Wie wäre es mit einem negativem Zinssatz?


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SteG1:

@tony

 
30.12.09 14:34
Nun, Du beschreibst einen "abgemilderten" Sozialismus und leider hat dieser nicht funktioniert...

Unser System basiert auf individuellen Entlohnungen, egal in welcher absoluten Höhe. Wenn Du nun sagen wir bei 100 Mio Euro eine Grenze mit massiver Zusatzbesteuerung einführst, dann werden alle Menschen mit 100 Mio Euro aufhören ihr Vermögen zu vermehren. (abgesehen davon, dass die "schlimmen" Reichen heute schon einen Großteil des Staates finanzieren und die "Armen" davon profitieren z.B. Schulsystem, öffentliche Sicherheit etc.).
Umgekehrt wird der "Arme", dem Du Geld gibst überhaupt nichts mehr tun, da er Geld ja umsonst bekommt. Zudem haben wir ja bereits ein deartiges System da mit Hartz IV ein faktischer Mindestlohn vorhanden ist. Warum arbeiten Menschen in Rumänien für 200 Euro? Weil 200 Euro mehr als Null Euro sind. Warum arbeitet hier keiner für 200 Euro? Weil er mit Hartz IV ca. 700 Euro für nichts bekommt. Er arbeitet nur, wenn er einen Zuverdienst hat, also mehr als die 700 Euro... Und die "bösen" Reichen subventionieren über die Steuerfinanzierung bereits diese Menschen...
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Ameise:

Gutes Neues

 
01.01.10 14:25
Muß doch nochmal was schreiben zum Thema.
Beispiel Haus - Hypothek 300T€
Finanziert über x% Zins, Rückzahlung einfach mal angenommen von 600T€ über die Laufzeit.

Wo kommt das Geld her zur Finanzierung:
Wird über reale Arbeit erwirtschaftet und dem Wirtschaftskreislauf für real existierende Güter entzogen.
Der den Kredit bedient muss dazu mehr verdienen, gegen das ist eine unendliche Spirale an deren Ende irgendwann der Kollaps des Wirtschafts-und Finanzsystems steht. Dann kommt die Währungsreform und der ganze Quatsch beginnt von neuem. Ist das gut?

Sogenannte Zinsen auf reale Werte (Nutzungsgebür wäre treffender) wie Miete finde ich in Ordnung. Geld ist für mich eben nur ein Tauschmittel bzw. ein Maßstab für real Erschaffenes.

Und Unternehmensgewinne sind ebenso notwendig (mit oder ohne Zins). Man kann keine Unternehmen führen ohne Gewinn zu machen, das ist auch keine Armen-Abzocke sonderen einfach notwendig.




Bei Schreibfehlern besteht kein Anspruch auf Finderlohn.  ;-)
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Tony Ford:

@Steg1

 
03.01.10 17:30
Dass die "schlimmen" Reichen den Staat zum Großteil finanzieren, ist dessen Pflicht.
Im Gegenteil, die Reichen liefern einen viel zu niedrigen Beitrag, denn mit jedem Vermögen entsteht auch eine gesellschaftliche Verpflichtung.

Denke einfach mal anders, nämlich dass die Schwerreichen den Armen größere Chancen auf Vermögen einräumen, dann wird der Beitrag der "Armen" deutlich steigen und die Verpflichtung der Reichen sinken.
Am Ende haben beide Seiten mehr Geld in ihrer Tasche und dies muss nicht bedeuten, dass man den Armen das Geld einfach nur schenkt.
Stattdessen sollte man den Beitrag, den z.B. ein Arbeiter leistet eben etwas stärker honorieren und die Leistung die ein Manager leistet etwas "relativieren".
Es kann nicht sein, dass ein LKW-Fahrer oder schwerarbeitender Facharbeiter nur einen Bruchteil an Geld bekommt, als ein Manager der den Tag lang im Büro sitzen kann, dafür sicherlich am Abend nen Brummschädel hat. Geistige und körperliche Arbeit sollte nicht so unterschiedlich bewertet werden, so dass auch die "dümmeren" Menschen Aussicht auf anständige Entlohung und Vermögen haben.

Des Weiteren steckt in den Arbeitern viel mehr Potenzial als dies genutzt wird.
Beispiel Kurzarbeit oder Entlassungen:
Eingespart wird vor allem beim Facharbeiter, doch in Wahrheit kann ein erfahrener Facharbeiter auch so manche Ingenieursaufgaben erfüllen, wenn man ihm die Perspektive und Chance in Aussicht stellen würde. Doch stattdessen werden junge Ingenieure eingestellt, die den Facharbeitern "diktieren" wollen, wie etwas produziert werden sollte.
Doch man traut eben der Putzfrau nicht zu, dass sie eins + eins zusammenzählen kann und man glaubt, dass ein Vorgesetzter oder Manager immer die besseren Entscheidungen treffen kann, als ein Facharbeiter.

Ich finde, man sollte den Menschen zu jeder Zeit Chancen zum Aufstieg einräumen und fördern, dann kann aus einer Putzfrau eines Tages vielleicht sogar eine Ingenieurin werden.
Doch dies ist eigentlich gar nicht gewollt, weil die "Reichen" da oben die "Armen" unterdrücken und beherrschen wollen, so dass ihre Bankkonto stets gefüllt bleibt und selbstverständlich am Liebsten von den Steuerzahlern und vor allem von den Armen.
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