Hitachi Ltd

Aktie
WKN:  853219 ISIN:  JP3788600009 US-Symbol:  HTHIF Branche:  Industriekonglomerate Land:  Japan
27,125 €
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09:30:23 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
119,13 Mrd. €
Streubesitz
55,40%
KGV
24,50
Dividende
0,27 EUR
Dividendenrendite
1,01%
Index-Zuordnung
Hitachi Aktie Chart

Hitachi Unternehmensbeschreibung

Hitachi Ltd. ist ein diversifizierter japanischer Industriekonzern mit klarer Ausrichtung auf digitale Infrastruktur, industrielle Automatisierung und soziale Innovation. Der Konzern bündelt traditionelle Schwerindustrie-Kompetenzen mit moderner Informations- und Kommunikationstechnologie und adressiert damit Schlüsselbereiche wie Energieversorgung, Fertigungsautomatisierung, Bahn- und Verkehrssysteme, IT-Services sowie Daten- und Cloudlösungen. Im Fokus stehen komplexe B2B- und B2G-Geschäfte mit hohen Eintrittsbarrieren, langfristigen Vertragsstrukturen und systemkritischen Lösungen. Für institutionelle und konservative Privat­anleger ist Hitachi vor allem als breit aufgestellter Technologiekonzern mit starker Verankerung im japanischen Markt und wachsender internationaler Präsenz relevant.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Hitachi basiert auf integrierten Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vieler Infrastruktur- und Industriebranchen. Der Konzern kombiniert Hardware, Software, Engineering-Know-how und Wartungsleistungen zu durchgängigen Systemen. Im Kern stehen vier Werttreiber: erstens die Entwicklung und Fertigung technologisch anspruchsvoller Komponenten und Anlagen, zweitens die Systemintegration zu schlüsselfertigen Infrastrukturprojekten, drittens der Aufbau wiederkehrender Service- und Wartungserlöse und viertens der Ausbau datengetriebener Digital-Services über Plattformen wie Hitachi Lumada. Hitachi agiert hierbei häufig als Generalunternehmer und langfristiger Technologiepartner von Industrieunternehmen, Verkehrsbetreibern, Energieversorgern und öffentlichen Auftraggebern. Der Konzern setzt auf eine Asset-light-Weiterentwicklung in Richtung Software, Analytics und Cloud, ohne die industrielle Basis aufzugeben. Das resultierende Geschäftsmodell ist kapitalintensiv in der Projektanbahnung, zielt jedoch auf langlebige Anlagen, hohe technologische Differenzierung und langlaufende Serviceverträge ab.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Hitachi lässt sich mit dem konzernweit kommunizierten Leitbild der Social Innovation Business zusammenfassen. Der Konzern will wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlichem Nutzen verbinden und konzentriert sich auf die Lösung von Problemen in den Bereichen Urbanisierung, demografischer Wandel, Energiewende, industrielle Produktivität und digitale Transformation. Leitbegriffe wie Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, Resilienz von Infrastrukturen und Lebensqualität in Städten prägen die strategische Ausrichtung. Die langfristige Konzernstrategie zielt darauf ab, industrielles Know-how mit Datenanalyse, künstlicher Intelligenz und Cloud-Kompetenz zu verbinden, um ganzheitliche, skalierbare Plattformlösungen anzubieten. Der Fokus liegt auf profitablerem Wachstum, Portfoliobereinigung nicht-strategischer Aktivitäten und einer stärkeren Internationalisierung, insbesondere in Nordamerika, Europa und ausgewählten asiatischen Märkten.

Produkte und Dienstleistungen

Hitachi deckt ein breites Spektrum industrieller und digitaler Produkte ab. Zentrale Schwerpunkte sind:
  • Schienenverkehrssysteme: Hochgeschwindigkeitszüge, Metros, Regionalzüge, Signaltechnik, Leit- und Sicherungssysteme, Wartungsservices und schlüsselfertige Bahnprojekte.
  • Energie- und Stromnetzinfrastruktur: Transformatoren, Umspannwerke, Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ), Netzautomatisierung, Schutz- und Steuerungssysteme, Netzstabilitätslösungen und Services zur Modernisierung bestehender Stromnetze.
  • Industrielle Automatisierung: Steuerungstechnik, Antriebe, Sensorik, Robotik, Fertigungs-IT, Industrial IoT-Plattformen und Lösungen zur Produktivitätssteigerung in der diskreten und Prozessindustrie.
  • Informationstechnologie und Digital Services: Cloud- und Rechenzentrumsleistungen, Datenmanagement, Analytics, Cybersicherheitslösungen, Consulting und Implementierung über Plattformen wie Lumada.
  • Aufzüge, Rolltreppen und Gebäudetechnik: Aufzugssysteme, Modernisierung, Wartung und vernetzte Gebäudelösungen.
  • Weitere Industrieprodukte: Maschinenbau, Komponenten für Automotive, medizinische Bildgebung und ausgewählte Konsum- und Elektronikprodukte, wobei letzteres strategisch an Bedeutung verliert.
Diese Breite wird zunehmend unter einer Digitalisierungslogik zusammengeführt, bei der vernetzte Assets und Datenauswertung zusätzliche Mehrwerte generieren.

Business Units und Segmentstruktur

Hitachi strukturiert seine Aktivitäten in mehrere große Geschäftsbereiche, die jedoch in den vergangenen Jahren durch Desinvestitionen, Joint Ventures und Akquisitionen laufend angepasst wurden. Wichtige Einheiten sind:
  • Digital Systems & Services: IT-Services, Cloud, Datenplattformen, Consulting, Enterprise-Lösungen und die Lumada-Digitalplattform.
  • Green Energy & Mobility: Energieübertragung, Netzlösungen, Bahn- und Verkehrssysteme, inklusive rollendem Material und Signalsystemen.
  • Connective Industries: Industrielle Automatisierung, Industrie-IT, Aufzüge und weitere vernetzte Industrieprodukte.
  • Weitere Segmente: Ausgewählte Restaktivitäten, Beteiligungen und nicht dem Kerngeschäft zugeordnete Bereiche, die sukzessive bereinigt oder partnerschaftlich weiterentwickelt werden.
Diese Segmentierung spiegelt die strategische Verlagerung hin zu digitalen, vernetzten und nachhaltigen Infrastrukturlösungen wider und soll Synergien zwischen ehemals getrennten Industrie- und IT-Silos heben.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

Hitachi unterscheidet sich durch die Kombination von Schwerindustrie, Infrastrukturtechnik und fortgeschrittener Digitaltechnologie. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung im Bau sicherheitskritischer Systeme wie Bahn- oder Energieinfrastruktur, gepaart mit eigenen Plattformen für Datenanalyse und IoT. Diese vertikale Integration vom Feldgerät über die Automatisierungsebene bis in die Cloud stellt ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal dar. Hitachi ist in der Lage, komplette End-to-End-Lösungen anzubieten, die sowohl physische als auch digitale Komponenten beinhalten. Die starke Stellung in Japan und die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern, Behörden und Betreibern bieten Referenzen, die in internationalen Ausschreibungen als Qualitätsnachweis fungieren. Zudem verfügt der Konzern über umfangreiche Forschungs- und Entwicklungskapazitäten und ein breites Patentportfolio in Bereichen wie Leistungselektronik, Bahn- und Energietechnik, Datensicherheit und KI-basierte Optimierungssysteme.

Burggräben und strukturelle Moats

Die Burggräben von Hitachi beruhen vor allem auf technologischer Tiefe, Systemkomplexität und hohen Wechselkosten für Kunden. In Infrastrukturbereichen wie Schienenverkehr oder Energieübertragung bestehen lange Projektzyklen, regulatorische Zulassungsanforderungen und sicherheitsrelevante Zertifizierungen. Einmal installierte Systeme werden in der Regel über Jahrzehnte betrieben und erfordern spezialisierte Wartung, die häufig über Originalhersteller wie Hitachi erfolgt. Diese Lock-in-Effekte stärken die Kundenbindung. Hinzu kommt ein Know-how-Vorsprung in der Integration von Hard- und Software in komplexe, kritische Systeme. Die Größe des Konzerns ermöglicht es, hohe Vorlaufkosten für Entwicklung, Test und Zertifizierung zu tragen, was für neue Wettbewerber eine signifikante Eintrittsbarriere darstellt. Langjährige Kundenbeziehungen zu Regierungen, öffentlichen Stellen und Großkonzernen stabilisieren die Auftragslage und schaffen Zugang zu großvolumigen Projekten, die nur wenigen globalen Playern offenstehen.

Wettbewerbsumfeld und Hauptkonkurrenten

Hitachi steht in einem intensiven globalen Wettbewerb, der je nach Geschäftsbereich von unterschiedlichen Akteuren geprägt ist. Im Bahnsektor konkurriert Hitachi unter anderem mit Siemens Mobility, Alstom, Stadler und chinesischen Anbietern im Hochgeschwindigkeits- und Metrosegment. In der Energie- und Netztechnik stellt insbesondere die Konkurrenz durch Unternehmen wie Mitsubishi Electric, Toshiba, Siemens Energy, General Electric und ABB eine zentrale Referenz dar. Im Bereich industrielle Automatisierung und Industrie-IT trifft Hitachi auf globale Player wie Schneider Electric, Rockwell Automation und andere Automatisierungsspezialisten. Im IT- und Digital-Service-Geschäft konkurriert der Konzern mit internationalen Systemhäusern und Cloud-Anbietern, darunter japanische und globale IT-Dienstleister. Dieses vielschichtige Wettbewerbsumfeld erfordert fortlaufende Innovationsanstrengungen, enge Kundenkooperation und eine klare Positionierung über Zuverlässigkeit, Systemsicherheit und langfristige Servicekompetenz.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Unternehmensführung von Hitachi ist traditionell stark in der japanischen Corporate-Governance-Kultur verankert, hat sich jedoch in den vergangenen Jahren schrittweise internationalisiert. Die Konzernleitung verfolgt eine klare Portfoliostrategie: Konzentration auf Kernfelder mit hoher Wertschöpfungstiefe und Wiederkehrcharakter, Veräußerung oder Partnerschaftsmodelle in nicht-strategischen Randbereichen sowie stärkere Fokussierung auf Cashflow-Qualität und Kapitaldisziplin. Die Integration ehemals separater Geschäftsbereiche zu übergreifenden Einheiten wie Digital Systems & Services und Connective Industries verdeutlicht den Anspruch, Silos zu überwinden und Synergien zu realisieren. Gleichzeitig wird verstärkt auf Partnerschaften, Joint Ventures und Akquisitionen gesetzt, um Kompetenzen in Wachstumsfeldern wie Cloud, Datenanalyse und globaler Bahntechnik auszubauen. Für konservative Anleger ist relevant, dass die Führungsebene ihren Fokus von reiner Größe und Diversifikation hin zu Ertragsqualität, Effizienzsteigerung und ausgewogener Risikostruktur verschiebt.

Branchen- und Regionenanalyse

Hitachi ist in mehreren strukturell wichtigen Branchen aktiv: Energieinfrastruktur, Bahn- und Verkehrstechnik, industrielle Automation sowie IT- und Digitalservices. Diese Sektoren profitieren langfristig von Megatrends wie Urbanisierung, Dekarbonisierung, Digitalisierung industrieller Prozesse und Infrastrukturmodernisierung in reifen und aufstrebenden Märkten. Gleichzeitig sind sie konjunkturabhängig, kapitalintensiv und unterliegen politisch-regulatorischen Einflüssen. Regional ist Hitachi eng mit dem japanischen Markt verwurzelt, wo der Konzern eine starke industrielle Basis, hohe Markenbekanntheit und dichte Kundenbeziehungen besitzt. Zugleich wächst die Bedeutung internationaler Märkte, insbesondere in Europa im Bahngeschäft sowie in Nordamerika und Asien im Energie- und Digitalbereich. Die regionale Diversifikation dämpft länderspezifische Risiken, setzt das Unternehmen jedoch Währungs-, Handels- und geopolitischen Risiken aus. Insgesamt bewegt sich Hitachi in Branchen mit hohen Eintrittsbarrieren, zugleich aber mit starkem Wettbewerbs- und Innovationsdruck.

Unternehmensgeschichte und strategische Entwicklung

Hitachi wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Japan gegründet, ursprünglich als Hersteller elektrischer Maschinen und Ausrüstungen für den Bergbau. Aus dieser Basis entwickelte sich der Konzern schrittweise zu einem breit diversifizierten Industrie- und Technologiekonglomerat mit Aktivitäten von Konsumelektronik über Maschinenbau bis hin zur Kerntechnik. Über Jahrzehnte hinweg war Hitachi ein Prototyp des japanischen Mischkonzerns mit umfangreicher interner Wertschöpfung und enger Verflechtung mit anderen Unternehmen der Hitachi-Gruppe. In den vergangenen Jahren verfolgte das Management jedoch eine tiefgreifende Transformation: Der Rückzug aus margenschwächeren oder nicht-strategischen Segmenten wie bestimmten Elektroniksparten, die Bildung von Joint Ventures in Bereichen wie Energie- oder Schienentechnik und der Ausbau von IT- und Digitaldienstleistungen stehen für diesen Wandel. Die strategische Neupositionierung als Anbieter von Social Innovation-Lösungen, der Industrie, Infrastruktur und Digitalisierung verzahnt, markiert einen deutlichen Bruch mit der früheren Rolle als breit gestreuter Industriekonzern.

Sonstige Besonderheiten und ESG-Aspekte

Eine Besonderheit von Hitachi liegt in der ausgeprägten Ausrichtung auf Nachhaltigkeits- und ESG-Themen. Der Konzern positioniert seine Lösungen explizit im Kontext von Energieeffizienz, Dekarbonisierung, Ressourcenschonung und resilienten Infrastrukturen. Projekte in den Bereichen emissionsärmerer Verkehr, intelligente Stromnetze, effiziente Fertigungsprozesse und digitale Stadtentwicklung sind zentrale Betätigungsfelder. Gleichzeitig agiert Hitachi in sensiblen Bereichen wie kritischer Infrastruktur, was erhöhte Anforderungen an Governance, Cybersecurity und Compliance mit sich bringt. Die starke Verankerung in Japan führt zu einer traditionell eher vorsichtigen Finanz- und Personalpolitik, langfristigen Beschäftigungsverhältnissen und einem hohen Stellenwert von Stabilität. Für Anleger kann dies eine gewisse Planbarkeit implizieren, gleichzeitig aber auch zu langsameren Reaktionsgeschwindigkeiten in dynamischen Technologiefeldern führen.

Chancen und Risiken aus Sicht konservativer Anleger

Für konservative Investoren bietet Hitachi mehrere potenzielle Chancen. Die Beteiligung an einem breit aufgestellten Industriekonzern mit starker Stellung in kritischer Infrastruktur, industrieller Automatisierung und Digital-Services ermöglicht eine indirekte Partizipation an strukturellen Megatrends wie Elektrifizierung, Urbanisierung, Energie- und Verkehrswende sowie Industrie-4.0-Transformation. Die technologischen Burggräben, die langjährigen Kundenbeziehungen und der hohe Anteil langfristiger Projekte können zu stabileren Cashflows und planbaren Serviceerlösen beitragen. Zudem eröffnet die strategische Fokussierung auf margenstärkere und digital getriebene Geschäftsmodelle theoretisch Spielräume für eine Verbesserung der Profitabilitätsstruktur. Dem stehen jedoch erhebliche Risiken gegenüber. Hitachi ist komplex, sowohl in der Konzernstruktur als auch im Projektgeschäft. Großprojekte bergen Integrations-, Termin- und Kostenrisiken, die sich in Ergebnisvolatilität niederschlagen können. Der intensive Wettbewerb mit globalen Industriekonzernen und Technologiefirmen erfordert kontinuierlich hohe Investitionen in Forschung, Entwicklung und Digitalisierung. Regulierungsänderungen, geopolitische Spannungen, Währungsverschiebungen und eine mögliche Abkühlung der Investitionstätigkeit in Infrastruktur- und Industriebereichen stellen zusätzliche Unsicherheitsfaktoren dar. Für Anleger mit konservativem Profil ist Hitachi daher eher als langfristige, diversifizierende Position in einem breit gestreuten Portfolio einzuordnen, bei der Chancen aus technologischer Stärke und weltweiter Infrastrukturentwicklung gegen die inhärenten Projekt-, Struktur- und Transformationsrisiken sorgfältig abgewogen werden müssen, ohne dass sich daraus eine konkrete Anlageempfehlung ableiten lässt.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 26,90 € / 27,35 €
Spread +1,67%
Schluss Vortag 27,125 €
Gehandelte Stücke 0
Tagesvolumen Vortag -  
Tagestief 27,125 €
Tageshoch 27,125 €
52W-Tief 21,86 €
52W-Hoch 33,135 €
Jahrestief 24,25 €
Jahreshoch 33,135 €

Community: Diskussion zur Hitachi Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Bis 2026 hat sich Hitachi laut dem neuesten Beitrag von einem traditionellen Mischkonzern zu einem stärker fokussierten Infrastruktur-, Energie‑ und Digitalkonzern gewandelt, die Fundamentaldaten und Managementpläne (FY2024/FY2025‑Zahlen, „Inspire 2027“) werden als solide dargestellt, gleichzeitig ist die Aktie nach starkem Kursanstieg (Jahresplus ≈58 %) hoch bewertet, die Dividendenrendite gering (~0,9 %) und übliche Risiken wie Projekt‑Execution, Konjunktur, Währungen, Rohstoffe und Fachkräftemangel werden hervorgehoben.
  • Der Analystenkonsens Ende April 2026 lag bei rund ¥5.807 (Spanne ¥4.600–¥6.700), der Autor sieht einen fairen 12‑Monats‑Bereich von ¥5.400–¥6.100 mit bullischen und bärischen Szenarien und fasst zusammen, dass Hitachi ein qualitativ aufgewerteter, langfristig attraktiver, aber nicht preiswerter Kaufkandidat ist.
  • Ältere Beiträge (2009–2014) reflektieren vor allem kurzfristige Trader‑ und News‑Orientierung mit technischen Kommentaren, Kursbeobachtungen und Meldungen zu Übernahmen, Produkten und Projekten (z. B. Speicher‑Geschäft, Li‑Ion‑Batterien, Energieprojekte) sowie einem Gewinnrückgang 2011 nach der Katastrophe, zeigen jedoch keine durchgehende, einheitliche Fundamentaldiskussion bis zur neueren Neubewertung.
Hinweis
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Hitachi Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 9,78 M ¥
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 971.606 ¥
Jahresüberschuss in Mio. 615.724 ¥
Umsatz je Aktie 2.146,24 ¥
Gewinn je Aktie 135,08 ¥
Gewinnrendite +10,53%
Umsatzrendite +6,29%
Return on Investment +4,63%
Marktkapitalisierung in Mio. 15,1 M ¥
KGV (Kurs/Gewinn) 24,50
KBV (Kurs/Buchwert) 2,58
KUV (Kurs/Umsatz) 1,54
Eigenkapitalrendite +10,53%
Eigenkapitalquote +44,01%

Hitachi News

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Derivate

Hebelprodukte (9)
Knock-Outs 9

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 2
Gesteigert seit 7 Jahren
Keine Senkung seit 7 Jahren
Stabilität der Dividende 0,58 (max 1,00)
Jährlicher 17,61% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 14,13% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 21,36% (auf den Gewinn/FFO)
quote 20,43% (auf den Free Cash Flow)

Dividenden Historie

Datum Dividende
29.09.2025 23,00 ¥
28.03.2025 22,00 ¥
27.09.2024 16,00 ¥
28.03.2024 20,00 ¥
28.09.2023 14,00 ¥
30.03.2023 15,00 ¥
29.09.2022 12,00 ¥
30.03.2022 13,00 ¥
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Hitachi Termine

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Hitachi Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 26,85 +0,94%
26,60 € 30.04.26
Frankfurt 26,90 +1,13%
26,60 € 30.04.26
Hamburg 25,90 -4,07%
27,00 € 30.04.26
München 26,12 -2,54%
26,80 € 30.04.26
Stuttgart 27,00 +1,12%
26,70 € 30.04.26
L&S RT 27,125 0 %
27,125 € 09:30
Nasdaq OTC Other 31,515 $ -3,14%
32,536 $ 01.05.26
Tradegate 27,50 +2,42%
26,85 € 30.04.26
Quotrix 26,65 +0,38%
26,55 € 30.04.26
Gettex 27,29 +2,59%
26,60 € 30.04.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
30.04.26 27,125 -
29.04.26 26,775 -
28.04.26 26,95 -
27.04.26 28,45 -
26.04.26 28,10 -
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 28,10 € -3,47%
1 Monat 25,675 € +5,65%
6 Monate 29,695 € -8,65%
1 Jahr 21,93 € +23,69%
5 Jahre 8,19 € +231,20%

Unternehmensprofil Hitachi

Hitachi Ltd. ist ein diversifizierter japanischer Industriekonzern mit klarer Ausrichtung auf digitale Infrastruktur, industrielle Automatisierung und soziale Innovation. Der Konzern bündelt traditionelle Schwerindustrie-Kompetenzen mit moderner Informations- und Kommunikationstechnologie und adressiert damit Schlüsselbereiche wie Energieversorgung, Fertigungsautomatisierung, Bahn- und Verkehrssysteme, IT-Services sowie Daten- und Cloudlösungen. Im Fokus stehen komplexe B2B- und B2G-Geschäfte mit hohen Eintrittsbarrieren, langfristigen Vertragsstrukturen und systemkritischen Lösungen. Für institutionelle und konservative Privat­anleger ist Hitachi vor allem als breit aufgestellter Technologiekonzern mit starker Verankerung im japanischen Markt und wachsender internationaler Präsenz relevant.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Hitachi basiert auf integrierten Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vieler Infrastruktur- und Industriebranchen. Der Konzern kombiniert Hardware, Software, Engineering-Know-how und Wartungsleistungen zu durchgängigen Systemen. Im Kern stehen vier Werttreiber: erstens die Entwicklung und Fertigung technologisch anspruchsvoller Komponenten und Anlagen, zweitens die Systemintegration zu schlüsselfertigen Infrastrukturprojekten, drittens der Aufbau wiederkehrender Service- und Wartungserlöse und viertens der Ausbau datengetriebener Digital-Services über Plattformen wie Hitachi Lumada. Hitachi agiert hierbei häufig als Generalunternehmer und langfristiger Technologiepartner von Industrieunternehmen, Verkehrsbetreibern, Energieversorgern und öffentlichen Auftraggebern. Der Konzern setzt auf eine Asset-light-Weiterentwicklung in Richtung Software, Analytics und Cloud, ohne die industrielle Basis aufzugeben. Das resultierende Geschäftsmodell ist kapitalintensiv in der Projektanbahnung, zielt jedoch auf langlebige Anlagen, hohe technologische Differenzierung und langlaufende Serviceverträge ab.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Hitachi lässt sich mit dem konzernweit kommunizierten Leitbild der Social Innovation Business zusammenfassen. Der Konzern will wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlichem Nutzen verbinden und konzentriert sich auf die Lösung von Problemen in den Bereichen Urbanisierung, demografischer Wandel, Energiewende, industrielle Produktivität und digitale Transformation. Leitbegriffe wie Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, Resilienz von Infrastrukturen und Lebensqualität in Städten prägen die strategische Ausrichtung. Die langfristige Konzernstrategie zielt darauf ab, industrielles Know-how mit Datenanalyse, künstlicher Intelligenz und Cloud-Kompetenz zu verbinden, um ganzheitliche, skalierbare Plattformlösungen anzubieten. Der Fokus liegt auf profitablerem Wachstum, Portfoliobereinigung nicht-strategischer Aktivitäten und einer stärkeren Internationalisierung, insbesondere in Nordamerika, Europa und ausgewählten asiatischen Märkten.

Produkte und Dienstleistungen

Hitachi deckt ein breites Spektrum industrieller und digitaler Produkte ab. Zentrale Schwerpunkte sind:
  • Schienenverkehrssysteme: Hochgeschwindigkeitszüge, Metros, Regionalzüge, Signaltechnik, Leit- und Sicherungssysteme, Wartungsservices und schlüsselfertige Bahnprojekte.
  • Energie- und Stromnetzinfrastruktur: Transformatoren, Umspannwerke, Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ), Netzautomatisierung, Schutz- und Steuerungssysteme, Netzstabilitätslösungen und Services zur Modernisierung bestehender Stromnetze.
  • Industrielle Automatisierung: Steuerungstechnik, Antriebe, Sensorik, Robotik, Fertigungs-IT, Industrial IoT-Plattformen und Lösungen zur Produktivitätssteigerung in der diskreten und Prozessindustrie.
  • Informationstechnologie und Digital Services: Cloud- und Rechenzentrumsleistungen, Datenmanagement, Analytics, Cybersicherheitslösungen, Consulting und Implementierung über Plattformen wie Lumada.
  • Aufzüge, Rolltreppen und Gebäudetechnik: Aufzugssysteme, Modernisierung, Wartung und vernetzte Gebäudelösungen.
  • Weitere Industrieprodukte: Maschinenbau, Komponenten für Automotive, medizinische Bildgebung und ausgewählte Konsum- und Elektronikprodukte, wobei letzteres strategisch an Bedeutung verliert.
Diese Breite wird zunehmend unter einer Digitalisierungslogik zusammengeführt, bei der vernetzte Assets und Datenauswertung zusätzliche Mehrwerte generieren.

Business Units und Segmentstruktur

Hitachi strukturiert seine Aktivitäten in mehrere große Geschäftsbereiche, die jedoch in den vergangenen Jahren durch Desinvestitionen, Joint Ventures und Akquisitionen laufend angepasst wurden. Wichtige Einheiten sind:
  • Digital Systems & Services: IT-Services, Cloud, Datenplattformen, Consulting, Enterprise-Lösungen und die Lumada-Digitalplattform.
  • Green Energy & Mobility: Energieübertragung, Netzlösungen, Bahn- und Verkehrssysteme, inklusive rollendem Material und Signalsystemen.
  • Connective Industries: Industrielle Automatisierung, Industrie-IT, Aufzüge und weitere vernetzte Industrieprodukte.
  • Weitere Segmente: Ausgewählte Restaktivitäten, Beteiligungen und nicht dem Kerngeschäft zugeordnete Bereiche, die sukzessive bereinigt oder partnerschaftlich weiterentwickelt werden.
Diese Segmentierung spiegelt die strategische Verlagerung hin zu digitalen, vernetzten und nachhaltigen Infrastrukturlösungen wider und soll Synergien zwischen ehemals getrennten Industrie- und IT-Silos heben.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

Hitachi unterscheidet sich durch die Kombination von Schwerindustrie, Infrastrukturtechnik und fortgeschrittener Digitaltechnologie. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung im Bau sicherheitskritischer Systeme wie Bahn- oder Energieinfrastruktur, gepaart mit eigenen Plattformen für Datenanalyse und IoT. Diese vertikale Integration vom Feldgerät über die Automatisierungsebene bis in die Cloud stellt ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal dar. Hitachi ist in der Lage, komplette End-to-End-Lösungen anzubieten, die sowohl physische als auch digitale Komponenten beinhalten. Die starke Stellung in Japan und die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern, Behörden und Betreibern bieten Referenzen, die in internationalen Ausschreibungen als Qualitätsnachweis fungieren. Zudem verfügt der Konzern über umfangreiche Forschungs- und Entwicklungskapazitäten und ein breites Patentportfolio in Bereichen wie Leistungselektronik, Bahn- und Energietechnik, Datensicherheit und KI-basierte Optimierungssysteme.

Burggräben und strukturelle Moats

Die Burggräben von Hitachi beruhen vor allem auf technologischer Tiefe, Systemkomplexität und hohen Wechselkosten für Kunden. In Infrastrukturbereichen wie Schienenverkehr oder Energieübertragung bestehen lange Projektzyklen, regulatorische Zulassungsanforderungen und sicherheitsrelevante Zertifizierungen. Einmal installierte Systeme werden in der Regel über Jahrzehnte betrieben und erfordern spezialisierte Wartung, die häufig über Originalhersteller wie Hitachi erfolgt. Diese Lock-in-Effekte stärken die Kundenbindung. Hinzu kommt ein Know-how-Vorsprung in der Integration von Hard- und Software in komplexe, kritische Systeme. Die Größe des Konzerns ermöglicht es, hohe Vorlaufkosten für Entwicklung, Test und Zertifizierung zu tragen, was für neue Wettbewerber eine signifikante Eintrittsbarriere darstellt. Langjährige Kundenbeziehungen zu Regierungen, öffentlichen Stellen und Großkonzernen stabilisieren die Auftragslage und schaffen Zugang zu großvolumigen Projekten, die nur wenigen globalen Playern offenstehen.

Wettbewerbsumfeld und Hauptkonkurrenten

Hitachi steht in einem intensiven globalen Wettbewerb, der je nach Geschäftsbereich von unterschiedlichen Akteuren geprägt ist. Im Bahnsektor konkurriert Hitachi unter anderem mit Siemens Mobility, Alstom, Stadler und chinesischen Anbietern im Hochgeschwindigkeits- und Metrosegment. In der Energie- und Netztechnik stellt insbesondere die Konkurrenz durch Unternehmen wie Mitsubishi Electric, Toshiba, Siemens Energy, General Electric und ABB eine zentrale Referenz dar. Im Bereich industrielle Automatisierung und Industrie-IT trifft Hitachi auf globale Player wie Schneider Electric, Rockwell Automation und andere Automatisierungsspezialisten. Im IT- und Digital-Service-Geschäft konkurriert der Konzern mit internationalen Systemhäusern und Cloud-Anbietern, darunter japanische und globale IT-Dienstleister. Dieses vielschichtige Wettbewerbsumfeld erfordert fortlaufende Innovationsanstrengungen, enge Kundenkooperation und eine klare Positionierung über Zuverlässigkeit, Systemsicherheit und langfristige Servicekompetenz.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Unternehmensführung von Hitachi ist traditionell stark in der japanischen Corporate-Governance-Kultur verankert, hat sich jedoch in den vergangenen Jahren schrittweise internationalisiert. Die Konzernleitung verfolgt eine klare Portfoliostrategie: Konzentration auf Kernfelder mit hoher Wertschöpfungstiefe und Wiederkehrcharakter, Veräußerung oder Partnerschaftsmodelle in nicht-strategischen Randbereichen sowie stärkere Fokussierung auf Cashflow-Qualität und Kapitaldisziplin. Die Integration ehemals separater Geschäftsbereiche zu übergreifenden Einheiten wie Digital Systems & Services und Connective Industries verdeutlicht den Anspruch, Silos zu überwinden und Synergien zu realisieren. Gleichzeitig wird verstärkt auf Partnerschaften, Joint Ventures und Akquisitionen gesetzt, um Kompetenzen in Wachstumsfeldern wie Cloud, Datenanalyse und globaler Bahntechnik auszubauen. Für konservative Anleger ist relevant, dass die Führungsebene ihren Fokus von reiner Größe und Diversifikation hin zu Ertragsqualität, Effizienzsteigerung und ausgewogener Risikostruktur verschiebt.

Branchen- und Regionenanalyse

Hitachi ist in mehreren strukturell wichtigen Branchen aktiv: Energieinfrastruktur, Bahn- und Verkehrstechnik, industrielle Automation sowie IT- und Digitalservices. Diese Sektoren profitieren langfristig von Megatrends wie Urbanisierung, Dekarbonisierung, Digitalisierung industrieller Prozesse und Infrastrukturmodernisierung in reifen und aufstrebenden Märkten. Gleichzeitig sind sie konjunkturabhängig, kapitalintensiv und unterliegen politisch-regulatorischen Einflüssen. Regional ist Hitachi eng mit dem japanischen Markt verwurzelt, wo der Konzern eine starke industrielle Basis, hohe Markenbekanntheit und dichte Kundenbeziehungen besitzt. Zugleich wächst die Bedeutung internationaler Märkte, insbesondere in Europa im Bahngeschäft sowie in Nordamerika und Asien im Energie- und Digitalbereich. Die regionale Diversifikation dämpft länderspezifische Risiken, setzt das Unternehmen jedoch Währungs-, Handels- und geopolitischen Risiken aus. Insgesamt bewegt sich Hitachi in Branchen mit hohen Eintrittsbarrieren, zugleich aber mit starkem Wettbewerbs- und Innovationsdruck.

Unternehmensgeschichte und strategische Entwicklung

Hitachi wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Japan gegründet, ursprünglich als Hersteller elektrischer Maschinen und Ausrüstungen für den Bergbau. Aus dieser Basis entwickelte sich der Konzern schrittweise zu einem breit diversifizierten Industrie- und Technologiekonglomerat mit Aktivitäten von Konsumelektronik über Maschinenbau bis hin zur Kerntechnik. Über Jahrzehnte hinweg war Hitachi ein Prototyp des japanischen Mischkonzerns mit umfangreicher interner Wertschöpfung und enger Verflechtung mit anderen Unternehmen der Hitachi-Gruppe. In den vergangenen Jahren verfolgte das Management jedoch eine tiefgreifende Transformation: Der Rückzug aus margenschwächeren oder nicht-strategischen Segmenten wie bestimmten Elektroniksparten, die Bildung von Joint Ventures in Bereichen wie Energie- oder Schienentechnik und der Ausbau von IT- und Digitaldienstleistungen stehen für diesen Wandel. Die strategische Neupositionierung als Anbieter von Social Innovation-Lösungen, der Industrie, Infrastruktur und Digitalisierung verzahnt, markiert einen deutlichen Bruch mit der früheren Rolle als breit gestreuter Industriekonzern.

Sonstige Besonderheiten und ESG-Aspekte

Eine Besonderheit von Hitachi liegt in der ausgeprägten Ausrichtung auf Nachhaltigkeits- und ESG-Themen. Der Konzern positioniert seine Lösungen explizit im Kontext von Energieeffizienz, Dekarbonisierung, Ressourcenschonung und resilienten Infrastrukturen. Projekte in den Bereichen emissionsärmerer Verkehr, intelligente Stromnetze, effiziente Fertigungsprozesse und digitale Stadtentwicklung sind zentrale Betätigungsfelder. Gleichzeitig agiert Hitachi in sensiblen Bereichen wie kritischer Infrastruktur, was erhöhte Anforderungen an Governance, Cybersecurity und Compliance mit sich bringt. Die starke Verankerung in Japan führt zu einer traditionell eher vorsichtigen Finanz- und Personalpolitik, langfristigen Beschäftigungsverhältnissen und einem hohen Stellenwert von Stabilität. Für Anleger kann dies eine gewisse Planbarkeit implizieren, gleichzeitig aber auch zu langsameren Reaktionsgeschwindigkeiten in dynamischen Technologiefeldern führen.

Chancen und Risiken aus Sicht konservativer Anleger

Für konservative Investoren bietet Hitachi mehrere potenzielle Chancen. Die Beteiligung an einem breit aufgestellten Industriekonzern mit starker Stellung in kritischer Infrastruktur, industrieller Automatisierung und Digital-Services ermöglicht eine indirekte Partizipation an strukturellen Megatrends wie Elektrifizierung, Urbanisierung, Energie- und Verkehrswende sowie Industrie-4.0-Transformation. Die technologischen Burggräben, die langjährigen Kundenbeziehungen und der hohe Anteil langfristiger Projekte können zu stabileren Cashflows und planbaren Serviceerlösen beitragen. Zudem eröffnet die strategische Fokussierung auf margenstärkere und digital getriebene Geschäftsmodelle theoretisch Spielräume für eine Verbesserung der Profitabilitätsstruktur. Dem stehen jedoch erhebliche Risiken gegenüber. Hitachi ist komplex, sowohl in der Konzernstruktur als auch im Projektgeschäft. Großprojekte bergen Integrations-, Termin- und Kostenrisiken, die sich in Ergebnisvolatilität niederschlagen können. Der intensive Wettbewerb mit globalen Industriekonzernen und Technologiefirmen erfordert kontinuierlich hohe Investitionen in Forschung, Entwicklung und Digitalisierung. Regulierungsänderungen, geopolitische Spannungen, Währungsverschiebungen und eine mögliche Abkühlung der Investitionstätigkeit in Infrastruktur- und Industriebereichen stellen zusätzliche Unsicherheitsfaktoren dar. Für Anleger mit konservativem Profil ist Hitachi daher eher als langfristige, diversifizierende Position in einem breit gestreuten Portfolio einzuordnen, bei der Chancen aus technologischer Stärke und weltweiter Infrastrukturentwicklung gegen die inhärenten Projekt-, Struktur- und Transformationsrisiken sorgfältig abgewogen werden müssen, ohne dass sich daraus eine konkrete Anlageempfehlung ableiten lässt.
Stand: April 2026
Hinweis

Hitachi Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Hitachi Kursziel 2026

  • Die Hitachi Kurs Performance für 2026 liegt bei +1,33%. Die Performance der Benchmark Nikkei 225 liegt bei +18,30%. Underperformance: Die Hitachi Kurs Performance ist um -16,97 Prozentpunkte niedriger als die Performance des Nikkei 225.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 119,13 Mrd. €
Aktienanzahl 4,60 Mrd.
Streubesitz 55,40%
Währung EUR
Land Japan
Sektor Industrie
Branche Industriekonglomerate
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+44,60% Weitere
+55,40% Streubesitz

Community-Beiträge zu Hitachi

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MrTrillion3
JP3788600009 - Hitachi

Hitachi ist für mich auf den Stand vom 17.04.2026 kein klassischer Mischkonzern mehr, sondern ein sehr gut positionierter Infrastruktur-, Energie- und Digitalwert mit klar besserer Qualität als das alte, historisch oft unübersichtliche Konglomerat. Wichtig ist aber: Für diesen Stichtag lagen die letzten offiziellen Unternehmenszahlen noch nicht als Gesamtjahresabschluss FY2025 vor; offiziell verfügbar waren vor allem die Q3-Zahlen per 29.01.2026 samt angehobener FY2025-Prognose, während der Aktienkurs am 17.04.2026 bei ¥5.157 lag. Die Aktie war damit bereits stark gelaufen, hatte auf Jahressicht rund 58,2 % zugelegt und handelte trotz des Rücksetzers nur rund 14,6 % unter dem 52-Wochen-Hoch von ¥6.039. (Hitachi)

Zur Kurzvorstellung der Geschäftsfelder: Hitachi ist heute in vier Hauptsektoren organisiert, nämlich Digital Systems & Services, Energy, Mobility und Connective Industries; dazu kommt der Strategic SIB-Bereich für neue Wachstumsfelder. Im operativen Bild heißt das: Hitachi verkauft nicht einfach nur Hardware, sondern verbindet IT, OT und physische Produkte zu Lösungen für Stromnetze, Rechenzentren, Bahn- und Signalsysteme, industrielle Automatisierung, Gebäude, Messtechnik, Halbleiter- und Diagnostiksysteme. Genau diese Struktur ist der Kern des heutigen Investment-Case. (Hitachi)

Historisch ist Hitachi ein sehr altes Industrieunternehmen. Gründer Namihei Odaira baute 1910 den ersten Motor im Bergwerk, 1911 begann das eigentliche Elektromaschinengeschäft, und 1920 wurde Hitachi als eigenständige Gesellschaft organisiert. Für Anleger wichtiger als die Frühgeschichte ist aber der Umbau der letzten Jahre: Hitachi hat sich systematisch von vielen Randaktivitäten getrennt, 2020 ABBs Power-Grids-Geschäft übernommen, 2021 GlobalLogic gekauft und sich damit gezielt in Richtung Digital-Services, Datenanalyse und Energieinfrastruktur verschoben. Das ist der Grund, warum der Konzern heute strukturell deutlich attraktiver wirkt als noch vor zehn oder fünfzehn Jahren. (Hitachi)

Fundamental sieht das stark aus. Für FY2024 meldete Hitachi ¥9,7833 Bio. Umsatz, eine Adj.-EBITA-Marge von 11,1 %, ¥615,7 Mrd. Nettogewinn, EPS von ¥133, Core FCF von ¥1,8 Bio. und einen ROIC von 10,9 %. Die Bilanz war dabei robust: offiziell lag das D/E-Verhältnis per März 2024 bei 0,20 und die Eigenkapitalquote bei 46,7 %. Für FY2025 hob Hitachi im Januar 2026 die Prognose auf ¥10,5 Bio. Umsatz, ¥1,26 Bio. Adj. EBITA, 12,0 % Marge, ¥760 Mrd. Nettogewinn, EPS von ¥167,40, Core FCF von ¥1,0 Bio. und 11,8 % ROIC an. Das ist kein Turnaround mehr, sondern bereits eine Phase solider, profitabler Skalierung. (Hitachi)

Bei der Dividende ist Hitachi ordentlich, aber nicht spektakulär. Die offizielle Dividendenpolitik lautet auf stabile Ausschüttungen unter Berücksichtigung von Ergebnis, Finanzlage und Ausschüttungsquote; zusätzlich kauft Hitachi flexibel eigene Aktien zurück. Auf der offiziellen Historienseite waren für den Stichtag die letzten ausgewiesenen Zahlungen ¥21 (Interim FY2024), ¥22 (Jahresende FY2024) und ¥23 (Interim FY2025). Rechnet man für die letzten ausgeschütteten zwölf Monate mit ¥22 plus ¥23 und setzt das ins Verhältnis zum Kurs von ¥5.157, kommt man nur auf rund 0,87 % Rendite. Das ist der entscheidende Punkt: Hitachi ist kein Dividendenwert, sondern ein Wachstums- und Qualitätswert, der Ausschüttungen nur als Beiprodukt liefert. (Hitachi)

Die mittelfristigen Aussichten für die nächsten fünf bis fünfzehn Jahre sind aus meiner Sicht gut bis sehr gut. Der offizielle Managementplan „Inspire 2027“ zielt von FY2024 bis FY2027 auf 7–9 % Umsatz-CAGR, 13–15 % Adj.-EBITA-Marge, über 90 % Cash-Conversion und 12–13 % ROIC. Gleichzeitig soll der Lumada-Anteil am Umsatz auf 50 % steigen, bei 18 % Lumada-Marge. Das passt zu den operativen Treibern: Im Q3-Ausblick 2026 wurden Energy, Mobility und Connective Industries nach oben genommen; besonders stark lief Energy dank Power Grids. Dazu kommen strukturelle Rückenwinde durch Netzmodernisierung, Dekarbonisierung und den Stromhunger von Rechenzentren. Hitachi selbst sieht in den relevanten Digitalmärkten 2024–2027 ein Wachstum von 13–20 % p.a.; Hitachi Energy investiert laut FT zusätzlich massiv in Kapazitäten, während der Auftragsbestand in drei Jahren auf 43 Mrd. US-Dollar gestiegen war. (Hitachi)

Die Schwächen liegen trotzdem offen auf dem Tisch. Erstens ist die Aktie nicht mehr billig: Am 17.04.2026 lag die Marktkapitalisierung bei rund ¥23,33 Bio., der Enterprise Value bei rund ¥22,86 Bio. und das Trailing-KGV bei etwa 30,9; auf Basis der FY2025-EPS-Prognose von ¥167,40 kommt man ebenfalls auf rund 30,8-mal Gewinn. Zweitens ist Hitachi trotz des Qualitätsanstiegs immer noch ein projektlastiger Konzern; bei Energie-, Bahn- und Industriegroßprojekten können Ausführung, Kosten und Timing schiefgehen. Drittens nennt das Unternehmen selbst als Risiken unter anderem Konjunktur, Währungen, Rohstoffe, Regulierung, Cyberrisiken und Fachkräftemangel. Viertens ist die Stromnetz-Story zwar stark, aber inzwischen jedem bekannt; der Markt bezahlt also längst Vorschusslorbeeren. (Yahoo Finance)

Zu den Kurszielen muss man sauber trennen. Belastbare 12-Monats-Ziele gibt es als Analystenkonsens: 14 Analysten lagen im Mittel bei ¥5.807, mit einer Spanne von ¥4.600 bis ¥6.700. Das ist eine vernünftige Orientierung. Meine eigene Einschätzung ist leicht konservativer: Solange Hitachi die FY2025/FY2027-Linie hält, sehe ich eher einen fairen Bereich von etwa ¥5.400 bis ¥6.100 für die nächsten zwölf Monate; die bullische Variante bis etwa ¥6.700 ist drin, wenn Energy und Lumada weiter positiv überraschen, die bärische Variante Richtung ¥4.600 kommt ins Spiel, wenn die Bewertung zusammenläuft oder Großprojekte enttäuschen. Für echte 5-, 10- oder 15-Jahres-Punktziele habe ich keine verlässliche Information; alles andere wäre geraten. Was ich belastbar sagen kann: Wenn Hitachi seine eigenen 2027-Ziele weitgehend erreicht und die Mischung aus Grid, Rail, Data/AI und Industrie-Software hält, ist die Aktie auf lange Sicht eher ein Kandidat für weiteres Wertwachstum als für Stagnation. (MarketScreener)

Mein Fazit ist deshalb klar: Hitachi ist ein qualitativ stark aufgewerteter japanischer Blue Chip mit guten bis sehr guten Langfristaussichten, robuster Bilanz, starken Cashflows und echten strukturellen Rückenwinden in Energieinfrastruktur und digitaler Industrialisierung. Die Aktie ist für mich kaufwürdig, aber nicht billig. Wer heute einsteigt, kauft keinen unterbewerteten Sanierungsfall mehr, sondern einen bereits entdeckten Qualitätswert. Das drückt die künftige Renditeerwartung etwas, ändert aber nichts daran, dass Hitachi auf Sicht vieler Jahre ein überzeugendes Unternehmen ist. (Hitachi)

Autor: ChatGPT

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Steppenwolf_1977
Seit 12 Jahren kein neuer Beitrag....
...dabei ist der Chart von Hitachi ein absoluter Traum!
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Trinkfix
zu #18
http://www.godmode-trader.de/nachricht/Hitachi-Da-muss-noch-mehr-kommen,a2886401,b613.html
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Trinkfix
Da muss noch mehr kommen
von Alexander Wiederhold Sonntag 29.07.2012, 19:56 Uhr Download - + Hitachi - ISIN: JP3788600009 Börse: Tokyo in japanischen Yen / Kursstand: 454,00 Yen Die Aktie von Hitachi hatte im Mai ihren Abverkauf fortgesetzt und bei 420,00 Yen an einer fallenden Trendlinie ein Tief ausgebildet, von dem sie danach bis auf 500,00 Yen zurückspringen konnte. Bei 492,00 Yen hatte bereits eine historische Widerstandslinie, ein Abbremsen des Aufstiegs vermuten lassen. So kam es zu einem erneuten Rücksetzer, der inzwischen durch eine Serie zögerlicher Doji-Kerzen wieder abgemildert wurde. Wie eine echte Wende nach oben sieht dies jedoch noch nicht aus. Erst wenn der Kurs über 460,00 Yen steigen kann, hätte er mit dem 200-Tage-Durchschnitt (rot) ein weiteres Hindernis überwunden und damit seinen Anspruch auf die Rückkehr zu 492,00 Yen und die darüber liegende runde Hunderterschwelle unterstrichen. Eine Wende unter 443,00 Yen wäre dagegen ein schlechtes Zeichen für die Bullen. Der Kurs könnte dann zumindest wieder in den Bereich seines letzten Tiefs bei 420,00 Yen fallen.
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Häufig gestellte Fragen zur Hitachi Aktie und zum Hitachi Kurs

Der aktuelle Kurs der Hitachi Aktie liegt bei 27,125 €.

Für 1.000€ kann man sich 36,87 Hitachi Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Hitachi Aktie lautet HTHIF.

Die 1 Monats-Performance der Hitachi Aktie beträgt aktuell 5,65%.

Die 1 Jahres-Performance der Hitachi Aktie beträgt aktuell 23,69%.

Der Aktienkurs der Hitachi Aktie liegt aktuell bei 27,125 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 5,65% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Hitachi eine Wertentwicklung von -7,66% aus und über 6 Monate sind es -8,65%.

Das 52-Wochen-Hoch der Hitachi Aktie liegt bei 33,13 €.

Das 52-Wochen-Tief der Hitachi Aktie liegt bei 21,86 €.

Das Allzeithoch von Hitachi liegt bei 14.104.900 €.

Das Allzeittief von Hitachi liegt bei 0,03 €.

Die Volatilität der Hitachi Aktie liegt derzeit bei 30,16%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Hitachi in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 119,13 Mrd. €

Insgesamt sind 4.558,4 Mio Hitachi Aktien im Umlauf.

Am 27.06.2024 gab es einen Split im Verhältnis 1:5.

Am 27.06.2024 gab es einen Split im Verhältnis 1:5.

Hitachi hat seinen Hauptsitz in Japan.

Hitachi gehört zum Sektor Industriekonglomerate.

Das KGV der Hitachi Aktie beträgt 24,50.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Hitachi betrug 9,783 Bio JPY.

Ja, Hitachi zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 29.09.2025 eine Dividende in Höhe von 23,00 ¥ (0,13 €) gezahlt.

Zuletzt hat Hitachi am 29.09.2025 eine Dividende in Höhe von 23,00 ¥ (0,13 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Hitachi wurde am 29.09.2025 in Höhe von 23,00 ¥ (0,13 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 29.09.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 23,00 ¥ (0,13 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.