Zinssteuer statt Vermögensteuer im Gespräch
Das Bundesfinanzministerium bastelt an einer Alternative zu der umstrittenen Wiedereinführung der Vermögensteuer. Mit einer Pauschalsteuer auf Kapitalerträge sollen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.
Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte sich scharf gegen die Vermögensteuer ausgesprochen und war damit auf Konfliktkurs zum niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel gegangen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, suchen die beiden SPD-Politiker nun nach einer Kompromisslösung.
Das Bundesfinanzministerium bestätigte am Samstag, dass es Pläne für die Einführung einer Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge gibt. Über Details wie die Höhe der geplanten Steuersätze und andere Instrumente, sagte eine Ministeriumssprecherin aber nichts. Auch könne sie Medien-Berichte nicht bestätigen, dass ein Konzept bereits am Montag vorgestellt werden solle. Wie "Berliner Zeitung" und die "Süddeutsche" berichten, soll die Abgeltungssteuer den heutigen Zinsabschlag von 30 Prozent ersetzen. Damit würden die bislang geplanten Kontrollmitteilungen der Banken an den Fiskus entfallen.
Bislang werden Einnahmen aus Kapitalerträgen nachträglich mit dem persönlichen Steuersatz berechnet und können damit auch über bzw. unter 30 Prozent liegen. Mit der Abschlagsteuer, die von den Banken abgeführt wird, wäre die Steuerschuld beglichen. Auf diese Weise will die Bundesregierung auch Schwarzgeld aus dem Ausland zurückholen.
Weil offenbar geplant ist, die Länder an den Einnahmen zu beteiligen, könnte dies auch Konflikt über die Vermögensteuer entschärfen. Gabriel hatte für die Vermögensteuer plädiert, weil zusätzliche Mittel für Bildungsausgaben nötig seien. Der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe) sagte der SPD-Politiker: "Der Kanzler und ich sind uns einig über das Ziel, dass in der Bildungsfinanzierung dringend noch etwas getan werden muss. Da werden wir einen gemeinsamen Weg finden. Die Dinge sind im Fluss."
Das Bundesfinanzministerium bastelt an einer Alternative zu der umstrittenen Wiedereinführung der Vermögensteuer. Mit einer Pauschalsteuer auf Kapitalerträge sollen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.
Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte sich scharf gegen die Vermögensteuer ausgesprochen und war damit auf Konfliktkurs zum niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel gegangen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, suchen die beiden SPD-Politiker nun nach einer Kompromisslösung.
Das Bundesfinanzministerium bestätigte am Samstag, dass es Pläne für die Einführung einer Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge gibt. Über Details wie die Höhe der geplanten Steuersätze und andere Instrumente, sagte eine Ministeriumssprecherin aber nichts. Auch könne sie Medien-Berichte nicht bestätigen, dass ein Konzept bereits am Montag vorgestellt werden solle. Wie "Berliner Zeitung" und die "Süddeutsche" berichten, soll die Abgeltungssteuer den heutigen Zinsabschlag von 30 Prozent ersetzen. Damit würden die bislang geplanten Kontrollmitteilungen der Banken an den Fiskus entfallen.
Bislang werden Einnahmen aus Kapitalerträgen nachträglich mit dem persönlichen Steuersatz berechnet und können damit auch über bzw. unter 30 Prozent liegen. Mit der Abschlagsteuer, die von den Banken abgeführt wird, wäre die Steuerschuld beglichen. Auf diese Weise will die Bundesregierung auch Schwarzgeld aus dem Ausland zurückholen.
Weil offenbar geplant ist, die Länder an den Einnahmen zu beteiligen, könnte dies auch Konflikt über die Vermögensteuer entschärfen. Gabriel hatte für die Vermögensteuer plädiert, weil zusätzliche Mittel für Bildungsausgaben nötig seien. Der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe) sagte der SPD-Politiker: "Der Kanzler und ich sind uns einig über das Ziel, dass in der Bildungsfinanzierung dringend noch etwas getan werden muss. Da werden wir einen gemeinsamen Weg finden. Die Dinge sind im Fluss."