"schon im Vorfeld hatte er sich vom Audi-Vorstand die Zustimmung geholt" (Döllner) das steht so im Correctiv Artikel. Es wäre auch sehr ungewöhnlich, wenn ein Unternhmenschef einfach so nach eigenem Gutso handeln würde. Das gab es vielleicht zu Zeiten HJ Abs oder Beitz. Die hätten das gemacht, und dazu auch die Statur gehabt.
Die ganze Sache ist doch nur deswegen so ein Politikum, weil Trump wie ein rotes Tuch wirkt auf einen Teil der Menschheit. Der ist ähnlich wie Döllner, geht ins Risiko, erreicht für seine Auftraggeber letztlich aber Vorteile. Döllner für Audi, Trump für Amerika.
Zambo : Moral ? welcher Politiker handelt denn unter Druck moralisch ? das ist da ein unbekanntes Wort. Die Sache ist doch ganz einfach :
wenn die Amerikaner finden, dass Trump und die Trump Administration Vorteile für Amerika gebracht haben, dann werden die den wieder wählen, fast egal, was der so nebenbei zur Seite schafft, egal, ob er diese albernen Dinger dreht mit irgendwelchen Frauen, so lange er sich nicht dabei selbst zum Narren macht. Und das wird der nie, dazu ist der viel zu gerissen, und kennt die Menschen.
Die Amerikaner lachen zwar über Geschichten aus der Umkleidekabine, für ihre politische Entscheidung ist das aber ohne Bedeutung. Denk mal Kennedy, von dem war bekannt, dass . . . nee, das bringe ich hier nicht noch mal.
Mich wundert sowieso, dass Du derart auf Moral abhebst. Für mich sieht das eher so aus wie die Unterfütterung einer sowieso vorhandenen Abneigung. Wenn letzteres nicht so wäre, würdest Du dann nicht weniger hart urteilen ?
Klar kann man sich von seinen vorhandenen Emotionen auch mit Selbstdisziplin ganz schlecht vollständig unabhängig machen. Ich habe grad ein längeres Telefongespräch hinter mir, das harmlos nett begann, dann aber über das Thema "Demonstration" (hier war bißchen Remmidemmi aus bekannter Ursache), wie von selber zum Thema kommende Wehrpflicht überging. Dass das im Gespräch mit einem ewigen SPD Wähler, der jetzt beim BSW die größeren Chancen sieht, nicht ohne Emotionen abgeht, versteht sich.
Es geht dabei um meinen Uraltkumpel, den ich jetzt seit 50 Jahren kenne, und dessen 1 Sohn (er hat 3, die ich alle schätze) z.B. nach Neuseeland auswandern will, damit dessen jetzt 4 jähriger Sohn nicht Wehrdienst leisten muß. Das war eine spontane Aussage, und so bewerte ich die auch, nämlich als unüberlegt.
Mein Verhältnis zum SPD Wähler war über die Jahre immer gut, das geht, wenn man sich gegenseitig respektiert. Ich dachte sogar vorhin, dass regelmäßige Streitgespräche die Freundschaft erhalten.