Haben wir alle mitbekommen,
du machst dich lächerlich. Jeder wie er mag.
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Hier wird so getan, als hätte ich (oder andere) nie etwas zu diesen Punkten gesagt...
ich versuche es gerne och einmal, verweise aber auch auf unseren Austauzsch privater Nachrichten. Wenn ich da irgendetwas so rüberbringe, dass Du es verstehst, wäre es nur fair,m es hier einzubringen.
"Mir fehlt in der Diskussion...
... immer noch der Fokus. Für mich gibt es sehr interessante Themen, mittelinteressante und uninteressante.
Ich gestehe jedem aber zu, andere Prioritäten zu setzen."
ich habe festgestellt in den letzten tagen, auch wegen des podcasts, dass sich das vermischt. Wer überhaupt nicht bereit ist, an die MÖGLICHKEIT zu denken, dass dieser Prozess in Stadelheim eine unrechtsstaatliche Farce ist, dem wird das Tempo im podcast zu langsam sein, weil er eher auf etwas anderes wartet. So ist es manchmal in Diskussionen hier.
Auf der juristischen Ebene ist es wichtig, extremn kleinteilig zu argumentieren. Die Thüringenentscheidung wird auch auf einige Sätze reduzioert, ist aber 36 Seiten lang...
Ich muss da strenger trennen
"1. Sehr interessant: Haben Anleger die Chance, Geld zurückzukommen?
Das Thema ist nach allem, was ich weiss, durch: Falls überhaupt Entschädigungen fließen werden, dann in homöopathischen Umfang. Mit Glück wird die Quote 1% betragen (Herleitung: Siehe vorangegangene Beiträge von mir)"
fangen wir mit der Quote an: Du sprichst von Herleitungen und 1% - kannst Du das bitte verlinken?
Insolvenzquote = (Insolvenzmasse / Summe aller Insolvenzforderungen) x 100
"Laut OLG haben etwa 50.000 Wirecard-Aktionäre Schadensersatzansprüche in Höhe von an die 8,5 Milliarden Euro angemeldet. Insgesamt fordern die Wirecard-Gläubiger 15,4 Milliarden Euro. Bislang hat Jaffé 650 Millionen Euro aus der Insolvenzmasse gesichert" (LTO)
Das wäre eine Quote von 4,2%?
Das ist aber doch nur (ich bin überhaupt nicht juristisch fit AN DIESEM PUNKT) die reine Berechnung über den Faktor "Insolvenzmasse" und nicht unter Berücksichtigung des Faktors Schadenersatz? Ist das nicht eine Verkürzung des Themas? (§ 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 332 Abs. 1 HGB, siehe Gutachten)
Es gibt auch andere Ansätze wie "EY haftet für Anlegerschaden, wenn die ART UND WEISE des Geschäfts falsch bewertet wurde. Wenn ein Prüfer beispielsweise illegale Geschäfte „übersieht“, haftet er, da Anleger glauben durften, in legale Zukunftstechnologien zu investieren, denn es war ja geprüft"
Dass die These eines völlig erfunden Geschäfts hier EY durchaus genehm ist, sage ich schon seit Monaten...
Dass Geschädigte diese Details nicht wissen, ist nicht meine Schuld, ich kann nur versuchen, Schwungmasse dafür zu erzeugen, dass diese Dinge diskutiert werden. Ich habe mich beim Thema EY ganz klar als "nicht zuständig" erklärt - nicht, weil ich es nicht spannend fände, sondern ausschließlich deshalb, weil es meine eh schon auf Kante genähte Belastbarkeit endgültig übersteigen würde.
Das gilt auch für das nächste große Thema, die BaFin.
Ich verweise noch einmal auf das immer noch nicht diskutierte Video von Marc Liebscher
https://www.youtube.com/watch?v=wEwIiz5mKsc&t=1113s
ICH HALTE ES FÜR KONTRAPRODUKTIV, DIE MÖGLICHKEITEN DER GESCHÄDIGTEN SO ABZUTUN UND HALTE ES FÜR GERADEZU VERWERFLICH, MEINE DISKUSSIONSBEITRÄGE INSGESAMT ZU ATTACKIEREN, NUR WEIL EINEM TEILE DAVON NICHT PASSEN.
"Auch interessant: Wann werden wir Jan Marsalek habhaft und wie viel Geld von ihm kann noch gesichert werden?/Wer konnte seinen Kopf bisher aus der Schlinge ziehen und wie ist es ihm gelungen? "
Als Thema zu komplex. Wer ist "wir"? Du und ich sind nicht verantwortlich für die Fahndungsmaßnahmen. Ob die dafür Verantwortlichen ihn überhaupt ergreifen wollen, wird sehr kontrovers diskutiert. Was andere angeht: An wen denkst Du? Nenne Namen und wir können es diskutieren.
2. Mittelinteressant: Sind die Vorwürfe an Markus Braun gerechtfertigt?
Viele Diskussionen hier drehen sich darum. Ich habe zum bandenmässigen Betrug eine einfache Sichtweise. Seht in das (insbesondere familiäre) Umfeld von ihm und überprüft die Vermögensverhältnisse. Hat jeder nur Vermögen, das er plausibel ohne MBs Mithilfe aufgebaut hat, glaube ich nicht an den Vorwurf.
Ansonsten hat ein Gericht zu prüfen, ob er seinen Pflichten als CEO und seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist.
Ob er dann als trotteliges Opfer dasteht, der trotz der vielen Hinweise nichts mitbekommen hat oder als Krimineller, ist mir ziemlich egal.
Ähm. Markus Braun ist nach meinem Informationsstand ein Mensch. Ebenso seine Familie. Ebenso diverse Geschäftspartner, denen man alles genommen hat. Nur weil es DICH PERSÖNLICH nicht TANGIERT, ist es nicht egal. Das halte ich für moralisch fragwürdig. Ob Du Dich nicht an der Diskussion beteiligen möchtest, weil es Dir zu komplex ist, ist eine andere Frage. Aber so wie Du es schreibst, klingt es anders.
Das Vermögen der Familien Braun und von Erffa wurde ausführlichst überprüft. Ich habe da sehr detaillierte Kenntnisse, was auch damit zusammenhängt, dass ich gewisse "Ermittlungsanregungen" gegeben habe. Ich bin in diesem Fall kein gewöhnlicher Beobachter, sondern laut akteller Aussage der Kammer "aufgrund meiner Aktivitäten als Prozessbeteiligter zu bewerten".
Es ist mir aus juristischen Gründen nicht möglich, in die Details zu gehen, aber ich weise darauf hin, dass Markus Braun Prozesskostenbeihilfe beantragt hat und dies bewilligt wurde. Voraussetzung dafür ist eine intensive Überprüfung der Vermögensverhältnisse. Ziehe daraus Deine Schlüsse.
Da die Familie nicht in der Öffentlichkeit steht, werde ich dazu auch keine Angaben machen, aber auch hier weise ich darauf hin, dass die Vermögensverhältnisse eingehend geprüft wurden und Du kannst Dir sehr sicher sein, dass jedes belastende Indiz längst der SZ gesteckt worden wäre.
Was noch strittig ist, sind Gelder, die möglicherweise nicht "offiziell" Braun gehören. Das wird jedoch nur belastend gewertet. Nach meinem Wissensstand handelt es sich dabei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit NICHT um (veruntreute) Wirecardgelder. Auch hier muss ich vorsichtig sein, aber auch hier verweise ich darauf, dass andere Erkenntnisse längst öffentlich gemacht worden wären, so wie es mit Dutzenden tatsächlich oder vermeintlicher Belastungsindizien gegen von Erffa oder Braun (nicht aber Bellenhaus oder gar anderen) passierte. Gerade aus letztem Punkt möge jeder seine Schlüsse ziehen.
Es gibt zu diesen "Schatzkästchen" noch andere Theorien, so wäre es auch denkbar, dass Braun schon in einem sehr frühen Stadium Aktien für andere gehalten haben könnte. Dann wäöre es denkbar, dass er beispielsweise diese Aktien in irgendeiner Form und außerhgalb offizieller Regelungen verkauft hat (er verkaufte 2012 Aktien im Wert von damals 25 Mio €, die Aktienzahl müsste ich nachlesen, nach meinem Kenntnisstand stimmen die offiziell bekannten Aktienkäufe und Aktienverkäufe nicht mit den tatsächlichen Aktien überein. Das mag angesichts Brauns Gesamtpaket vernachlässigbar wirken, er hatte ja fast 8%, aber rechne mal aus, was ein keines Depot an Wirecardaktien aus 2002 im Jahr 2018 wert war...)(das ist jetzt reine Spekulation)
Ich habe gehört, dass bis auf einige Millionen Brauns Vermögen klar ist. Dann gibt es die kursierenden meldungen über ein "Schatzkästchen", über dessen aktuellen Wert diskutiert wird. Ich habe verschiedene Angaben zwischen 40 und 70 Mio gehört.
Meine Hypothese ist, dass es sich um Aktien handelt, die aus seinem Verkauf 2012 stammen und in Facebook, Google, Amazon & Co investiert sein sollen (stand im handelsblatt, glaube ich)
Es soll in einer nicht identifizierten Stiftung liegen, die Braun nicht preisgeben soll (alles nicht bestätigt).
Amazon stand 2012 so bei 9€ und steht heute bei rund 170€, grob also x18
Google grob x8
Facebook grob x29
rechnen wir mal mit x20
wenn man von der höchsten kursierenden Zahl ausgeht, also 70 Mio, dann hätten dafür rund 4 Mio 2012 gereicht
Diese Aussage, dass er in diese Werte investiert hat, machte er Jahre vor dem Zusammenbruch
Theoretisch ist denkbar, dass er Gelder daraus für seine Investitionen in Aktien 2015 & 2016 verwendete (70 Mio), aber meines Wissens nutzte er dafür den Kredit bei der Deutschen bank, weil die Znsen ihm günstiger erschienen als die Gewinne seiner Aktien (ich weiß nicht mehr, ob ich diese Info aus Stadelheim habe oder aus Gesprächen)
Braun machte ausgiebige Reisen (nicht viele, aber sehr teure), kaufte mehrere Immobilien usw usf
Dennoch ist für mich die Theorie mit den Aktiengewinnen nicht widerlegt
Zu den Details einiger Deals verweise ich auf diesen Artikel von Matthew Earl aus dem Dezember 2016. Ich war daran ... naja... peripher beteiligt... würde ich mal sagen... kicher kicher
https://www.lordshipstrading.com/2016/12/...-wdi-gr-skin-in-game.html
On my maths using Bloomberg's data, since July 2008, Markus Braun has purchased 1,365,000 shares in Wirecard through his German company, MB B.
Again on my maths using Bloomberg's data, since July 2008, Markus Braun has sold 1,414,050 shares in Wirecard through his German company MB B.
However, with the exception of the 50,000 shares and a further 150,000 shares, which MB B acquired in 2008, the remaining 1,165,000 were purchased after MB B sold 1,414,050 shares in 2012.
But ball park figure wise, it would seem possible that MB B has hauled in c. €24.2 Million in share sale proceeds and spent c. €46.4 Million in purchasing shares in Wirecard. A net expenditure of c. €22.1 Million on Wirecard stock by MB B since 2008. Wirecard's shareholders must surely be pumping their fists at the results of that number crunching.
So what is the source of that net c. €22.1 Million spent on Wirecard shares?
Eine ähnliche Frage hatte schon Chris Kirchner im Februar 2016 gestellt:
https://www.capital.de/geld-versicherungen/...ette-des-wirecard-chefs
Auch zu diesem Artikel habe ich Gespräche mit den Autoren geführt.
Ich habe beide Artikel kritisiert, weil sie erhebliche Rechenfehler enthalten.
Die älteste offizielle Meldung, die ich kenne, stammt vom 05.09.2005, als Braun 2,3 Mio Aktien gekauft hat für 1,80€ das Stück. Das sind 4 Mio.
Eine weitere Meldung aus 1/2006 erwähnt "2,5 Mio Aktien aus Anteilstausch"
Ich kann nicht sagen, ob sich dadurch der Anteil von 2,3 Mio auf 2,5 erhöhte, das gibt die Meldung nicht her. An anderer Stelle ist von einem Kauf von 2,5 Mio für 3,90€ pro Stück die Rede. Ich habe in meinen Berechnungen angenommen, dass dieses geld tatsächlich geflossen ist. Dann gibt es noch einen kleineren, sehr seltsamen´, Kauf für 1,1 Mio € in 2008 zu einem Kurs, der fast beim dreifachen des damals notierten Kurses stand mit dem Hinweis auf eine "Abmachung". Hier vermute ich, dass während der Krise jemand verkaufen wollte und Braun ihm die 11€ garantierte, den Verlauf aber später druchführte, als die Aktie unter 4€ stand. Wie das genau lief: keine Ahnung!
Ich habe viele Stunden gebrütet, aber so ganz konnte ich das Rätsel nicht klären. Meine Vermutung ist, dass Braun auf Kredit Aktien billigst erstand, er sagte mal "quasi zum Nennwert" (1€?) und diese verkaufte, bevor solche Verkäufe meldepflichtig waren, also zu EBS-Zeiten. Damit kännte er seine Schulden bezahlt haben und dann Besitzer der Aktien geworden sein (quasi ohne finanziellen Aufwand), die einfach fehlen, wenn man die offiziellen Aktienzahlen in Bezug setzt zur Summe aller irgendwo in Insiderdealsangaben enthaltenen Angaben (die eben in sich auch nicht schlüssig sind)
Seine Frau hat übriegns auch 10.000 Aktien besessen - das war zum Zeitpunkt des ERWERBS nicht viel Geld (18000€ etwa). Das ist durchaus plausibel. Bei einem Kurs von 197€ wären das halt fast zwei Millionen und könnte einen teil des fehlendes Geldes auch mit erklären.
Das sind jetzt teilweise eigene Berechnungen, Berechnungen anderer und Informationen aus vielen Jahren Flurfunk bei Wirecard so wie aus PUA und Stadelheim. Ohne Gewähr im Detail, aber am Ende kommt raus: Veruntreutes Geld von Braun ist NICHT gefunden worden, lediglich das ominöse Schatzkästchen ist strittig - aber es ist mitnichten so, wie die StA denkt, dass es aus illegalen Geschäften stammen MUSS! Wie ich oben ausrechnete, kann es auch aus der Geldanlage kommen. Je nachdem, ob/wann Frau Braun ihre Aktien tatsächlich oder durch Umschichtung verkaufte, könnten da 2012 zu 17€ ebenfalls noch 170.000 investiert worden sein, die heute - wie oben gesehen - das 20fache wert äwren.
Also auch das ein Fragezeichen, das an der Gesamtaussage nichts ändert: Es gibt keinen Hinweis darauf, dass irgendwelche Gelder aus Veruntreuungen bei Braun oder der Familie sind.
Eine andere Theorie zum "Schatzkästchen", dessen Existenz an sich insofern unstrittig ist, als es Braun selbst der Deutschen Bank gegenüber als Vermögen angegeben hatte, wurde ebenfalls diskutiert: Dass es nämlich tatsächlich nicht sein Vermögen war und er es nur angab, um den Kredit zu bekommen. Auch hier gilt: abgesehen davon, dass ihn das noch weiter entlasten würde, wäre dies sicherlich längst öffentlich gemacht worden.
Schließlich noch die Idee, die auch in der Anklage steht, dass er nämlich über die überteuerten Käufe profitierte. Aber wie soll das gegangen sein? Die Gelder werden doch schon als Bilanzfälschung einberechnet und müssten dann ja irgendwo sein. Sie sind aber weder in der Bilanz noch - belegbar - bei Braun. Außerdem sagte selbst der Richter des High Courts London, dass er Mauscheleien bei EMIF ausschließt, schließlich seien da seriöse Firmen involviert gewesen. KPMG und Linklaters Moskau ;)
Außerdem wäre das eine ziemlich blöde Rechnung: wieviel Geld soll er da vergraben haben? Da wären ja viele Beteiligte gewesen. Warum sollte er das tun, wenn ihm doch über 7% von bis zu 24 Mrd gehörten und er auch genug flüssiges Geld hatte, um damit was zu machen? Noch mehr Aktien zu kaufen von einem Unternehmen, das nichts als heiße Luft ist, was er angeblich wusste?
Markus Braun mag sehr naiv gewesen sein, Deutschlands dümmster CEO, was weiß ich... Aber das ist kaum plausibel. Im übrigen verwaltete er sein Vermögen angeblich schon immer nicht selbst - das machte seine Schwester.
Das ist wieder sehr ausführlich geworden. Ich hätte es mir leicht machen können und so argumentieren, wie es viele hier machen "Das ist so"
Aber ich will es nachvollziehbar und so belegbar wie möglich machen, das ist mein forensischer Anspruch. Ich bin halt nicht so ein Scharlatan wie gewisse Wirtschaftsprüfer mit vier Buchstaben...
3. Uninteressant: Prozessdetails und Mutmaßungen zu Vorgängen, die Nichtjuristen kaum verstehen können.
Wurden irgendwelche Punkte in irgendwelchen Schriftsätzen nicht ausreichend gewürdigt, hat irgendjemand irgendeine Frage nicht gestellt, usw.
siehe oben: Der Prozess hat massive Konsequenzen für die direkt Betroffenen und darüber hinaus.
Und dass hier dauernd juristische Details von Nichtjuristen diskutiert werden, kann ja wohl kein Grund sein. Auch "Braun ist Täter" ist eine juristisch relevante Aussage. Um das sagen zu können, müsste man entweder das Urteil abwarten oder die Anklagepunkte und Beweise konkret benennen.
Die Würdigung der Beweisanträge und die gesamte Art und Weise der Beweisaufnahme wurden und werden regelmäßig gerügt durch die Prozessbeteiligten und von mir. Ich lasse mich davon vom Vorsitzenden Richter auch nicht abhalten, da ich dies durch meine Kenntnis für eine Verpflichtung halte. Dass ich famit gegen Art 97 GG handeln würde, sehe ich nicht so, da dieses Verfahren bestimmt wird von laufenden Erittlungen einerseits und massiv beeinflusst wird durch von mir angeklagte Ermittlungsfehler im Vorfeld. Hier sind wir dann auf der Ebene der StA und da ist eine kritische Auseinandersetzuing sicherlich erlaubt. Schließlich werden die Aussagen anderer Prozessbeteiligter (Braun, von Erffa, Bellenhaus) ebenso wie Aussagen von zeugen ständig von irgendwem bewertet und kommentiert. Die StA ist icht durch Art 97 GG geschützt, sie ist als Prozessbeteiligter derselben öffentlichen Diskussion ausgesetzt wie jeder andere Prozessbeteiligte. Dies gilt insbesondere aufgrund derungewöhnlichen Konsruktion des Verfahrens, für das die Kammer selbst die Verantwortung trägt, weil sie die Anklageschrift so zugelassen hat, wie sie war. Am Ende könnte der BGH entscheiden, dann aber wäre, wie ich im j'accuse schrieb, "die Aufklärung endgültig von juristischen Spitzfindigkeiten abhängig", was ich persönlich nicht für gut befinden würde.
Und klar: Es würde meinem Gerechtigkeitssinn zuwiderlaufen, wenn diejenigen, die für den Betrug verantwortlich wären, nicht eine Weile im Bau landen.
Warum würde es dann nicht Deinem Gerechtigkeitssinn zuwiderlaufen, wenn ein Unschuldiger seit über 4 Jahren in U-Haft ist und wenn ein von Erffa ernsthaft nach fast 2 Jahren Prozess vom Richter mit einer Freiheitsstrafe von 8Jahren plus bedroht wird? Das ist für mich ein Widerspruch.
Wir müssen uns aber damit abfinden, dass da draußen hunderte von Betrügern herumlaufen, nur weil ihnen der Betrug nicht nachgewiesen werden konnte. Mein Lieblingsbeispiel dazu war Herr Piech, der sich aus dem Dieselskandal herausfinden konnte, weil er alle Entscheidungen nur mündlich traf und seine Leute dazu anwies, die Dikumente zu unterschreiben.
Ein Skandal, vor allem lag der Fall da anders als hier. Dass es übrigens zu Braun nicht nur kaum bis keine belastenden Unterlagen gibt, sondern offensichtlich insgesamt erstaunlich wenig bekannt ist darüber, was er den ganzen Tag machte, ist für mich ein sehr starker belastender Faktor. Eben der "Piech-Faktor"
Dass bisher Leute völlig unschuldig im Bau waren, habe ich nicht wahrgenommen.
Genditzki?
zu lebenslänglich verurteilt trotz erheblicher Zweifel, BGH hebt auf, wieder lebenslänglich, obwohl SZ öffentlich schrieb "Der Mord, der keiner war" (2012). Jahrelanger Streit um Wiederaufnahmeverfahren, das dann 2022 kam, Freispruch 2023 nach 13 Jahren Knast!
https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Genditzki
Mollath?
Der Fall war insgesamt komplexer... Ich nehme an, dass er bekannt ist. Die bayerische Justizministerin Beate Merk lehnte Wiederaufnahme ab, sinngemäß "Irrtum der Richter ausgeschlossen". Ergebnis: Aufhebung!
"Der zerstückelte Bauer"
Familie wird wegen gemeinschaftlichem Mord verurteilt, es gibt Geständnisse. Die Familie habe den Familienvater getötet, zerstückelt und an die Hunde verfüttert. Schuldspruch.
Dann wurde die intakte Leiche in einem Auto aus der Donau geborgen. StA argumentierte gegen Wiederaufnahme sinngemäß: "Naja, tot ist er ja!"
Nach Ansicht der Rechtsanwältin haben die Ermittler damals einzelne Aussagen der Verdächtigen immer weiter getragen und so die Theorie des “verfütterten Bauern“ quasi selbst kreiert. Im Unterschied zu anderen Fällen mit widerrufenen Geständnissen sei hier nun bewiesen, dass es so nicht gewesen ist. “Der Fall ist deshalb so einzigartig.“
https://www.merkur.de/bayern/...ss-mord-bauern-neu-dpa-zr-969397.html
Ok, nun warte ich, ob hier mal inhaltlich diskutiert wird.
Oha, hier werden Links nicht automatisch umgewandelt? Dann fehlen sicher viele Links...
wenn irgendwo einer fehlt, bitte melden
https://www.fob.at/...knaller-verfahren-gegen-egisto-ott-eingestellt/
Um die Medien und die Politik zu ärgern, hat Surowiec die weiteren Hintergründe exklusiv auf Telegram veröffentlicht.
Ich vermute schwer, dass da Folgendes steht: (wen es interessiert, der Rest kann es überlesen)
Hintergründe zur exklusiven FoB-Story „Nowitschok-Knaller: Verfahren gegen Egisto Ott eingestellt“
Der nicht veröffentlichte „Barcode“ zur eindeutigen Identifikation österreichischer Dokumente auf dem sogenannten Nowitschok-Dokument der Financial Times (FT) machte das Redaktionsteam von Fass ohne Boden (FoB) im vergangenen Jahr stutzig. Weder im Online-Artikel der FT vom 9. Juli 2020 (Online-Erstveröffentlichung) noch im Folgebericht vom 10. Juli 2020, noch in den Printversionen vom 10. und 11. Juli 2020 war ein solcher Barcode zu finden oder zu erkennen.
Rückblick 2018: Nowitschok-Anschläge
Fakten statt Annahmen
In der Berichterstattung ist oft von der „Nowitschok-Formel“ die Rede, was allerdings irreführend ist. Die Berichte der OPCW (Organisation für das Verbot chemischer Waffen) sind Untersuchungsberichte, die sich mit den Nowitschok-Vergiftungen befassen. Als FoB-Redaktion beschäftigen wir uns derzeit intensiv mit der Analyse der verschiedenen Dokumente, die im Rahmen des Ermittlungsverfahrens gegen den ehemaligen BVT-Beamten Egisto Ott und den ehemaligen Generalsekretär des österreichischen Außenministeriums, Johannes Peterlik, entstanden sind. Dabei treten zahlreiche Unstimmigkeiten auf – ein wortwörtliches „Fass ohne Boden“.
Grundlage für das Ermittlungsverfahren in Österreich, einschließlich einer Sachverhaltsdarstellung von drei Ministerien an die Staatsanwaltschaft in Wien, waren mehrere Artikel der FT. In diesen Artikeln wird von einem nicht veröffentlichten Barcode gesprochen, der das vermeintliche Dokument von Jan Marsalek eindeutig als aus Österreich stammend identifizieren soll. Weder in der Print- noch in der Online-Version der Artikel ist jedoch ein solcher Barcode zu finden. Sollten wir uns irren, bitten wir höflichst um eine E-Mail an redaktion@fob.at. Über sachdienliche Hinweise und Unterstützung bei der Recherche sind wir dankbar.
Weitere Enthüllungen der FT
Am 10. Juli 2020 berichtete die FT, dass Hamish de Bretton-Gordon, ehemaliger Kommandeur des britischen Regiments für chemische und biologische Waffen, es für „unwahrscheinlich“ hielt, dass die Dokumente von OPCW-Mitgliedsstaaten in Westeuropa oder den USA stammen. Kurz darauf wurde in einem anderen Land die Story bereits anders erzählt, dokumentiert und weitergegeben.
(Teil 1/2)
(Teil 2/2)
Weitere Enthüllungen der FT
Am 10. Juli 2020 berichtete die FT, dass Hamish de Bretton-Gordon, ehemaliger Kommandeur des britischen Regiments für chemische und biologische Waffen, es für „unwahrscheinlich“ hielt, dass die Dokumente von OPCW-Mitgliedsstaaten in Westeuropa oder den USA stammen. Kurz darauf wurde in einem anderen Land die Story bereits anders erzählt, dokumentiert und weitergegeben.
Die Rolle der OPCW
Trotzdem war es der OPCW laut aktueller Aktenlage möglich, zwischen dem 9. und dem 13. Juli 2020 eindeutig festzustellen, dass die Dokumente der FT einen Bezug zu Österreich haben. Offiziell wurde die Republik Österreich am 13. Juli 2020 durch die österreichische Botschafterin in Den Haag darüber informiert, dass das von der FT veröffentlichte Dokument seinen Ursprung in Österreich habe. Der Sachverhaltsdarstellung vom 24. Juli 2020 heißt es im Wortlaut: „Arias informierte im Laufe dieses Gesprächs u.a., dass das Deckblatt des von der Financial Times angeführten oz. Dokuments am rechten oberen Seitenrand einen (nicht veröffentlichten) Barcode aufweise, woraus ersichtlich ist, dass das Dokument aus österr. Herkunft stamme.“
Interessante Details
Besonders interessant wird es, wenn man die genauen Details des Online-Covers der FT-Geschichte vom 9. Juli 2020 betrachtet. Auf dem Faksimile-Dokument wird auf den Fall Amesbury verwiesen. Zur Erinnerung: Salisbury trägt bei der OPCW die Dokumentennummer S/1612/2018 und befasst sich mit dem Skripal-Fall, während Amesbury die Nummer S/1671/2018 hat. Der angebliche Barcode ist auf dem Cover jedoch nicht sichtbar. Aktuell werten wir hunderte Seiten zu dem Fall Nowitschok aus.
Weitere Informationen
https://www.opcw.org/documents-related-salisbury
https://www.fob.at/...knaller-verfahren-gegen-egisto-ott-eingestellt/
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| 22 | 20.197 | Meine Wirecard-Gewinne - Thread! | BorsaMetin | crossoverone | 11.08.25 17:09 | |
| 10 | 2.454 | Sammelklagen Wirecard! Wer ist dabei? | mrymen | kahavog | 04.08.25 21:33 | |
| 797 | das Portfolio | der Portfolio_Thre. | der Portfolio_Thread | 08.01.24 16:43 |