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Litecoin-Schock: Ist das Netzwerk nach dem Angriff noch sicher?

Nach einem Exploit der MWEB-Erweiterung kam es bei Litecoin zu einer Chain-Reorganisation. Erste Krypto-Protokolle vermelden finanzielle Verluste.

Das Litecoin-Netzwerk wurde am gestrigen 25. April Opfer einer Chain-Reorganisation. Die Litecoin Foundation bestätigte den Vorfall via X und nannte eine Zero-Day-Schwachstelle im sogenannten MimbleWimble Extension Block (MWEB) als Ursache. Angreifer nutzten diesen Fehler im Privacy Layer gezielt aus, um die Integrität der Blockchain zu manipulieren. Durch den Exploit konnten veraltete Mining Nodes dazu gebracht werden, ungültige MWEB-Transaktionen als legitim einzustufen. Dadurch konnten die Angreifer LTC-Bestände entwenden.

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Parallel dazu verzeichneten große Mining-Pools koordinierte Denial-of-Service-Angriffe (DoS), die in direktem Zusammenhang mit der Schwachstelle standen. Alex Shevchenko, CEO von Aurora Labs, sprach in diesem Kontext von einer hochgradig koordinierten Attacke. Die Abspaltung der Chain erstreckte sich über die Blöcke 3.095.930 bis 3.095.943 und dauerte mehr als drei Stunden an. In diesem Zeitraum führten die Angreifer Double-Spend-Attacken gegen verschiedene Cross-Chain-Protokolle durch, die bereits Transaktionen aus den nun verwaisten MWEB-Peg-Outs akzeptiert hatten.

Erster erfolgreicher Angriff auf Litecoin seit Update in 2022

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Vorfalls zeigen sich bereits bei ersten Handelsplattformen. “Die Gefährdung für NEAR Intents liegt bei rund 600.000 US-Dollar”, erklärte Shevchenko. Er rief alle Handelsplätze für LTC dazu auf, ihre Bestände und Transaktionen einer genauen Prüfung zu unterziehen, da eine Vielzahl von Double-Spend-Vorgängen identifiziert wurde. Die Litecoin Foundation betonte hingegen, dass die fehlerhaften Transaktionen letztlich aus der Historie der Blockchain gelöscht wurden. Valide Transaktionen aus dem betroffenen Zeitraum blieben von der Reorganisation unberührt.

— Alex Shevchenko

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