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Na ja, die Gewinne bei Blackberry schmelzen schon wieder dahin, nachdem die Meldung revidiert wurde, dass man in Verhandlungen mit Samsung stehe. Wie gewonnen, so zeronnen. Nicht schlecht, was so eine Falschmeldung für Kursbewegungen auslösen kann. Sie war mehr wert als 2,5 Jahre Marissa Mayer bei Yahoo! ;-)
@Maxxim: Die Marktkapitalisierung bei Yahoo! erreicht heute Abend ziemlich exakt $45 Mrd. Das entspricht übrigens ganz genau der Marktkapitalisierung von Alibaba und Yahoo! Japan zu den aktuellen Umrechnungskursen. Damit wären sämtliche Barguthaben sowie das Kerngeschäft von Yahoo! wieder einmal bei einer Bewertung von Null! Ein fairer Kurs am heutigen Abend wäre $69 pro Aktie (bzw. +45,3%).
Macht Euch bitte keine großen Sorgen, denn der Wahnsinn hat bekanntlich Methode, und wenn ich mir die Berichte von heute Abend so durchlese (z.B. der von CNBC), dann wird momentan ganz bewusst mit den Ängsten der Anleger gespielt. Wie kommen die darauf, dass Yahoo! bis zum 27.01.2015 keine Antwort auf die Steuerfrage liefern wird, obwohl der Vorstand das klipp und klar angekündigt hat? Man kann Marissa Mayer ja für unfähig halten, was vermutlich auch zutreffen mag, aber gelogen hat sie meiner Meinung nach noch nicht...
...und wenn die Medien solche Geschütze ausfahren, dann will man bestimmt falsche Fährten legen, um den Interessen der beteiligten Eliten zu entsprechen. Die handeln nicht mit Optionen und ob sie die Milliarden früher oder später scheffeln, ist denen auch egal. Bei Yahoo! gibt es viel zu holen und sie werden nichts unversucht lassen, den größten Teil des zu verteilenden Kuchens unter sich aufzuteilen. Lasst Euch also nicht kirre machen!
@holzauge und dem Rest der Welt: Finger weg von Knock-Out-Zertifikaten jeglicher Art, wenn Ihr das Spiel nicht diktieren könnt!
Grundsätzlich muss doch festgehalten werden, dass weder Marissa Mayer, noch Ken Goldman den Kursverlauf von Yahoo! diktieren. Selbst mit der aktuellen Nachrichten- und Faktenlage könnte, ja müsste der Wert von Yahoo! höher stehen. Natürlich hätten Mayer und Goldman schon längst für eine Lösung bezüglich der Steuerfrage sorgen können, aber die Fäden werden doch größtenteils von denen gezogen, die wirklich etwas zu gewinnen (bzw. zu verlieren) haben. Ich denke, dass die Grenze dieser Einflussnahme dort endet, wenn man diese hochbezahlten Leute in eine Situation manövriert, in der sie ihre komplette Reputation auf's Spiel setzen und ihr Wort brechen. Deshalb wird das auch niemals geschehen, dass Marissa Mayer sich bis zum 27.01.2015 nicht zur Steuerfrage äußern wird, außer Starboard setzt sich durch und ersetzt das Board an der Spitze von Yahoo!. Diesen Schritt halte ich für 1.000x wahrscheinlicher als ein Schweigen von Marissa Mayer zur Steuerfrage. Auf diese Weise könnte man auch die Auflösung der Steuerfrage auf eine unbestimmte Zeit hinauszögern mit dem Vorwand, sich noch einmal in Ruhe mit dieser Frage beschäftigen zu müssen.
Aber ganz egal wie das Spiel bis zum 27.01.2015 genau gespielt wird, am Ende sollte es tiefgrüne Vorzeichen vor dem Yahoo!-Kurs geben und davon sollten alle Yahoo!-Aktionäre angemessen profitieren können. Ich würde jedoch nach wie vor die Möglichkeit favorisieren, dass Yahoo! bis Freitag wieder an der $50-Grenze kratzt und sich bis Montagabend ein nobler Übernahmekandidat findet, der den Laden für $70 bis $75 je Aktie übernimmt. Der Preis wäre gemessen an den dann verfügbaren Aktien vermutlich ein Witz, aber da kann man einmal sehen, wie weit es inzwischen gekommen ist und mit was für unsäglichen Szenarien man sich als Yahoo!-Aktionär zufriedengeben würde...
... der aktuellen Diskussion: Obwohl eigentlich jedem klar sein dürfte, dass es (in jedem Fall) eine steuereffiziente Lösung geben wird, hat man diesen Umstand in keiner Weise in den Kurs eingepreist, während bei Blackberry die bloße Ankündigung einer Möglichkeit für Kurssprünge von 30% sorgt. Deutlichere Hinweise für eine offensichtliche Manipulation des Kurses kann man eigentlich nicht liefern!
Es gab keine Möglichkeit, die Steuerwirksamkeit der IPO-Gewinne abzuwenden, da sämtliche damit verbundenen Geschäftsvorgänge innerhalb der USA durchgeführt wurden und Yahoo! nun einmal auch ein US-Unternehmen ist. Was die Apple-Gewinne angeht, so ist die steuereffiziente Ausgestaltung im Ausland nur deshalb möglich, weil die Gewinne auch größtenteils dort erwirtschaftet wurden. Die Verschiebung von US-Gewinnen ins Ausland ist nur sehr beschränkt möglich, weil auch die USA "verdeckte Gewinnausschüttungen" kennt und eine Kapitalflucht ins Ausland entsprechend behandelt werden müsste. Ein paar Euro kann man auf diese Weise vielleicht verschieben, indem man z.B. intern Rechnungen an die US-Mutter stellt, aber erfahrungsgemäß schauen die Behörden da ganz genau hin! Das würde natürlich auch für Yahoo! gelten, wenn sie versuchen sollten, die Alibaba-Beteiligung auf eine ausländische Tochter umzuschreiben. Die Zugewinne in den USA (aktuell ca. $37,2 Mrd.) müssten demnach zuvor versteuert werden. Außerdem konnte vor 6 Jahren auch noch niemand ahnen, dass sich die Unternehmenssteuern in den USA derart entwickeln würden.
Die zwei aktuell ins Spiel gebrachten Szenarien können innerhalb der US-Grenzen umgesetzt werden, ohne dass Yahoo! Steuern dafür zahlen müsste. Die offenen Fragen sind nun, inwieweit Yahoo! das überhaupt machen möchte, nachdem man in den letzten Jahren doch eher für seine verschwenderische Ader in dieser Hinsicht bekannt war, welche Methode im Falle eines Falles gewählt wird und schließlich, welche Anteile aus dem aktuellen Portfolio dorthin übertragen werden (mit/ohne Yahoo! Japan bzw. alle oder nur ein Teil der Alibaba-Beteiligung).
Starboard favorisiert ja eine Möglichkeit, in der das Kerngeschäft ausgelagert wird und die asiatischen Beteiligungen sowie große Teile des Cash-Bestands im aktuellen Unternehmen verbleiben. Am ausgelagerten Kerngeschäft würde die verbleibende Holding (die heutige Yahoo! Inc.) 100% der Anteile halten und könnte es theoretisch irgendwann auch separat verkaufen, müsste dann aber die Gewinne aus dem Zugewinn (seit Ausgründung) versteuern. Somit wäre es eigentlich nicht schlecht, wenn man das Kerngeschäft schon heute hoch (oder zumindest angemessen) bewerten würde, weil dadurch spätere Steuerlasen minimiert werden könnten. Momentan beträgt der Wert des Kerngeschäfts bekanntlich weniger als Null, sollte aber $15 bis $20 Mrd. wert sein, wenn man hierbei auch die Cash-Reserven berücksichtigt.
Wie gesagt, müsste ein fairer Wert von Yahoo! unter Berücksichtigung der asiatischen Beteiligungen, deren Bewertung und den aktuellen Währungskursen bei ca. $69 pro Aktie liegen.
... und wenn es wirklich so wäre, dann würden Kurse nur noch durch Optionen gesteuert. Es kann sein, dass es da einige Termingeschäfte im Hintergrund gibt, die man vordergründig nicht sieht (z.B. Hedges zur Kursabsicherung), aber der ganz normale Optionsscheinhandel hat damit absolut nicht zu tun:
http://www.nasdaq.com/symbol/yhoo/option-chain?dateindex=1
Was wirklich verboten werden müsste, sind Leerverkäufe...
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