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Kupfer: Chinesische Produktion steigt weiter

Die Produktion von raffiniertem Kupfer ist in China im März auf 1,33 Mio. Tonnen und damit ganz knapp auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Das alte Allzeithoch wurde erst im Dezember erreicht und lag gerade einmal 40.000 Tonnen unter dem Niveau vom März. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Produktion damit um 6,6%, was allerdings den langsamsten Anstieg seit Februar letzten Jahres darstellt. Die Produktion steigt somit weiterhin an. Das Tempo des Anstiegs lässt allerdings nach.

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All dies passiert weiterhin in einem Umfeld negativer Schmelz- und Raffinierprämien (TC/RCs) die im März mit -66,1 USD je Tonne einen neuen Tiefststand erreichten. Getragen wird die Produktion von raffiniertem Kupfer somit auch weiterhin von den steigenden Preisen für Schwefelsäure, einem Beiprodukt des raffiniertem Kupfers. Diese waren in China im März erneut um über 30% gegenüber dem Vormonat gestiegen und lagen damit mehr als doppelt so hoch wie im März des vergangenen Jahres.

Die chinesische Regierung hat nun allerdings verkündet, den Export von Schwefelsäure einzuschränken. Da die letzten verfügbaren Preise für Schwefelsäure in China noch von vor der Ankündigung der Exportbeschränkungen stammen, lässt sich die genaue Auswirkung auf die Preise noch nicht erkennen. Voraussichtlich dürfte dies allerdings preisdämpfend wirken.

Die Exportbeschränkung von Schwefelsäure trifft den Kupfermarkt somit doppelt. Einerseits könnte in Anbetracht negativer TC/RCs der Anreiz für Kupferschmelzen in China sinken, weiterhin Kupfer zu produzieren, weil das Beiprodukt Schwefelsäure nicht mehr soviel Gewinn bringt. Und andererseits fehlt damit dem globalen Markt Schwefelsäure. Im vergangenen Jahr beliefen sich Chinas Nettoexporte bei Schwefelsäure immerhin auf rund 4,5 Mio. Tonnen, wobei die Exporte bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres stark rückläufig waren. Schwefelsäure ist aber wiederum ein essentieller Bestandteil in einem der zwei Förderverfahren in den Kupferminen, um das Rohkupfer aus dem Kupfererz zu lösen. Die fehlende Schwefelsäure könnte somit zu einer weiteren Verknappung des Angebots an Kupferkonzentrat führen.

All dies sollte sich zunehmend stützend auf den Kupferpreis auswirken, solange der Konflikt in der Golfregion anhält. Die Region ist ebenfalls ein wichtiger Schwefel(-säure)-Produzent. Der Wegfall der Lieferungen aus der Golfregion hatte zu der Entscheidung der chinesischen Regierung, die eigenen Exporte ebenfalls einzuschränken, beigetragen.

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