Wie lange kann die Liquiditaetshausse anhalten?


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Stox Dude:

Wie lange kann die Liquiditaetshausse anhalten?

 
16.02.04 20:02
Das fragen sich bestimmt noch mehrere.

Ich persoenlich haette paar Fragen und vielleicht koennen
einige von euch mir helfen diese zu beantworten.

1. Wie lange kann die FED 24/7 die Druckmaschine laufen
lassen. Alan Greenspan hat einen Helikopter voller Geld in die Luefte gejagt, der Geld vom Himmel wirft. Wer aber ist der Pilot ? Japan ?

2. Arbeitslosenzahlen sind bekannterweis ein " lagging indicator" , aber wie lange wird es noch dauern bis diese Zahlen den Aufschwung bestaetigen?

3. Payrolls, also Zahlen von echten Anstellungen wurden 170,000 geschaetzt und 1000 waren es. John Snow fiel die Kinnlade runter. Wann erwarten wir hier eine Besserung?

4. Verschuldung per Haushalt Auch hier nimmt die Verschuldung zu und nicht ab!
Wie lange kann das dauern bis wir suedamerikanische Verhaeltnisse haben?

5. Steuerverguenstigung
Bush erklaert eine Steuerbefreiung die hauptsaechlich fuer die Minderheit, naemlich die Reichen Amerikas betrifft. Bundesstaaten wie u.a. California sind aber bankrott.
Wenn die Bundesstaaten die Steuern anheben, wie kann die Steuerbefreiung sich dann auswirken? Fehlen dann nicht Washington paar Dollar und vor allem noch viel mehr Dollar wenn Defense Spending sich erhoeht?

6. Consumer of America
Wenn Gehaelter nachweislich fallen, Rohstoffe skyhigh steigen, benchmark interest steigen wird, College Fee und Healthcare bis zu 30% zum Vorjahr gestiegen sind,
wieviel Geld bleibt am Ende des Monats uebrig, das der Konsument die Wirtschaft weiterhin ankurbeln kann.

7. Walmart Syndrom & China
China ist Exporter von Deflation, Walmart vertreibt in USA mit fallenden anstatt steigenden Preisen in USA Deflation. Wenn China wie erwartet, derzeitig 3% Inflation,

zum Exporter von Inflation wird, wie wird USA darauf reagieren, wenn wir doch wissen das unter Punkt 6 die Konsument eh weniger Geld pro Monat uebrig haben gegeueber
dem Vorjahr. Wie sollen die dann Produkte kaufen, die aufgrund steigender Inflation teurer werden aber die Gehaelter nicht anziehen?

8. Zinserhoehung
Der schwache Dollar hilft einigermassen den Unternehmen in USA, aber nicht viel, weil die Beschaffung von Rohstoffen teuerer wurde. Wenn nun die Zinsen nur 50bsp steigen in 2005 (was niedrig waere), was wuerde das den Firmen an earnings kosten?

9. US GAAP Earnings
Wie wir alle lesen konnten, waren die earnings top in 2003 und viele erwarten in 2004 sogar eine 15-20% Steigerung. Die Gewinne wurden aber auf Kostenreduzierung und durch
Liquiditaet unterstuetzt durch die FED sprich durch Investitionen am Kapitalmarkt erzielt und nicht durch Core Earnings, also dem eigentlichen Geschaeft der Firmen.
Wird da nicht etwas vertuscht?
Wie wuerden die Gewinne aussehen, wenn die US Boerse nur 10-15% fallen wuerde, der Dollar aufgrund der Zinserhoehung staerker wird und Inflation zunimmt?

10. Hypotheken
Diese Frage brauch ich eigentlich nicht stellen, das Problem kennen wir, nur wurde/wird es von Fanny & Freddy nett hinausgezoegert. Mich wundert es auch, warum die EZB
einige Anleihen von Fanny Mae Mitte/Ende letzten Jahres so hastig auf den Markt geworfen hat. Was wissen die ?


Das sind nur paar Fragen und eigentlich haette ich noch mehr auf Lager, nur will ich Eure Zeit nicht zu sehr in Anspruch nehmen

Stox Dude
Wie lange kann die Liquiditaetshausse anhalten? 1384848
Antworten
jgfreeman:

Meines Wissens,

 
16.02.04 20:05
wurde im 2. Weltkrieg mit dem Gedanken gespielt, bergeweise feindliche Banknoten zu fälschen, um sie dann über Feindesland abzuwerfen. ;-)
Antworten
hjw2:

bis alan das zeitliche gesegnet hat o. T.

 
16.02.04 20:12
Antworten
Depothalbierer:

Genau, die liegen jetzt im Toplitzsee.

 
16.02.04 20:13
Pfundnoten von erster Fälscher-Qualität.

Die Liquiditätshausse wird bis zur US-Wahl anhalten.
Ich glaube immer weniger an gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge, die bisher inmmer galten.
Genauso , wie die politische Wahrheit massiv verfälscht wird, können die Finanzmärkte inzwischen beliebig manipuliert werden, gelobt sei die Globalisierung.
Frag mich nicht, wie die das schaffen, ich weiß nur, daß sie es garantiert schaffen.

Es wird endlich Zeit, daß nicht mehr ein Land der Welt die Finanzmärkte diktiert, sondern daß Europa dagegenhält.
Wenn der Dollar weiter fällt, sollte die EZB endlich die Zinsen auf US-Niveau senken, fuck off Inflation!!
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Klaus Mao:

Stox Dude: Wie gefällt Dir das?

 
16.02.04 20:45
[ Fundsache vom 13.02.2004 ]

...
die Märkte machen auf mich den Eindruck, als wäre es die Ruhe vor dem Sturm... und politisch sieht es ähnlich aus. Wenn nun auch noch die Chinesen aufwerten und den Yuan an einen Währungskorb binden, dann könnte Japan mit seinen immensen Dollarbeständen in Panik geraten...

Mein aktueller Marktkommentar:

Nach den heutigen Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen und dem US-Handelsbilanzdefizit kam es zu deutlichen Verlusten beim US-Dollar und bei Aktien. Doch plötzlich gingen Gold und Silber in einen Sturzflug über, der US-Dollar stieg dagegen rapide an und die Aktienmärkte stoppten ihre Verluste. Ich kann es nicht beweisen, bin mir aber relativ sicher dass hier im Markt interveniert wurde.

Der gestrige Zukauf meiner "Versicherung" eines DAX-Put-OS (wurde per Email mitgeteilt, bei Interesse an Updates bitte Email an mich senden) hat heute bereits gezogen. Dazu noch folgendes: eine Versicherung kostet Geld. Ich bin mir also darüber im Klaren, dass der Markt weiter steigen könnte und meine "Versicherung" dann nicht zum tragen käme und der Einsatz somit verloren wäre. ABER: Sollte es zu Rückschlägen an den Märkten kommen, wäre ich zumindest etwas abgesichert. Durch die seit Monaten fallende Volatilität sind OS nun relativ "günstig". Das ist vergleichbar mit ihrer Schadenfreiheitsklasse bei Ihrem Auto - mit jedem Jahr das Sie unfallfrei beenden sinken ihre Versicherungskosten (zumindest laut Plan - die Versicherungen schlagen dennoch ständig drauf...). Alternativ zu OS kann man natürlich auch einfach ein gewisses Maß an Cash halten. Das kostet lediglich die Inflation. Andererseits verdient man natürlich auch nichts daran, wenn die Märkte fallen.

Zu den Interventionen: Im Prinzip erscheinen sie mir sinnvoll, allerdings könnte dies die Investoren in falscher Sicherheit wiegen. Eine echte Panik werden auch die Notenbanken (oder wer auch immer dahinter steht) nicht abfangen können. Ich erinnere an einige "Prophezeiungen" aus der Börseninfo für 2004:

- Der US-Konsum trübt sich im ersten Quartal ein, woraufhin es an den Aktienmärkten [...] zu deutlichen Verlusten kommt.

- Die US-Geldmenge sinkt weiter, weil sich der US-Konsument nicht weiter verschulden kann. Die US-Wirtschaftsdaten zeigen eine Abkühlung an.

Es sind die US-Konsumenten, die in diesem Jahr die Party beenden werden - im Automobilbereich deutet sich dies schon länger an. Ich wiederhole daher: bleiben Sie vorsichtig! Wenn Sie Aktien kaufen, dann sichern Sie das Investment mit einem Stopp ab! Meines Erachtens war das heute ein Warnschuss...


Der einzige Sektor, der mir im Moment noch interessant erscheint ist der Öl-Sektor. Allerdings: wenn die Märkte beginnen zu kippen, dürfte kein Bereich verschont bleiben.

Grüßend und für deine stets lesenswerten Hinweise dankend,

...

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Klaus Mao
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