Wie lange hat Hitzfeld noch bein FC.Bayern ?


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nojoke:

Wie lange hat Hitzfeld noch bein FC.Bayern ?

 
03.11.02 14:03
Meine Meinung: 14 Tage
Rein Spielerisch ist Dortmund die beste Mannschaft vom Kader.

Warum Beckenbauer wirklich der Kragen platzte und was Hitzfeld erwartet, wenn er heute verliert
Von Alexander Steudel
München/Berlin - Als die Trainingseinheit beim FC Bayern beendet war, bahnte sich Ottmar Hitzfeld lächelnd einen Weg durch die Menge. Nicht Fans verstellten dem Trainer den Weg, sondern Journalisten. 35 etwa, dazu sechs Kamerateams. Hitzfeld, 53, wollte zunächst einmal zu den Autogrammjägern - 15 Minuten lang setzte er seinen Namen auf Karten, Poster oder Trikots. Als sei nichts geschehen, freundlich wie immer.

Er stand dann auch den Journalisten Rede und Antwort. Wichtigster Punkt seiner Ausführungen: Ja, er gehe davon aus, bis 2004 Bayern-Trainer zu bleiben. Das mag nach dem blamablen Aus in der Champions League einerseits unrealistisch sein. Andererseits demonstriert der Trainer mit dieser Art der Krisenbewältigung vor dem Spiel heute in Bremen genau die Stärke, die die Bayern-Führung stets an ihm geschätzt hat.

"In solchen Momenten zeigt er seine wahre Klasse. Er geht sehr analytisch und mit einem klaren Plan solche Schwierigkeiten an", sagt selbst Michael Meier, Manager beim Ligakonkurrenten Borussia Dortmund. Von 1991 bis 1998 war Hitzfeld dort Trainer und führte die Mannschaft 1997 zum Champions-League-Sieg. Danach wurde er weggelobt zum Sportdirektor, ein Jahr später war er ganz weg. Mit den Bayern holte er den Titel prompt noch mal, das war 2001. So gesehen wäre es jetzt wieder so weit.

Hitzfeld ist ein stolzer und eitler Mensch. Ebenso gewissenhaft im Ausarbeiten seiner Trainingskonzepte wie im Zählen seiner Titel. Seine größte Angst ist die, entlassen zu werden. Stets und voller Stolz verweist er darauf, dass ihm diese Schmach bislang erspart geblieben sei. Nun steht er kurz davor, er weiß es. Die Treuebekenntnisse der Vereinsführung bleiben aus, zwei Wochen, heißt es an der Säbener Straße, habe Hitzfeld Bewährungsfrist: Sollten die Bayern heute in Bremen und danach das DFB-Pokalspiel am Mittwoch gegen Hannover sowie die Bundesligaspiele gegen Dortmund (9. November) und Wolfsburg (16. November) verlieren, sei er nicht mehr zu halten.

Außerhalb der Trainingseinheiten schottet sich Hitzfeld nun ab. Selbst die mechanisch klingende Frauenstimme auf der Mailbox seines Handys erscheint dem Anrufer plötzlich unfreundlich. "Der Teilnehmer ist derzeit nicht erreichbar. Auf Wiederhören." Klick. Ähnlich verhält es sich mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: Dessen Handy ist ausgeschaltet, der heimische Büroanschluss gar gekappt.

Tatsächlich steht Hitzfeld zwischen allen Fronten beim FC Bayern. Rummenigge und Manager Uli Hoeneß sind unzufrieden, weil er ihnen zu viel "Weiter so" und zu wenig Aufbruchstimmung vermittelte nach dem Champions-League-Sieg. Hitzfeld wiederum forderte vor der Saison defensive Spieler und folgte damit dem bewährten Trainer-Leitmotiv, wonach eine Mannschaft von hinten nach vorn neu aufgebaut wird - und nicht umgekehrt, wie es Hoeneß wollte, der dann, Fans und Sponsoren zuliebe, Ballack, Deisler und Zé Roberto an die Isar lockte.

Aufsichtsratschef Franz Beckenbauer lacht sich nun ins Fäustchen. Er habe es kommen sehen, behauptet er. Hatte nicht er mehr Nachwuchsarbeit gefordert? Nun verlegt er sich darauf, auf perfide Weise die Autorität der Macher zu untergraben. Am Freitag polterte der Kaiser gegen Spieler ("eine tote Mannschaft"), Trainer ("Es ist einfach zu sagen, ich will den oder den") und den Vorstand ("Man war nachlässig und hat nur zugeschaut") - ausgerechnet in einer Phase, in der sich die Klubführung Schweigen verordnet hatte. Doch Beckenbauer konnte das ja nicht wissen. Ihn hat das Duo Hoeneß/Rummenigge längst aus dem Tagesgeschäft gedrängt. Rache ist süß, wie sich nun zeigt.

So wird nun die Führungskrise beim Intrigantenstadl FC Bayern auch zu Hitzfelds Problem. Doch kann er nicht aus seiner Haut, Aufbegehren ist nicht seine Sache. Schon in der Einkaufspolitik zog er den Kürzeren.

Auch den Streitereien im Team steht er jetzt machtlos gegenüber. Lange nicht mehr sei die Stimmung im Kader so schlecht gewesen wie jetzt, ist zu hören. In den Trainingseinheiten geht es zeitweise brutal zu, gegenseitige Schuldzuweisungen auch in der Kabine stehen auf der Tagesordnung. Der Tiefpunkt war beim 1:2 in La Coruña erreicht. Keiner lief mehr für den anderen - der Tod jeder Mannschaft. Auf der Bank saß währenddessen Stürmer Claudio Pizarro. Der hoch bezahlte Stareinkauf der vergangenen Saison hat trotz seiner sechs Tore bisher nicht halten können, was man sich von ihm versprach. Und das sorgt für viel Unruhe im Kader. Heute soll der Peruaner seine nächste Chance bekommen.

Gleich nach dem Spiel am Dienstag kündigte Hitzfeld an, sich künftig eines neuen Arbeitsstils zu bedienen. Schon in den darauf folgenden Trainingseinheiten unterbrach er Spielübungen sehr oft, was er sonst eigentlich nicht tut. Suchte hin und wieder Einzelgespräche mit Spielern, etwa Jeremies, Robert Kovac oder Sagnol. "Fehler muss man ansprechen. Damit in Zukunft die Defensive wieder kompakter steht", sagt er.

Doch dazu braucht Hitzfeld mehr Unterstützung, als es allein Co-Trainer Michael Henke, in der Mannschaft kaum akzeptiert und teilweise verlacht auf Grund seiner limitierten trainingstaktischen, psychologischen und sportlichen Fähigkeiten, leisten kann. Als Alternative bietet sich nun an, auf das englisch/spanische Modell umzuschwenken. Hitzfeld bekäme dann zumindest einen dritten Mann neben sich gestellt. Anforderungsprofil: die Defensive taktisch schulen, auf Spieler einwirken. Hitzfeld würde damit zu einem Supervisor, wie es im Ausland oft üblich ist und auch schon in der deutschen Nationalmannschaft von Teamchef Rudi Völler praktiziert wird.

Doch vorerst hat Hitzfeld mit anderen Problemen zu kämpfen: Der Kader ist zu groß für eine Mannschaft, die früh in der Champions League ausgeschieden ist. "Dadurch, dass er jetzt nicht mehr so viel rotieren lassen kann, wird sich Frustpotenzial bei einigen Spielern bilden. Das könnte Unruhe zur Folge haben. Aber Ottmar ist erfahren genug, auch damit umzugehen", sagt Dortmunds Manager Meier.

Für ihn steht fest, dass Hitzfeld - noch Tabellenführer in der Bundesliga - den Kopf aus der Schlinge ziehen wird. "Wenn man sieht, was da jetzt alles an ihm festgemacht werden soll, kann man ohnehin nur mit dem Kopf schütteln. Bei den ganzen Schuldzuweisungen, die derzeit hauptsächlich von der Boulevardpresse gemacht werden, ist das Maß verloren worden", sagt er.

Unglücklicherweise gastiert am Samstag ausgerechnet Borussia Dortmund im Münchner Olympiastadion
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Schnorrer:

Hitzfeld war schon immer eine Pfeife.

 
03.11.02 14:05
Bayern war trotz Hitzfeld erfolgreich, deshalb sage ich: 2 Tage noch.
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nojoke:

Der Nachfolger trainiert schon die Amateuere o. T.

 
03.11.02 14:08
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nojoke:

Ciao Hitzfeld das wars in München

 
04.11.02 10:51
Seit seiner Affaire geht es bergab mit dem grossen Trainer der Bayern.
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