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... sich seit ein paar Tagen besser als die Beteiligungen, aber natürlich ist das nur ein klitzekleiner Tropfen auf einem glühend heißen Stein und kaum der Rede wert.
Yahoo! werde jetzt neue Pläne zu seiner Strategie noch vor den Zahlen am Monatsende vorlegen, hat das Unternehmen selbst mitgeteilt. Ich würde gerne sehen, wenn man sich in diesem Zusammenhang auch von Marissa Mayer und Ken Goldman verabschieden würde. Das wäre zumindest konsequent und eine sehr gute Gelegenheit, den eigenen (festen) Willen in Bezug auf notwendige Veränderungen zu bekräftigen. Ihre Freisetzung käme der Entlassung von mehreren hundert Mitarbeitern gleich und es ist auch nicht notwendig, einem möglichen Nachfolger für Leistungen, wie sie Marissa Mayer abgeliefert hat, mehrere $10 Mio. pro Jahr zu zahlen. $2 Mio. plus Boni (max. $8 Mio.) bei positiver Geschäfts- und Kursentwicklung sollten in dieser Größenordnung locker ausreichen, in der Yahoo! jetzt noch mitspielt.
Die Verantwortlichen im Unternehmen haben wohl auf ein Wunder gehofft, wie es scheint? Fakt ist aber, dass wenn (wie ich vermute) SoftBank hinter dem ganzen Durcheinander bei Yahoo! steckt, man die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat: SoftBank hat nach dem Kursverfall von Alibaba ganz eigene Probleme, als sich weiter um eine mögliche Übernahme von Yahoo! zu kümmern. Die haben sich da in Japan ein wenig verzettelt, wie ich finde, und Marissa Mayer im Regen stehen lassen. Na ja, es war wohl eher ein unverdienter Goldregen ...
... aber es wurde überdeutlich, dass sie mit dem, was Yahoo! ausgemacht hat und noch immer ausmacht, nicht wirklich zurechtkommt. Sie ist kein Leader, keine Medienspezialistin, keine Steuerspezialistin, keine Investment- oder Finanzspezialistin und hat nach 3 Jahren auch nichts dazulernen können, weil sie andere Sorgen (eher privater Natur) hat(te). Die Yahoo!-Mitarbeiter, die es jetzt erwischt, können sich bei Ihrer Noch-Chefin für ihre Unfähigkeit bedanken, aber sie hätten es eher in der Hand gehabt als wir Kleinaktionäre, sich intern gegen diese ahnungslose Marionette aufzulehnen und ihren vorzeitigen Abschied voranzutreiben. Bei Yahoo! scheint es aber üblich zu sein, einen großen Bogen um seine jeweilige Verantwortung zu machen!?
... aber davon war nach den nächtlichen Kapriolen in Shanghai auch nicht wirklich auszugehen!
Jetzt wissen wir auch, warum die Short-Quote bei Yahoo! und Alibaba so schön angezogen hatte. Das aktuelle Desaster war längst vorprogrammiert und Smart Money wusste das wohl schon seit Mitte Dezember!?
In China will man den Handel ab sofort nicht mehr automatisch stoppen, wenn es so rasant in Richtung Süden geht wie gestern Nacht. Ich denke auch, dass "der Markt" sich so oder so "auskotzen" würde, egal welche Fesseln man ihm anlegen würde. Vermutlich wäre es sogar ratsamer, den Handel bei zu stark steigenden Kursen auszusetzen bzw. einzustellen, damit sich die Marktbeteiligten in Ruhe Gedanken machen können, ob so ein irrsinniger Anstieg auch wirklich gerechtfertigt ist!? Was nicht so steil steigt, kann auch nicht so scharf fallen, aber wo zieht man da die Grenze!? In diesen Tagen ist es in jedem Fall ein einträgliches Geschäft, sein Geld als Broker zu verdienen. Die Volatilität ist schon der Hammer...
...und das ist wohl auch noch nicht das Ende, denn eine echte Blase kann ich weit und breit nicht ausmachen und es spricht eigentlich Vieles dafür, dass wenn wir jetzt einen Boden gefunden haben, auch mit heftigen Gegenbewegungen gerechnet werden darf! Wer ein Stück seines Pulvers trocken gehalten hat, könnte sich allmählich bereit machen, bald den einen oder anderen Euro zu investieren. Dem Rest würde ich raten, die Ruhe zu bewahren und sich noch einmal den DAX zwischen Oktober 2014 und März/April 2015 anzuschauen. Es gibt zwar keine Garantie, dass es wieder so kommen wird, aber die Luft ist jetzt schon ganz schön raus.
Am Ende des Tages alles auf China zu wälzen, obwohl nur ein paar (auch ausländische) Zocker etwas zu hoch gepokert haben, während die gesamte Volkswirtschaft weiterhin robust wächst, halte ich für nicht zielführend. Ohne den chinesischen Konsumenten läuft auf diesem Globus bald gar nichts mehr wirklich rund und es gibt noch etliche Chinesen, die an diesem Spiel noch gar nicht teilnehmen, aber auch Wünsche hegen, ein "besseres Leben im Mittelstand" zu führen. Das Aufholpotenzial der chinesischen Wirtschaft liegt bei beachtlichen 300% der aktuellen Wirtschaftsleistung, wenn jeder Chinese den durchschnittlichen Standard eines heutigen (!) deutschen Bürgers erreichen möchte. Bis das erreicht wird, werden noch viele weitere Jahre mit starkem Wachstum in China folgen, Indien ist noch gar nicht richtig erwacht, der afrikanische Kontinent schläft noch ganz tief und auch wir im Westen werden uns in den nächsten Jahrzehnten noch ein Stückweit weiterentwickeln können. Für Wachstum gibt es also noch sehr viel Luft nach oben auf diesem Globus, aber für uns Europäer und auch für die Amerikaner sind die Grenzen des Wachstums nun auch irgendwo erreicht, wenn wir die Dinge real betrachten (und nicht als ewig inflationäres Zahlenwerk). Wir können eben einfach keinen weiteren Burger mehr am Tag essen oder noch mehr Autos auf die Straßen bringen, deshalb sollten wir uns hier auch nicht mit China oder anderen Schwellenländern vergleichen. Wir sollten vielmehr schauen, dass wir die Qualität unseres Lebens verbessern und auf die Quantität (in Billionen Dollar) keinen so großen Wert mehr legen. Zum Glück sind viele der alten Haudegen, die uns heute noch die Richtung vorgeben (wollen), in 20 oder 30 Jahren schon unter der Erde. Bis dahin wird sich dann hoffentlich der gesunde Menschenverstand soweit durchgesetzt haben, dass wir unseren Wohlstand nicht mehr (nur) durch statistische Kennzahlen definieren müssen bzw. werden. Wer heute auf den SHI setzt, kann in 20 oder 25 Jahren eine reale Vervierfachung seines Einsatzes erwarten (+ Inflationsausgleich bzw. Zinsen). Da machen 7% mehr oder weniger an einem Tag nun wirklich nicht so viel aus! Noch größer sind die zu erwartenden Zuwächse bei Investitionen in einem Korb von Schwellenländern. Eigentlich sollte es die Aufgabe unserer Sozialversicherungsanstalten sein, diese Chancen so zu begreifen und mögliche Überschüsse so anzulegen, dass sich der Wohlstand auch in diesen Ländern ohne Ausbeutungstendenzen entwickeln kann. Wir müssen und wir werden allmählich umdenken, einfach um unser eigenes Überleben zu sichern...
Am Ende wird also alles gut. Davon bin ich ziemlich überzeugt, auch wenn es jetzt (nach so einem Tag wie heute) erst einmal ziemlich böse aussieht. Wer als Aktionär von Yahoo! diese Zeiten übersteht, den kann in Zukunft vermutlich nichts mehr umwerfen ...
... der angekündigte Stellenabbau den Kurs ein wenig beflügeln müssen, aber in so einem Umfeld und dann noch mit Marissa Mayer als CEO scheint auch so eine Meldung den Wert nicht einmal ansatzweise in die (eigentlich) richtige Richtung zu treiben - ganz im Gegenteil!
Marissa Mayer muss sofort zurücktreten oder abberufen werden. Kurzfrisitg ist das die einzige Möglichkeit, mit der Yahoo! auch aus sich heraus (und ohne BABA) neues Kurspotenzial entfalten kann. Sie hat sämtliche Phantasie aus diesem Wert herausgesaugt und uns damit dorthin gebracht, wo wir heute stehen.
http://www.cnbc.com/2016/01/07/...ory&par=yahoo&doc=103287273
Mehr oder weniger steht da drin, dass Yahoo! sein Handwerk im Bereich Advertising nicht versteht und Marissa Mayer als CEO mit einem eher technischen Grundverständnis nie wirklich begriffen hat, wie das Advertising Business wirklich funktioniert. Da wird noch erwähnt, das insbesondere BrightRoll seine Anzeigen nicht dort schaltet, wo man es den Werbekunden versprochen hat, und Marissa Mayer im Jahr 2014 in Cannes es mit einigen Anzeigenkunden (dauerhaft) verschi.... hat, weil sie zu einem wichtigen Meeting mit Großkunden nicht erschienen ist. (Wer es vergessen hat: Sie hatte nach dem langen Hinflug "verschlafen"!)
Ich weiß nicht, aber nach so einem desaströsen Tag wie gestern noch so eine Meldung online zu stellen, sieht doch irgendwie massiv nach Bashing von Yahoo! aus. Andererseits wüsste ich nicht, wie so eine Meldung dem Wert jetzt noch (auf diesem Stand) schaden könnte!? Da ist doch jetzt wirklich alles an möglichen negativen Szenarien im Kurs enthalten, ...
... also bleibt als Essenz aus diesem Artikel nur eine Schlussfolgerung: Marissa Mayer sollte das Unternehmen besser jetzt als gleich verlassen!
... um Yahoo! so zu verkaufen, dass für uns Aktionäre der größtmögliche Profit herausspringt. Auf dem aktuellen Stand der Dinge würde ich Yahoo! nicht unbedingt verkaufen wollen, weil wird die ca. $57 pro Aktie, die ich in meinen Berechnungen aktuell als "fair" erachte, nicht bekommen werden (Alibaba: $28,60; Yahoo Japan: $5,40; Core: $23,00).
Diese Problematik der vielen unterscheidlichen Geschäftsfelder und deren Aufteilung ist auch in dieser Runde ein Thema:
http://finance.yahoo.com/video/...dering-sale-core-biz-234206699.html
Für mich macht es nur Sinn, wenn ein ähnlich breit aufgestelltes Unternehmen wie Microsoft oder Google den Laden als Ganzes übernimmt und es nach und nach in seine Geschäftsbereiche eingliedert (und damit einen Spieler vom Markt nimmt) oder aber wenn ein Investor oder eine Investorengruppe das Unternehmen als Ganzes unternimmt und es nach und nach filetiert, so wie wir es schon mehrfach diskutiert haben. In diesem Fall muss man auch eine gewisse Bereitsschaft mitbringen, auch China und Alibaba zu setzen, denn diese Filetierung wird lange dauern und es ist ungewiss, ob man für Yahoo! Core das bekommen wird, was es wirklich wert ist.
Eine dritte Option und auch hier schon mehrfach diskutiert ist der Verkauf an Alibaba und/oder SoftBank. Die beiden haben in Asien auch ein ziemliches Sammelsurium an unterschiedlichen Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern zusammengekauft, aber diese noch nicht wirklich (überschaubar) zusammengeführt. Yahoo! könnte zum einen die Expansion auf den US-Markt werden (Europa klammere ich aus, weil Yahoo! hier kaum noch eine nennenswerte Relevanz hat), oder aber als der große Aufhänger im Mittelpunkt der Aktivitäten von Alibaba und SoftBank in den Bereichen MaVeNS sein. Damit meine ich, dass man die vielen kleinen zerstreuten Beteiligungen mit der Reichweite von Yahoo! kombiniert und so das Unternehmen wieder zu einem starken (globalen) Player entwickelt. So würden auch die Zukäufe der letzten Jahre einen Sinn ergeben, wenn auch das Geschmäckle bleiben würde, dass Son und Ma seit jeher im Hintergrund die Fäden bei Yahoo! gezogen haben. Eine ziemliche Sauerei wäre das, wenn dieser geplante Verkauf jetzt (womöglich für einen Apfel und Ei) in diese Richtung gehen würde...
In jeden Fall wird die Musik bei Yahoo! jetzt wieder etwas lauter. Yahoo! Core hat heute $1,30 zugelegt, wenn man die Abschläge der asiatischen Beteiligungen mit berücksichtigt. Kein so schlechter Tag, aber natürlich sind $30,63 nach wie vor ein Witz und satte $27 je Aktie zu wenig!
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