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Hier die Zahlen vom Abend:
Aktienkurs Yahoo!: $43,99 (0,59%)*
Marktkapitalisierung Yahoo!: $41,706 Mrd. (0,59%)*
Aktienkurs Alibaba: $89,08 (-0,81%)*
"SpinCo." - Beteiligung Alibaba (steuerfrei) :
$34,168 Mrd. ($36,04 pro Aktie; -0,81%; 81,93% des Aktienwertes)*
Beteiligung Yahoo! Japan (versteuert):
$4,397 Mrd. ($4,64 pro Aktie; -0,59%; 10,54% des Aktienwertes)*
Kerngeschäft (ohne Asien-Assets):
$3,141 Mrd. ($3,31 pro Aktie; +21,35%; 7,53% des Aktienwertes)*
Buchwert des Kerngeschäfts (ohne Asien-Assets abzügl. Verbindlichkeiten):
$22,750 Mrd. ($24,00 pro Aktie)
Über-/Unterbewertung des Kerngeschäfts:
-$19,609 Mrd. (-$20,68 pro Aktie; -86,20% im Vgl. zum Buchwert)*
Fairer Wert (mit allen Bestandteilen):
$61,315 Mrd. ($64,67 pro Aktie; -0,50%)*
* schwarze (+) und rote (-) Zahlen kennzeichnen die Entwicklung im Vgl. zum Vortag!
Fazit:
Ein relativ guter Tag für Yahoo!, auch wenn es momentan schwerfällt, das zu glauben. Das Licht am Ende Tunnel wird nur dann sichtbar, wenn das Kerngeschäft seine latente Unterbewertung abbaut, und da hat Yahoo! (auch) heute einen großen Schritt in die richtige Richtung getan und die Bewertungslücke weiter geschlossen. Für die großen Sprünge ist Alibaba oder eine Überraschung bei Yahoo! nötig, die kleinen Schritte aber, so wie heute, sind für Yahoo! das Salz in der Suppe, die am Ende den Unterschied ausmachen werden. Wenn irgendwann demnächst einmal die "vernünftig tickenden" Analysten das Wort ergreifen und BABA auf einen Höhenflug schicken, dann sollte Yahoo! dem mindestens folgen können, aber bitte dabei die Bewertung des eigenen Kerngeschäfts trotzdem (nach und nach) weiter ausbauen!
Meine Hoffnung für die kommende Woche ist ein Lösen der Handbremse an den US-Finanzmärkten. Sowohl BABA als auch Yahoo! sollten bei einer steigenden NASDAQ überproportional partizipieren. Ich sehe hier Luft für den Gesamtmarkt von mindestens 12%. In diesem Zug erwarte ich bei BABA ein Erreichen der alten Höchstmarke von $120 und bei Yahoo! entsprechend Kurse von um die $60 auf Sicht von 6 Wochen.
Zudem erwarte ich eine heiße Diskussion um die Führungsspitze bei Yahoo! und die Übernahme der CEO-Position durch einen value-orientierten Finanzjongleur, der einen sinnvollen Plan für eine angemessene Monetarisierung der einzelnen Geschäftsbereiche von Yahoo! in der Tasche hat und so schnell wie möglich umsetzt. Alle Geschäftsfelder haben ihre individuellen Potenziale, aber Yahoo! hat für ein Konglomerat wie dieses schlichtweg die falsche Führungsmannschaft und braucht jetzt Hilfe, damit alle Stakeholder zufriedengestellt werden können!
Zum Schluss noch ein kleines Trostwort für die Gebeutelten in dieser Woche: Die Hoffnung auf einen kurzfrisitgen Turnaround erlischt nur, wenn man sie ausbläst. Wir sollten kämpferisch und hoffnungsvoll bleiben und ich schließe daher mit den Worten des großen Philosophen Oliver Kahn: "Eier, wir brauchen Eier!" https://www.youtube.com/watch?v=GMnBOQAxe4c
... Yahoo! ist kein Start-Up mehr, auch wenn Marissa Mayer das gerne so sieht. Yahoo! hat nicht die Zeit wie Snapchat, die sich über Investoren finanzieren, brüten, reifen und dann für mehrere Milliarden an den Markt gebracht werden. Yahoo! ist bereits am Markt und da braucht es nun einmal Performance, oder Du bist weg vom Fenster.
Ich habe kein Problem damit, dass Unternehmen wie Flickr, Tumblr, Flurry, BrightRoll von Yahoo! übernommen und dort eine perfekt finanzierte Inkubationszeit bekommen, aber Yahoo! hätte gleichzeitig auch das Geldverdienen nicht vernachlässigen dürfen und durch geschickte Zukäufe (z.B. von AOL) die Potenziale von Synergien und damit natürlich auch eine Verbreiterung und Diversifizierung der Anwendungsgebiete für die neuen Technologien (mit) aufbauen müssen.
Es ist nun leider einmal die Art von Marissa Mayer, die Dinge nacheinander abzuarbeiten, statt mehrspurig zu fahren und die einzelnen Bereiche nach und nach in ein Ökosystem zu überführen und immer wieder neue Bereich mit aufzunehmen und aufzubauen. Sie hat die "Cash Cows" des Unternehmens bereits zu "Poor Dogs" gemacht, ohne vorher neue "Stars" zu etablieren und hofft nun darauf, noch rechtzeitig ein "Fragezeichen" an die Stelle zu setzen, die eigentlich durch einen "Star" oder eine "Cash Cow" belegt sein müsste.
Ein strategisch denkender CEO würde an seiner Bürowand eine entsprechende Tafel (hinter einem Vorhang) hängen haben und sich um ALLE Geschäftsfelder des Unternehmens GLEICHZEITIG kümmern, statt nur um die, die eventuell die Zukunft bedeuten könnten. Marissa Mayers Handeln und Auftreten ist leider nicht die Art und Weise, wie ein verantwortungsvoller Geschäftsführer eines Konzerns die Dinge handhaben sollte. Es tut mir leid, wenn ich Dir hier zum Teil ein wenig widersprechen muss, auch wenn Du (bezüglich der Fragezeichen-Sparte von Yahoo!) vielleicht recht behalten wirst...
Einstiegsquellen für den interessierten CEO von morgen (Portfoliomatrix BDG):
https://cowanglobal.files.wordpress.com/2012/04/boston-matrix.png
http://www.bcg.de/bcg_deutschland/geschichte/.../portfoliomatrix.aspx
http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-01-31/...ments?cmpid=yhoo
Es geht wohl darum, dass Alibaba im Vorfeld des IPO nicht über die Untersuchungen der chinesischen Behörde SAIC berichtet hat, die den Handel mit gefälschten (und gefährlichen) Produkten bei Alibaba monierte und dann haben die Umsatzerwartungen die Voraussagen nicht getroffen, weil auf mobilen Geräten publizierte Werbung weniger abwirft als auf PCs...
Was den Umsatz angeht, so wusste ich gar nicht, dass man gezwungen ist, Analystenerwartungen zu treffen. Das hätte man aber durch "kreative Buchhaltung" durchaus in die richtigen Wege leiten können, wenn doch die Gewinne am Ende die Erwartungen erfüllten. Ist es nicht vielmehr so, dass die Gewinne von den Analysten falsch geschätzt wurden und diese dafür angezeigt werden müssten. Ich finde das alles sehr suspekt...
Die Sache mit der Marktaufsichtsbehörde war doch eigentlich schon einmal in den Medien und Alibaba hat doch angekündigt, mehrere Millionen Dollar zu investieren, um diese Produkte aus seinem Angebot zu entfernen. Ich denke, dass auch bei Amazon hier und da gefälschte Produkte angeboten werden, denn sonst lässt sich so manche Preisgestaltung manchmal nicht erklären. Ich sebst habe schon einmal gefälschte "Marken-Arbeitsspeicher von Samsung" über Amazon bezogen. Klar, der Preis war fast 30% günstiger als überall sonst, aber ich konnte dann nach Erhalt die Angelegenheit aufklären helfen und der Händler wurde gelöscht. So etwas wird sich wohl eher nicht vermeiden lassen, auch wenn Alibaba sicherlich mehr zu tun hat als Amazon. Die Chinesen sehen einige Dinge nicht so eng, wie wir hier in den stark regulierten und überwachten Märkte...
Ich hoffe, dass die Klage schon bald abgewiesen wird und Alibaba im Gegenzug die am Donnerstag verlorenen Prozente wieder draufgepackt bekommt. Wenn es zu einer Verurteilung kommt, dann könnte das zu ernsthaften Problemen führen. Auf jeden Fall eine höchst sensible und politisch brisante Geschichte, die auch das Klima zwischen den USA und China betreffen könnte, wenn das chinesische Unternehmen in den USA derart "behindert" wird...
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