Zentralbanken fluten Finanzsystem frischen Dollar


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polo10:

Zentralbanken fluten Finanzsystem frischen Dollar

5
29.09.08 17:22
Die US-Notenbank öffnet die Dollar-Schleusen sperrangelweit. Wegen der sich zuspitzenden Finanzkrise verabredeten die Fed und neun weitere Zentralbanken, darunter auch die Europäische Zentralbank (EZB), am Montag eine massive Aufstockung von Dollar-Liquidität. Im Zuge so genannter Devisen Swaps stehen somit in den wichtigsten Volkswirtschaften außerhalb der USA 620 Milliarden Dollar zur Verfügung. Die Notenbanken können dieses Geld verwenden, um ein Austrocknen der Geldmärkte zu verhindern und den Banken die Refinanzierung auf den wegen des zunehmenden Misstrauens quasi leer gefegten Märkten zu ermöglichen.

An der koordinierten Aktion unter Führung der Fed sind neben der EZB auch die Zentralbanken Englands, Japans, Kanadas, Australiens, der Schweiz und Skandinaviens beteiligt. Bislang hatte die Summe der verfügbaren Dollarbeträge bei 290 Milliarden gelegen. Zusätzlich stockte die Fed auch Kreditlinien für die heimischen Banken in den USA auf.

Bereits am Morgen hatten mehrere Zentralbanken von den zuvor bereits zugesagten Dollarbeträgen Gebrauch gemacht und zusammen mit viel frischem Geld in eigener Währung zum wiederholten Mal Milliarden bereitgestellt. Alleine die Europäische Zentralbank pumpte am Montag 120 Milliarden Euro in den Markt, um die Liquidität im europäischen Bankensystem zu sichern. Auch in Großbritannien, Asien und Australien reichten die Zentralbanken hohe Summen an die Banken aus. Die Finanzkrise hatte am Wochenende weitere Kreditinstitute in Europa in Schwierigkeiten gebracht.

So musste der deutsche Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate mit Milliardenkrediten anderer Banken und Staatsgarantien gerettet werden. Das Münchner Unternehmen ist damit der erste Dax-Konzern, der wegen der Finanzkrise ins Straucheln geriet. Auch der belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis erhielt Milliardensummen von den Regierungen der Benelux-Staaten, die britische Hypothekenbank Bradford & Bingley wird verstaatlicht.

In den USA hatte die Regierung zuletzt zahlreiche Banken vor dem Aus retten müssen. Mit einem Rettungspaket im Volumen von 700 Milliarden Dollar soll nun die Finanzbranche gestützt werden. Die Kreditinstitute sind auch wegen der Engpässe am Geldmarkt in Schieflage geraten. Nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers vor zwei Wochen ist die Kreditvergabe unter den Banken weitgehend versiegt, weil die Institute ihre Liquidität horten. Die Notenbanken haben seither die Aufgaben des Geldmarktes zum Teil übernommen und Milliardenbeträge in das System gepumpt.

Allein am Montag stellte die Bank von Japan für die japanischen Kreditinstitute umgerechnet 12,4 Milliarden Euro bereit. Die australische Notenbank folgte mit umgerechnet 1,5 Milliarden Euro, die Bank von England mit 40 Milliarden Pfund.

Die EZB kündigte an, einen zusätzlichen Euro-Tender bis mindestens über das Jahresende hinaus zu verlängern. Insgesamt hatten sich 210 Banken für das Zentralbankgeld mit einer Laufzeit von 38 Tagen beworben. Für die 30 Milliarden Dollar der EZB boten 42 Banken; insgesamt wurden Gebote für etwa 57 Milliarden Dollar eingereicht. Der Zinssatz lag bei drei Prozent. Die hohe Nachfrage bleibt ein Zeichen für die immense Knappheit von Dollar am Geldmarkt. Auch der Zins spricht Bände. Ende vergangener Woche hatte die Zentralbank noch bei einem Zins von 2,25 Prozent zugeteilt.

Wegen der großen Liquiditätsnot wurde die hoch verzinsten Übernacht-Geldgeschäfte der EZB von den Banken so stark genutzt wie noch nie. Bis Sonntag parkten die Kreditinstitute gut 28 Milliarden Euro bei der Einlagefazilität, teilte die EZB am Montag mit. Zugleich griffen sie auf etwa 6,8 Milliarden Euro der Spitzenrefinanzierungsfazilität zurück, um akute Engpässe zu vermeiden. Die Zinssätze sind bei den Übernacht-Geschäften für die Banken ungünstig: Für Einlagen erhalten sie 3,25 Prozent, für Kredite müssen sie 5,25 Prozent Zinsen zahlen. Der Leitzins liegt derzeit bei 4,25 Prozent.

quelle: reuters
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anjab:

620 Mrd sind zu wenig

 
29.09.08 17:23
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anjab:

5000 Mrd wäre ok. besser noch 8000Mrd

 
29.09.08 17:38
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Maxgreeen:

Jeder soll sich nehmen was er braucht

4
29.09.08 17:40
Ich gehe nachher in Supermarkt, mache meinen Korb voll und sage an der Kasse: "Holen Sie sich das Geld für den Einkauf bei der Fed, Auf Wiedersehn!"
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goldhamsterer:

...

 
29.09.08 17:41
unser täglich fiat gib uns heute
dann steigt auch schnell unsre freude

auf den goldnen himmel
gebaut auf bankenschimmel


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goldhamsterer:

...

2
29.09.08 17:42
zinsen runter, geld von zentralbanken verteilen, inflation, gold steigt, super für mich

könnt gar net besser laufen, dazu noch angst vor bankenzusammenbrüche

das platsch kinder team kann niemals wieder gold so tief drücken wie vor ein paar wochen

die haben die kontrolle jetzt verloren

über das GOLD

das GOLD ist FREI JETZT

FREI UND UNBERECHENBAR -

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goldhamsterer:

...

 
29.09.08 17:44
los, inflationiert schneller  zentralbanken, sonst brechen eure fiat banken doch noch zusammen, haut endlich mal ein paar billionen rein und nicht nur milliarden

mein gold muss schliesslich steigen bevor ich alt werde ...

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käsch:

zur glaubwürdigkeit

 
29.09.08 17:50

von hypo und gesocks: "niemand hat vor, eine mauer zu bauen!" und das ende vom lied auch wie damals: verstaatlichung. Wo geht denn hier die reise hin?!
Erfahrung heißt gar nichts. Man kann eine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.
Kurt Tucholsky
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Biomüll:

langsam goldhamster

 
29.09.08 17:51
ich bin selber davon überzeugt, dass Gold nicht nur für aktuell, sondern noch für lange Zeit eine sehr gute Anlageform sein wird.

Dennoch - unterschätze nicht die Macht der Marktmanipulatoren in den USA - US treasury, FED, und deren "Hausbanken" GS und Morgan S.

Gold wird steigen - aber nicht unberechenbar und frei, sondern noch für längere Zeit eher kontrolliert und nur soweit wie es unbedingt nötig ist und leistbar.

Das PPT ist nicht erledigt und so schnell wird auch nicht aufgeben - es ist einfach zu wichtig für die.
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goldhamsterer:

...

 
29.09.08 17:53
1200-1000-1500-1300-2000

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Glückstein:

Gold ist der beste Schutz gegen Deflation???

 
29.09.08 18:04
Weizen   US$ 682,50            -4,68%
Diesel     US$  908,00           -6,30%
Brent Crude US$ 96,30         -7,05%
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käsch:

die linke

 
29.09.08 18:07
konnte nicht in den bayrischen landtag einziehen. klar, die konkurrenz an parteien, die ebenfalls banken verstaatlichen, war zu groß.
Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe herauskommt.                 Oscar Wilde
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Kritiker:

In Dld sind die Banken längst

 
29.09.08 19:13
teil-verstaatlicht; über die Bafin, LZB, EZB und unter der Fuchtel der Finanzminister.
Da heute jedoch niemand weiß, wo die größeren Luschen oder Schurken sitzen, fällt das Urteil über Staat oder privat schwer.
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