Wir hatten ein liquiditätsgetriebene, auf billigem Geld aus Japan und der Schweiz basierende Hausse, die vor allem Momentum-Ritter wie Hedgefonds mit Futures immer höher trieben, obwohl sich in USA bereits deutliche Schwächen ankündigten (Verschuldung, Housing-Krise, Junkbond-Krise usw.)
Durch die Leitzinserhöhung in Japan auf 0,5 % (Verdoppelung von 0,25 %) müssen Spekulanten jetzt im großen Stil ihre Yen-Carrytrades rückabwickeln, d.h. Yen kaufen. Deshalb stieg EUR/Yen in den letzten 10 Tagen um 5 %. Auch zum Dollar und zum Britischen Pfund ist der Yen stark angestiegen.
Um die Yen zurückzukaufen, müssen Dollar verkauft werden bzw. Anlagen, die mit diesen Dollars gekauft wurden (Alles, was in der Assetblase nach oben getrieben wurde, Aktien, Gold, Rohstoffen, Immobilien usw.) jetzt VERKAUFT werden, damit die Dollars für die Yen-Rückkäufe wieder zur Verfügung stehen.
Bei solchen widrigen Makrofaktoren ist völlig irrelevant, ob irgendein deutscher Nebenwert fundamental über- oder unterbewertet ist.
Die Argumente habe auch im Eingangsposting meines US-Bären-Thread detailliert aufgelistet:
http://www.ariva.de/board/283343-----
Zins-Chart: Weltweit steigende Zinsen/Inflation beenden jetzt die Ära der "globalen Hyperliquidität
