Milliarden US-Dollar für Indien: Microns großer Coup
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.
Während Micron in Indien einen milliardenschweren Meilenstein feiert, droht am wichtigsten Produktionsstandort in Taiwan ein Streik. Die Beschäftigten fordern eine feste Gewinnbeteiligung, wie sie Samsung und SK Hynix längst bieten.
Für dich zusammengefasst:
Micron investiert 2,75 Milliarden US-Dollar in Indien.
Die erste Halbleiteranlage in Sanand startet mit Produktion.
Eine Gewerkschaft in Taiwan droht mit Streikaktionen.
Micron Technology hat seine neue Halbleiter-Montage- und Testanlage im indischen Gujarat vorgestellt, um der wachsenden weltweiten Nachfrage nach Speicherchips gerecht zu werden. Die Anlage entspricht einer Gesamtinvestition von rund 2,75 Milliarden US-Dollar durch Micron und seine staatlichen Partner.
Seit Jahrzehnten werde über das Halbleiterpotenzial Indiens gesprochen, sagte Vorstandschef Sanjay Mehrotra laut Berichten bei der Eröffnung der SEMICON India 2026. Potenzial allein liefere keine Produkte, was er heute in Indien sehe, sei die tatsächliche Umsetzung.
Anfang des Jahres habe Micron in Sanand die kommerzielle Produktion aufgenommen, die erste Halbleiter-Montage- und Testanlage des Landes und das erste Projekt im Rahmen der India Semiconductor Mission. Die aktuelle Produktionskapazität übersteige bereits den gesamten Speicherbedarf des indischen Laptop-Marktes, so Mehrotra.
Streikdrohung in Taiwan verschärft den Arbeitskonflikt
Während Micron in Indien expandiert, droht dem Konzern an seinem größten Produktionsstandort Ärger. Eine taiwanesische Gewerkschaft warnte am Dienstag, sie könne zu einem Streik greifen, sollte das Unternehmen einem dauerhaften Gewinnbeteiligungssystem nicht zustimmen.
Taiwan ist ein entscheidendes Produktionszentrum für Microns DRAM- und HBM-Chips, Schlüsselkomponenten in KI-Servern. Bislang wurde zwar kein Streik ausgerufen, doch jede Arbeitskampfmaßnahme könnte die Versorgungsängste auf dem angespannten Speicherchip-Markt verstärken.
Die Gewerkschaft verweist auf die südkoreanischen Konkurrenten Samsung Electronics und SK Hynix, die bereits über Gewinnbeteiligungsmodelle verfügen, und fordert, dass 15 Prozent des Betriebsgewinns von Micron weltweit an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden.
Sollte es am 18. und 21. September keinen konkreten Vorschlag geben, werde man die Verhandlungen für gescheitert erklären und eine Streikabstimmung einleiten, sagte Jerry Lin, Vorsitzender der Gewerkschaft am Standort Taoyuan.
Micron hatte vergangene Woche angekündigt, nach einem eigenen Angaben zufolge außergewöhnlichen Geschäftsjahr Prämien an mehr als 60.000 Beschäftigte weltweit auszuzahlen.
Mitarbeiter in Taiwan erhalten dabei einen Barbonus von einer Million taiwanesischen Dollar (Dollarkurs), umgerechnet 31.498 US-Dollar. Die Gewerkschaft kritisierte, dies gehe an ihrer eigentlichen Forderung nach einem dauerhaften Mechanismus vorbei und sei zudem mitten in laufenden Schlichtungsgesprächen ohne vorherige Einigung angekündigt worden.
Werbung
Passende Knock-Outs
Strategie
Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB7DB37 ,
DE000NB7PXZ3 ,
DE000NB7QC15 ,
DE000NB61FZ4 ,
DE000NB63CH5 ,
DE000NB63CG7 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.