...das stimmt schon, ist ein Risiko. Bin aber mit 2000Stk. bei 33,50 rein. Werde den SL recht knapp setzten. Sollte Q1 tatsächlich so schlecht sein gehe ich auch raus.
Hoffe aber das Q1 doch besser gelaufen ist und DER AKTIONÄR mit seiner gesamt Einschätzung richtig liegt:
Wer Bankgeschäfte in einer Filiale erledigt oder an einer Kasse im Handel etwas bezahlt, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit in Kontakt mit einem Produkt aus dem Hause der Wincor Nixdorf AG. Der Paderborner Konzern hat sich als eines der weltweit führenden Unternehmen von Hard- und Softwarelösungen für Geldautomaten und Kassensysteme etabliert. Die dazugehörigen Dienstleistungen für die Branchen Banken und Handel hat der Konzern gleich mit im Angebot. Nach einigen Jahren der Neuausrichtung hat sich Wincor Nixdorf von einem reinen Hardware-Hersteller zu einem Komplett-Anbieter gewandelt. Nun können Kunden sowohl auf Hardware als auch auf IT-basierte Lösungen, Software, Wartung und Serviceleistungen aus einer Hand vertrauen. Der MDax-Konzern wird gegenwärtig mit rund 1,33 Mrd. Euro an der Börse bewertet.
Im November legte Wincor Nixdorf die Zahlen für das am 30. September abgeschlossene Geschäftsjahr 2013/2014 vor. Der Konzern verzeichnete mit 2,5 Mrd. Euro einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis (EBITA) konnte um 17 % von 132 auf 155 Mio. Euro zulegen. Unterm Strich verdiente Wincor Nixdorf rund 18 % mehr als im Vorjahr, da das Periodenergebnis von 88 auf 104 Mio. Euro stieg. Der Spezialist für Kassensysteme will auf der nächsten Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 18 % von 1,48 auf 1,75 Euro je Aktie vorschlagen.
Nachdem die Aktie von Wincor Nixdorf in 2014 unter den Krisen in Osteuropa (Ukraine-Konflikt, Russland-Sanktionen) gelitten habe, sei laut DER AKTIONÄR nun aber klar, dass diese Belastungen mit "weniger als 50 Mio. Euro" geringer als erwartet ausfallen dürften. Und mittel- bis langfristig sei von einer Entspannung dieser Situation auszugehen. Für eine deutlich anziehende Nachfrage nach neuen Kassensystemen und Geldautomaten werde aber sowieso eine andere Unabdingbarkeit sorgen. Die Lebensdauer von Bankautomaten betrage im Schnitt sieben Jahre. Seit der Finanzkrise 2008 seien Bankautomaten kaum erneuert worden, weil die Finanzinstitute strengen Sparzwängen unterworfen waren. Aber nach nunmehr sieben Jahren führe so langsam kein Weg mehr an der Anschaffung neuer Geräte vorbei. Dazu komme auch noch, dass eine neue Generation von Bankautomaten auf den Markt dränge. Die zunehmende Verbreitung von Smartphones mache entsprechende Schnittstellen an den neuen Automaten und bei Kassensystemen nötig. Mit mobilen Zahlsystemen, wie Apple Pay und von anderen Anbietern, sei diese Entwicklung kaum aufzuhalten. Wincor Nixdorf profitiere jedoch nicht nur von der Erneuerungswelle bei Bankautomaten und Kassensystemen, sondern auch von der wachsenden Mittelschicht in den Entwicklungs- und Schwellenländern. In den kommenden 15 Jahren sei von einer Verdopplung der kaufkräftigen Mittelschicht in den Schwellenländern auf 4,2 Mrd. Menschen auszugehen. Und solange diese Käufergruppe wachse, wachse auch die Nachfrage nach Bankautomaten und Kassensystemen. Bis 2018 könne von einem jährlichen Wachstum von 6 % bei der globalen Anzahl von Geldautomaten ausgegangen werden. Die Auszahlungen an Automaten werde weltweit jährlich um 13 % auf dann 133 Mrd. Euro zulegen, das Volumen mobiler Bezahltransaktionen um jährlich 35 % auf 721 Mrd. USD ansteigen. Für Wincor Nixdorf mache es kaum einen Unterschied, welche Zahlmethode bei den Kunden das Rennen mache. Die Paderborner verdienten an allen Varianten. Angesichts einer attraktiven Bewertung mit einem 2015er-KGV von 12 und einer Dividendenrendite von aktuell 4,6 % raten die Experten von DER AKTIONÄR bei dem Titel mit einem Kursziel von 55,00 Euro zum Einstieg (rund 37 % Potential).
Charttechnische Einschätzung: 2014 war bislang kein gutes Jahr für die Aktie von Wincor Nixdorf. Anfang März markierte die Aktie bei 58,00 Euro das Jahreshoch. Von Anfang November datiert das aktuelle Jahrestief bei 33,50 Euro. Momentan notiert die Aktie unmittelbar im Bereich der Abwärtstrendlinie. Gelingt ein Sprung über diese Hürde, könnte damit eine Bodenbildung oder Trendumkehr eingeleitet werden. Über 44,00 Euro wäre der Weg in Richtung Jahreshoch wieder deutlich einfacher. Sollte der Titel jedoch am Abwärtstrend nach unten hin abprallen, droht die Fortsetzung der Abwärtsbewegung.
Quelle: www.mastertraders.de/trading/kursziele/...r-nachfrage-rechnen/