TecDAX-Schluss: Schwächer, Dialog gewinnt fast 17 Prozent
Die deutschen Technologiewerte mussten bis zum Dienstagabend Kursverluste hinnehmen. Trotz eines freundlichen Handelsauftakts und der guten US-Vorgaben konnte die positive Stimmung nicht gehalten werden. Bis zum Handelsende verlor der TecDAX 0,60 Prozent auf 539,06 Zähler.
Am Abend tendierten die TecDAX-Werte mehrheitlich leichter. An der Spitze des Index standen heute die Aktien von Dialog (+16,9 Prozent), Software AG (+4,7 Prozent), SÜSS (+3,7 Prozent) und United Internet (+2,7 Prozent). Die Software AG und United Internet hatten heute bzw. gestern Zahlen vorgelegt. Die anderen Werte konnten ohne aktuelle Nachrichten zulegen. Bei Dialog wurde ein charttechnischer Ausbruch als Auslöser für den Kurssprung genannt.
Die Verliererseite wurde von MorphoSys, JENOPTIK, QIAGEN, Evotec OAI und SolarWorld mit Abschlägen von 3,3 bis 4,7 Prozent angeführt. Der Biotech-Wert QIAGEN musste angesichts der heutigen Zahlen Kursverluste hinnehmen. Die höchsten Umsätze konnten heute die Papiere von QIAGEN, SolarWorld und Software AG auf sich verbuchen.
Schlussstand von 17.40 Uhr TecDAX: 539,06 Punkte (-0,60 Prozent)
Tagesgewinner: Dialog, Software AG, SÜSS
Tagesverlierer: MorphoSys, JENOPTIK, QIAGEN
Unternehmensnachrichten:
Die Software AG gab heute bekannt, dass sie im Jahr 2004 einen Umsatz von 411,4 Mio. Euro nach 420,0 Mio. Euro im Vorjahr erwirtschaftet hat. Währungsbereinigt erhöhte sich der Umsatz leicht um 0,5 Prozent. Das operative EBIT stieg um 42 Prozent auf 83,9 Mio. Euro, was einer Umsatzrendite von 20,4 Prozent entspricht. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf 111,7 Mio. Euro, worin außerordentliche Erträge in Höhe von 24,5 Mio. Euro aus dem Verkauf des verbliebenen Anteils an der SAP Systems Integration AG (SAP SI) enthalten sind. Der Nettogewinn wuchs von 7,1 Mio. Euro auf 77,2 Mio. Euro, der Gewinn pro Aktie entsprechend von 0,26 Euro auf 2,83 Euro, einschließlich 0,88 Euro aus den SAP-SI-Anteilen. Das Unternehmen wird der Hauptversammlung eine Dividendenzahlung in Höhe von 0,75 Euro vorschlagen, was einer Rendite von 3,25 Prozent basierend auf dem durchschnittlichen Aktienkurs im Jahr 2004 entspricht. Währungsbereinigt war der Umsatz im vierten Quartal mit 112,8 Mio. Euro stabil, das operative EBIT betrug 23,6 Mio. Euro und der Nettogewinn 15,3 Mio. Euro (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro).
Das niederländische Biotech-Unternehmen QIAGEN, ein Anbieter von Technologien und Produkten zur Separation, Aufreinigung und Handhabung von Nukleinsäuren und Proteinen, konnte seine Ergebnisse im Schlussquartal sowie im Gesamtjahr 2004 verbessern. Im vierten Quartal 2004 wuchsen die konsolidierten Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal von 95,1 Mio. Dollar auf 95,5 Mio. Dollar. Bereinigt um den verkauften Geschäftsbereich synthetische DNA stieg der konsolidierte Umsatz um 13 Prozent. Das operative Ergebnis erhöhte sich von 16,2 Mio. Dollar im Vorjahresquartal um 38 Prozent auf 22,3 Mio. Dollar und der konsolidierte Gewinn stieg von 9,0 Mio. Dollar oder 6 Cents je Aktie um 76 Prozent auf 15,8 Mio. Dollar bzw. 11 Cents pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte stieg das operative Ergebnis um 6 Prozent von 21,3 Mio. auf 22,6 Mio. Dollar und der konsolidierte Gewinn um 26 Prozent von 13,0 Mio. Dollar oder 9 Cents je Aktie auf 16,4 Mio. Dollar bzw. 11 Cents pro Anteilschein im vierten Quartal 2004. Im Gesamtjahr wuchsen die konsolidierten Umsätze um 8 Prozent auf 380,6 Mio. Dollar, nach 351,4 Mio. Dollar in 2003. Bereinigt um den Geschäftsbereich synthetische DNA kletterten die Umsatzerlöse um 17 Prozent von 309,2 Mio. auf 360,3 Mio. Dollar. Das berichtete operative Ergebnis stieg im Vorjahresvergleich um 22 Prozent von 68,9 Mio. auf 84,1 Mio. Dollar und der konsolidierte Gewinn stieg um 14 Prozent von 42,9 Mio. Dollar oder 29 Cents je Aktie in 2003 auf 48,7 Mio. Dollar bzw. 33 Cents pro Aktie in 2004. Bereinigt um Sondereffekte kletterte das operative Ergebnis um 19 Prozent von 75,6 Mio. auf 90,0 Mio. Dollar, während der konsolidierte Gewinn um 23 Prozent von 46,4 Mio. Dollar oder 32 Cents pro Aktie auf 57,3 Mio. Dollar bzw. 39 Cents je Anteilschein zulegte.
Die ADVA AG Optical Networking gab heute die vorläufigen Umsatzzahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2004 bekannt. Demnach konnte das Unternehmen den Umsatz im Gesamtjahr um rund 13 Prozent steigern. Die Proforma Betriebsergebnis-Marge reduzierte sich dagegen etwas. Für das vierte Quartal geht ADVA von einem Umsatz von 27 bis 28 Mio. Euro aus. Im Gesamtjahr 2004 entspricht dies einem Umsatzanstieg auf 102 bis 103 Mio. Euro. Entsprechend dem jeweiligen durchschnittlichen Wechselkurs während dieser Zeiträume stieg der Umsatz im vierten Quartal 2004 auf 35 bis 36 Mio. Dollar bzw. für das Gesamtjahr 2004 auf 127 bis 128 Mio. Dollar. Die Proforma Betriebsergebnis-Marge reduzierte sich im Rahmen der Prognosen auf etwa 7 Prozent vom Umsatz. Diese Entwicklung resultiert nach Unternehmensangaben aus der strategischen Preisgestaltung für verschiedene große Projekte bei Schlüsselkunden. Für das Gesamtjahr 2004 lag die Proforma Betriebsergebnis-Marge bei etwa 12 Prozent. ADVA wird die geprüften Geschäftsergebnisse nach US GAAP für das am 31. Dezember 2004 abgelaufene vierte Quartal und das Gesamtjahr 2004 am 10. März 2005 vorlegen. Für das erste Quartal 2005 erwartet ADVA einen Umsatzanstieg auf 27 bis 30 Mio. Euro und für das Gesamtjahr 2005 ein Umsatzwachstum von 13 bis 23 Prozent. Die weitere Verfolgung der aggressiven Strategie im Wettbewerb um neue Kundenprojekte sowie die Nutzung neuer Marktchancen und Investitionen in die Ausweitung der globalen Präsenz von ADVA sollen nach Unternehmensangaben in Proforma Betriebsergebnis-Margen von 5 bis 8 Prozent im ersten Quartal 2005 und von 7 bis 10 Prozent im Gesamtjahr 2005 nach US GAAP resultieren.
Die CENIT AG Systemhaus hat heute die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2004 vorgelegt. Demnach konnte das Unternehmen bei Umsatz und Ergebnis deutlich zulegen. Der Vorstand der Gesellschaft geht nach einer ersten Analyse der Geschäftsergebnisse 2004 und vorbehaltlich des Testats der Wirtschaftsprüfer davon aus, dass im Geschäftsjahr 2004 ein Umsatz von ca. 74,9 Mio. Euro erreicht wurde. Im Vorjahr hatte der Umsatz noch bei 70,5 Mio. Euro gelegen. Ein starkes Wachstum im Beratungsgeschäft und der bewusste Verzicht darauf, Umsatz über den Preis zu generieren, haben daneben für einen signifikanten Ertragssprung gesorgt. Der Rohertrag kletterte um 11 Prozent auf 48 Mio. Euro (2003: 43,2 Mio. Euro). Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Berichtszeitraum von 2,5 Mio. Euro in 2003 um über 203 Prozent auf etwa 7,5 Mio. Euro. Aufgrund des guten Geschäftsverlaufs werden Vorstand und Aufsichtsrat der diesjährigen Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 30 Cent je Aktie an die Aktionäre auszuschütten. Für das Jahr 2005 erwartet CENIT ein profitables Wachstum und den weiteren Ausbau des Beratungsgeschäfts für Product Lifecycle Management, Enterprise Content Management und Outsourcing. Der Vorstand erwartet für 2005 einen Konzernumsatz von 77 Mio. Euro, einen Rohertrag von 51 Mio. Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 7,3 Mio. Euro. Die detaillierte Veröffentlichung der Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2004 erfolgt im Rahmen einer Pressekonferenz am 22. März.