Wo soll das nur enden??Griechenland.


Thema
abonnieren
Beiträge: 2
Zugriffe: 367 / Heute: 1
all time high:

Wo soll das nur enden??Griechenland.

 
21.09.04 08:42
1)Griechenland besch....

Athen meldete falsche Defizitzahlen nach Brüssel

Die griechische Regierung hat nach einem Pressebericht jahrelang zu niedrige Defizitzahlen an die EU- Kommission gemeldet. Mehrere EU-Diplomaten bestätigten der "Süddeutschen Zeitung", dass die neue Regierung in Athen heute von weit höheren Defiziten bereits seit dem Jahr 2000 ausgehe. Damit könnte das Land von seinem Euro-Beitritt an jedes einzelne Jahr den Stabilitätspakt gebrochen haben.  





EU-Abgeordnete sprachen der Zeitung zufolge von einem katastrophalen Signal und befürchten eine Glaubwürdigkeitskrise für die Währungsunion. Mitgliedstaaten der Eurozone dürfen laut Stabilitätspakt keine Etatlücken von mehr als drei Prozent der Wirtschaftsleistung aufweisen. Die neue konservative Regierung in Athen soll laut "SZ" (Dienstag-Ausgabe) inzwischen für die Jahre 2000 bis 2002 Defizite nach Brüssel berichtet haben, die im Schnitt zwei Prozentpunkte über dem lagen, was die abgewählte Vorgängerregierung offiziell gemeldet hatte. Grund seien unterschiedliche Ansätze für Militär- und Sozialausgaben.

Gegen Griechenland läuft bereits ein EU-Strafverfahren, nachdem die im Frühjahr gewählte Regierung die Zahlen für das vergangene Jahr nach oben korrigiert hatte: Statt von 1,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geht sie nun von einem Haushaltsloch von 4,6 Prozent aus. Griechenland hat mit über 100 Prozent der Wirtschaftsleistung einen der höchsten Gesamtschuldenstände in Europa und durfte dem Euro 2001 erst verspätet beitreten.

PS. aber jetzt wo alle "dreck" am "stecken" haben, wird das für die griechen wohl keine konsequenzen haben.

Da freue ich mich schon auf die türkei, wo die mafia die zahlen manipuliert....
wenigstens halten die bius zum bitteren ende dicht (sonst gibt es "betonpatscherler")


mfg
ath




Antworten
bilanz:

Keine Bestrafung Griechenlands!

 
29.09.04 18:14
 
Trotz falscher Haushaltszahlen

EU-Kommission verzichtet auf Bestrafung Griechenlands
Die EU-Kommission will vorerst auf Sanktionen gegen Griechenland wegen der über Jahre falsch nach Brüssel gemeldeten Defizitzahlen verzichten.
 
Der Sprecher von EU-Währungskommissar Joaquín Almunia sagte am Mittwoch in Brüssel, die neue griechische Regierung sei offensichtlich bemüht, die Fehler ihrer Vorgängerin mit Sparen wettzumachen. Wenn eine Land Massnahmen ergreife, die hohe Neuverschuldung abzubauen, beende dies in der Regel die Diskussion über Strafen, sagte Sprecher Gerrassimos Thomas.

Das Bundesfinanzministerium in Berlin warnte vor Schnellschüssen. Es müsse zunächst «rational analysiert werden, woran es gelegen hat», sagte eine Sprecherin von Minister Hans Eichel. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber bekräftigte dagegen seine Forderung nach einer Bestrafung Griechenlands und sprach von einem «ganz gravierenden Verstoss gegen die europäische Solidarität».

Die EU-Kommission hatte in der vergangenen Woche Ermittlungen eingeleitet, nachdem bekannt wurde, dass Griechenland seine Neuverschuldung über Jahre hinweg schön gerechnet hatte. In den Jahren 2000 bis 2003 übermittelte die damalige sozialistische Regierung stets Zahlen, die deutlich unter dem Maastricht-Kriterium einer Neuverschuldung von maximal 3% lagen. Tatsächlich lag das Defizit etwa im vergangenen Jahr bei 4,6 Prozent.
 
NZZ 29.09.2004
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--