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Kupfer knickt ein: China-Daten bremsen Rallye – Anleger fürchten Nachfrageschwäche

Chinas überraschend schwache Konjunkturdaten drücken Kupfer und Aluminium ins Minus. Nach der starken Rallye rückt damit die Sorge um die globale Nachfrage in den Fokus. Trotz Angebotsengpässen zeigt der Markt, wie empfindlich er auf schlechte Nachrichten aus Peking reagiert.
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Zum Wochenschluss hat die Erholung am Industriemetallmarkt einen Dämpfer erhalten. Kupfer und Aluminium gaben am Freitag einen Teil ihrer Gewinne ab, da neue Konjunkturdaten aus China die Stimmung trübten. In der größten Metallverbrauchsnation kühlte die Wirtschaftsaktivität im Oktober stärker ab als erwartet, was als Warnsignal für die globale Nachfrage gewertet wird.

Vor allem die schwächere Industrieproduktion sowie der historische Einbruch bei den Investitionen zeigen, wie zäh sich die Konjunktur im Reich der Mitte entwickelt. Gleichzeitig bleibt der private Konsum schwach. Für die Metallmärkte bedeutet das: Die Dynamik der vergangenen Wochen gerät ins Stocken.

Trotz des Rücksetzers steuert Kupfer in London weiterhin auf ein Wochenplus von rund einem Prozent zu. Seit Jahresbeginn hat der Kupferpreis bereits um mehr als 20 Prozent zugelegt. Treiber waren Produktionsausfälle und Lieferkettenstörungen, unter anderem im Zuge der geplanten US-Zölle auf raffiniertes Kupfer. Am Freitag kam leichte Entspannung von der Angebotsseite: Freeport-McMoRan (Freeport-McMoRan Aktie) nahm Teile der Produktion in der indonesischen Grasberg-Mine wieder auf. Der Riesenstandort war im September nach einem tödlichen Unfall stillgelegt worden.

Auch Aluminium konnte sich bislang im Wochenverlauf behaupten. Der Markt bleibt jedoch angespannt, da sich Chinas Hüttenwerke einem staatlich festgelegten Kapazitätslimit nähern. Gleichzeitig fiel die chinesische Aluminiumproduktion im Oktober laut offiziellen Zahlen auf 3,8 Millionen Tonnen – ein Minus von 9 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Am frühen Freitagnachmittag notierte Kupfer an der London Metal Exchange 0,2 Prozent schwächer bei 10.822 US-Dollar je Tonne. Aluminium rutschte um 1,1 Prozent auf 2.854,46 US-Dollar ab. Für Anleger bleibt damit klar: Die Angebotslage bleibt zwar eng, doch die chinesische Konjunktur könnte kurzfristig den Takt am Metallmarkt bestimmen.

Autor: sbh-Redaktion/FH


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