Wie geht es nach der Wahl weiter?


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geldschneider:

Wie geht es nach der Wahl weiter?

 
03.11.04 04:52

Wer hilft der Börse?

 

Bush oder Kerry: Wer hilft der Börse?
 Wie geht es nach der Wahl weiter? 1694743mdb.instock.de/files/1000.jpg" style="max-width:560px" align=left vspace=4 border=0>Von Stefan Böhm
Endlich ist der quälend lange US-Wahlkampf zu Ende. Dienstagnacht entscheidet sich, wer die USA in den nächsten Jahren regieren wird. Die wirtschaftspolitischen „Erfolge“ von Amtsinhaber George W. Bush sind recht dünn gesät. So verwandelte er den Haushaltsüberschuss, den er von Bill Clinton mit auf den Weg bekam, in ein riesiges Haushaltsdefizit und auch die Handelsbilanz ist so unausgeglichen wie noch nie. Auch die Zahl der Jobs war während Bushs Amtszeit rückläufig. Zugleich wurde die Schere zwischen Arm und Reich noch größer. So rechnet man inzwischen mit rund 40 Millionen Amerikanern, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Bedenkt man, dass zugleich fast zwei Millionen vor allem männlicher Amerikaner in den Gefängnissen weggesperrt werden und so aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden, wird die wirtschaftspolitische Bilanz von Bush noch katastrophaler und man erahnt den sozialen Sprengstoff, der unter Bush angewachsen ist.

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Dennoch stehen die Chancen für George W. Bush gut, wieder gewählt zu werden, denn das entscheidende Thema ist eben der Krieg gegen den Terrorismus und der Krieg im Irak. Auch Widersacher Kerry ließ keinen Zweifel daran, dass er an der außenpolitischen Linie – vielleicht abgesehen vom Ton – wenig ändern werde. Angesichts der aufgeheizten Stimmung in den USA ist dies wohl auch die einzige Möglichkeit, um gewählt zu werden. Was jedoch ist von Kerry auf wirtschaftspolitischem Gebiet zu erwarten? Hier stehen große Fragezeichen. Die US-Demokraten versuchten sich schon öfters an großen Reformprojekten, z. B. einer Krankenversicherung für alle Bürger, die dann jedoch im Sande verliefen. Sicher scheint nur, dass Kerry nicht ein schlechterer Wirtschaftspolitiker sein kann wie George W. Bush. Der Börse schien es bislang relativ egal zu sein, wer der neue Präsident wird. Beide Kandidaten haben keine konkreten Pläne zu einem nennenswerten Abbau des Budgetdefizits. Rhetorisch tendiert Bush zwar eher zur reinen Marktlehre als Kerry, seine von Protektionismus geprägte Politik widerlegt jedoch seine Bekenntnisse als Politiker des freien Marktes. Kerry trauen zwar viele Analysten mehr Kompetenz zu. Der Börse würde es sicherlich helfen, wenn die konsumabhängige US-Volkswirtschaft durch neue Jobs und höhere Einkommen für die breite Masse unterstützt würde. Wichtiger als die Person wird jedoch ein eindeutiges Ergebnis sein. Denn sollte es wieder zu einem wochenlangen Gerangel vor den Gerichten kommen, könnte dies die Stimmung an der Börse nachhaltig eintrüben.

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geldschneider:

"Ölpreis sinkt, da der Markt auf Kerry wettet"

 
03.11.04 04:56

Wie geht es nach der Wahl weiter – und andere wenig sinnige Nachrichten

von Jochen Steffens

Ich weiß manches Mal nicht, ob ich bestimmte Nachrichten wirklich ernst nehmen soll. So musste ich heute lesen, dass der Ölpreis "nach Angaben von Händlern" deswegen sinkt, da der Markt auf Kerry wettet. Allein das ist schon nicht sonderlich wahrscheinlich, dazu gleich mehr. Noch interessanter ist die Begründung: Kerry solle eher als Bush dazu bereit sein, die strategischen Ölreserven anzuzapfen – so die etwas um die Ecke gedachte Logik.

Leider bin ich mir nicht mehr ganz sicher, aber soweit ich weiß, habe ich an gleicher Stelle vor nicht allzu langer Zeit gelesen, dass selbst die Öffnung der strategischen US-Ölreserven nur ein kurzen Effekt haben würde. Schlimmer noch, dies könnte kurzfristig sogar zu steigenden Ölpreisen führen, da so ein Schritt ein Eingeständnis der US-Regierung in die Dramatik des Ölproblems wäre! Nun gut, das war zu den euphorischen Zeiten, als noch jede Nachricht zum Öl "positiv" umgedeutelt wurde.

Lassen wir diese seltsamen Nachrichten dahingestellt, vielleicht sind sie sogar korrekt. Eine Nachricht, die den Ölpreis wirklich beeinflusste war allerdings, dass die russischen Ölexporte im Oktober, trotz Yukos Krise, trotz Lieferschwierigkeiten um 20 % zum Vorjahresmonat gestiegen sind. Gleichzeitig wurde damit die vor ca. 1-2 Monaten getätigte Aussage Putins bestätigt, dass er die russische Produktion und den Export erhöhen will. Bewiesen ist nun, dass dies nicht nur leere Worte waren, sondern Tatsachen. Damit hat diese Nachricht die Verlässlichkeit der russischen Regierung in Sachen "Öl" wieder deutlich erhöht. Das verringert gleichzeitig das Yukos-Risiko. Und dieses geringere Risiko wurde durch fallende Ölpreise ausgepreist.

Es bleibt festzuhalten, der Ölpreis fällt weiter und zwar wieder einmal genau nachdem die Öl-Euphorie ihren Zenit überschritten hatte. Sogar beim Ölpreis funktioniert dieses immer wiederkehrende Spiel der Börsen perfekt.

Zu den US-Wahlen:

Es ist kaum zu übersehen, die US-Medien feiern dieses Ereignis mit einer gigantischen Medienschlacht, die mittlerweile die gesamte Welt in ihren Bann zieht. Vergessen Sie die ganzen Umfragen der diversen US-Zeitschriften und US-Fernsehsender. Fragen Sie sich lieber einmal, welche Situation den Fernsehsendern und Zeitschriften den meisten Umsatz bringt – Richtig ! Die aktuelle scheinbare Patt-Situation. Nichts wäre für die US-Presse schlimmer als eindeutige Prognosen zum Wahlausgang – nichts wäre schlimmer, als wenn es keinen Zweifel gäbe, wer neuer US-Präsident würde.

Immerhin ist für die amerikanische Presse die US-Wahl mit dem Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels zu vergleichen. Nein, ich will niemandem hier etwas unterstellen, nicht einmal bewusste Manipulation der Prognosen, aber wie uns schon die Chaos-Theorie lehrt: Das Ergebnis ist abhängig vom Beobachter ... Oder finden Sie es nicht überraschend, dass die Wettbüros im Gegensatz zu den Medien seit Wochen Bush als eindeutigen Favoriten handeln? Und wenn ich entscheiden müsste, wem ich mehr glaube: Dann natürlich denen, die ihr eigenes Geld darauf verwetten.

Bleibt nur noch die entscheidende Frage: "Was werden die Märkte nach der Wahl machen?" Das ist nach dem Anstieg der letzten Tage nicht leicht zu beantworten:

Noch vor kurzem habe ich meinen Kunden vom Target Trader geschrieben, dass die Zocker bereits vor der Wahl in den Markt gehen werden, um darauf zu traden, dass mit der Wahl die letzte "Unsicherheit" aus dem Markt genommen wird. Das ist genauso geschehen. Nun frage ich mich, ob nicht genau wie bei Aktien der Markt das eintretende Ergebnis verkauft.

Sie kennen sicherlich das Phänomen: Die Analysten erwarten gute Quartalsergebnisse eines Unternehmens, die Aktie steigt im Vorfeld: Die Ergebnisse sind tatsächlich phantastisch und was macht die Aktie: sie fällt. Darum heißt es: "Sell the good news" (verkaufe die guten Nachrichten) und "Buy the rumors, sell the facts" (Kaufe die Gerüchte, verkaufe die Fakten). Der Markt setzt immer auf ein zukünftiges Ereignis, tritt es ein, werden die Gewinne mitgenommen. Nichts an den Börsen ist älter als die Nachricht von heute morgen.

Da die Märkte vor der Wahl bereits derart deutlich angestiegen sind, kann es gut sein, dass sie nach dem Eintritt des Ereignisses "der neue Präsident steht fest" schwächer notieren. Das würde auch gut dazu passen, dass gerade wieder vermehrt über die "After-Wahl-Rallye" zu lesen ist. Die gerade wieder aus ihrer Schreckensstarre erwachten Bullen würden damit erneut dick eins über die Hörner gebraten kriegen. Und damit ging der Markt erneut den Weg des größten Schmerzes. Alle Unsicherheiten sind vorbei: US-Wahl entschieden, der Ölpreis fällt – jetzt traut sich auch endlich der ängstliche Kleinanleger in den Markt – und was macht der Markt – er fällt. Wir kennen das Spiel.

Hört sich doch alles sehr logisch an. Nur! Es gibt etwas, das für weiter steigende Märkte spricht: Der Ölpreis. Sollte er weiter sinken, werden die Märkte weiter steigen. Die Wahl ist, sobald dann endlich ein Präsident gefunden wurde, die Nachricht von gestern. Länger als ein paar Tage wird sich die Börse (außer spezielle Sektoren und Aktien) danach nicht mehr mit der Wahl beschäftigen. Hier gilt: Politische Börsen sind kurze Börsen – bei Wahlen meistens sehr kurze Börsen.

Kurz nach der Wahl werden die Marktteilnehmer die Ergebnisse Frühjahr 2005 am Markt spielen. Und wenn der Ölpreis weiter fallen sollte, werden sich die Konjunkturdaten deutlich verbessern und das wird sich wiederum auf die Gewinne der Firmen auswirken. Die für das vierte Quartal vielfach gesenkten Prognosen können mit Leichtigkeit übertroffen werden und die Prognosen für das erste Quartal mit sinkenden Ölpreisen im Nacken sogar angehoben werden – mit anderen Worten: Der Markt würde dramatisch (!) steigen.

Das aufgrund dieser Überlegungen wahrscheinlichste aller, aber diesmal mit ziemlichen Fragezeichen versehene, Szenarien ist: Sobald ein US-Präsident gefunden wurde, wird es kurz zu einer "Erleichterungsrallye" kommen, die dann wieder etwas oder stärker einbricht, um schließlich später bei weiter sinkenden Ölpreisen in eine schöne Aufwärtsbewegung einzumünden ...

Speziell zur US-Wahl habe ich einen ausgezeichneten Artikel von meinem Kollegen Volkmar Michler gefunden: Lesen Sie alles zur US-Wahl und welche Aktien und Sektoren von welchem Präsidenten profitieren werden:

 Wie geht es nach der Wahl weiter? 1694745
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geldschneider:

Den Rest konnte ich aus dem Brief nicht einzeln

 
03.11.04 05:07
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Sorry

Warum Kerry-Aktien das größte Potenzial haben

Von Volkmar Michler

Eigentlich gibt es keinen Grund, Bush noch einmal zu wählen. Der Irak-Krieg ist ein Desaster, das Haushaltsdefizit macht ein historisches Hoch nach dem anderen, die Arbeitsmarktdaten sind enttäuschend. Warum also Bush wählen? Doch das ist leider die europäische Sicht.

Der Durchschnittsamerikaner sieht das anders, es gibt immer noch genug, die den Amtsinhaber einfach prima finden. Und deshalb steuern Bush und Kerry auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu. Nach einer Umfrage von ABC News würden 50 % Bush wählen, 46 % Kerry. Anders das Ergebnis einer Umfrage von USA Today, CNN und Gallup. Demnach liegt Kerry mit 49 % vorn, Bush folgt einen Prozentpunkt dahinter. In einer Umfrage von Reuters konnte Kerry seinen Vorsprung gegenüber Bush mit 47 % zu 44 % sogar ausbauen. Nach ABC News haben sich 15 % der Wähler noch nicht entschieden. Es bleibt also spannend bis zum letzten Tag.Doch was bedeutet das für Sie als Anleger?

Längst hat die Wall Street damit begonnen, potenzielle Gewinner und Verlierer zu sortieren. In den vergangenen Wochen haben Analysten und große Brokerhäuser etliche Reports herausgebracht, um herauszufinden, was eine Bush- oder Kerry-Administration für die Investmentstrategie bedeutet – und welche Bereiche der Wirtschaft vor den größten Veränderungen stehen, wenn es zu einem Wechsel kommt.

"Professionelle Investoren werden dafür bezahlt, dass sie 6 Monate vorausblicken", stellt Greg Valliere, Chefstratege der Washingtoner Research-Abteilung von Charles Schwab, fest. Und: "Der Ausgang der Präsidentschaftswahlen ist definitiv etwas, das Investoren in ihre Erwägung ziehen sollten", meint Michael Panzner, Börsenhändler bei Rabo Securities und Autor des Buches "The New Laws of the Stock Market Jungle" ("Die neuen Gesetze des Aktien-Dschungels").

Auch wenn viele der Reports einen Wahlsieg von Kerry als Grund sehen, die Investmentstrategie zu überdenken, glauben einige Analysten, dass sich nach einem Präsidentenwechsel für Aktien nichts ändern wird. "Wenn es eine Vermutung gibt, dann die, dass der Status Quo so bleibt", meint Bob Sitko, Portfolio-Manager von USAA Investment Management. Sein Argument: Der Kongress wird vermutlich unter republikanischer Kontrolle bleiben. "Für die meisten Branchen macht es keinen Unterschied, wer gewinnt", meint auch Andy Laperriere, Leiter der Research-Firma International Strategy & Investment (ISI). "Aber für einige wenige macht es einen großen Unterschied." Die wichtigsten Branchen, die von einem Wahlausgang betroffen sein könnten, haben wir für Sie in einer Übersicht am Ende dieses Beitrags zusammengestellt.

Es reicht natürlich nicht, sich ein paar öffentliche Auftritte und die TV-Rededuelle anzuschauen, auch wenn dies ganz unterhaltsam ist. Wichtiger ist es, die Programme der beiden Kandidaten unter die Lupe zu nehmen. So nur können Sie herausfinden, was die Kandidaten wirklich vorhaben, was sich ändert und welche Branchen und Aktien davon profitieren werden.

Erfahren Sie, welche das sind in dem Spezialreport,

den Sie hier anfordern können.

Herausgekommen ist ein Portfolio von je 4 Kerry- und 3 Bush-Aktien. Die grobe Einteilungen in den Wall-Street-Studien decken sich fast alle: Öl-, Pharma-, Tabak- und Rüstungskonzerne gelten als Bush-Aktien, Generika- und Umwelttitel als Kerry-Profiteure. Es werden auch immer wieder dieselben Namen gehandelt: als Rüstungskonzerne Lockheed und Raytheon, mit Altria und Reynolds Tobacco 2 Tabakunternehmen, Exxon als Ölunternehmen und Pfizer als Pharma-Global-Player.

Für Kerry werden immer wieder 2 Namen herumgereicht: der Generika-Hersteller Mylan Laboratories sowie der Ketchup-Hersteller Heinz, da der Herausforderer Kerry mit der Witwe John Heinz verheiratet ist und noch etwa 4 % am Konzern hält (Börsenwert des Ketchup-Konzerns: 12,5 Mrd. US$). Mit solchen Werten werden Sie nicht mehr viel verdienen können, denn sie sind an der Börse mittlerweile so bekannt, dass der Informationsvorsprung gegen Null geht.

Hinzu kommen Bewertungen im mehrstelligen Milliardenbereich, wie zum Beispiel Exxon oder Pfizer, die eine Marktkapitalisierung von 324 Mrd. US$ bzw. 225 Mrd. US$ haben.

Bisher haben sich die Investoren mit Kerry nicht anfreunden können. Das hat nicht nur damit zu tun, dass Kerry Demokrat ist. Regelrecht unbeliebt hat sich aber der als Vize-Präsident vorgesehene Kandidat John Edwards gemacht, der als findiger Anwalt mit Sammelklagen gegen Unternehmen reich geworden ist.

So wundert es nicht, dass Bushs Wahlkampfkasse von über 150 Mio. US$ vor allem von großen US-Konzernen gesponsort wurde, die im marktbreiten S&P500-Index gelistet sind. Und es wundert auch nicht, dass nach einer Umfrage von Merrill Lynch unter institutionellen Investoren die Mehrheit nach einem Sieg von Kerry negative Auswirkungen auf die US-Finanzmärkte erwartet. Das Problem ist, dass man von Kerry zu wenig weiß und deshalb verunsichert ist. Vor allem die Pharmaindustrie ist verunsichert, da Kerry angekündigt hat, gegen hohe Medikamentenpreise vorzugehen. Diese Unsicherheit kann sich aber auch sehr bald wieder legen, wenn sich die institutionellen Investoren stärker mit der Regierungssituation unter Kerry auseinandersetzen.

Diese Unsicherheit bietet Ihnen aber jetzt eine besondere Chance, vor allem dann, wenn Kerry Ihr Favorit ist und Sie sich entsprechend positionieren. Wenn die meisten Fondsmanager und Analysten darauf setzen, dass Bush gewinnt, werden die Kerry-Aktien umso stärker anziehen, wenn doch Kerry gewinnt. Das gilt vor allem für die Small Caps aus unserem Kerry-Depot.Der breite Markt wird aber dann mit Enttäuschung reagieren und Ihnen dafür in den Bush-Titeln tiefe Einstiegskursebescheren. So ist nun einmal die manchmal verquer anmutende Logik an der Börse. Denn klar ist auch: Auch wenn Kerry gewinnt, werden die Bush-Aktien nicht vom Kurszettel verschwinden, wie es jetzt T-Online vormacht. Wenn erst einmal die Unsicherheit über den Wahlausgang am 2. November nicht mehr auf den Börsen lastet, ist der Weg frei für eine Jahresendrally. Dann können die US-Börsen sich aus der jetzigen Zange der engen Handelsspanne befreien

Und vielleicht sollten wir an dieser Stelle gleich noch mit einem weiteren Vorurteil aufräumen: Auch wenn wir unsere Bush- und Kerry-Depots als kurzfristige 3- bis 6-Monats-Spekulation verstehen, haben die Börsen unter Demokraten überhaupt nicht schlecht abgeschnitten. Im Gegenteil. Nach Angaben der Kreditbewertungsagentur Standard & Poor's ist der S&P 500-Index seit 1945 unter demokratischen Präsidenten durchschnittlich um 10,7 % gestiegen. Unter republikanischen Präsidenten waren es nur 7,6 % (siehe Tabelle S. 2).Unter Bill Clinton hat sich der Aktienmarkt wesentlich besser entwickelt als unter Bush II. Jack Robinson, Co-Manager des Winslow Green Growth Fund: "Ich spüre bei den Demokraten eine größere Offenheit gegenüber neuen Ideen und Technologie." Wenn sich die Werte der letzten Umfragen bestätigen, dann hat Bush ein ganz anderes Problem: "Wenn wir keinen Erfolg haben laufen wir Gefahren, zu versagen."

nun hats doch funktioniert, ohne Editor
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geldschneider:

Bush gegen Kerry

 
03.11.04 05:09
Bush gegen Kerry: Welche Sektoren werden gewinnen

von Vokmar Michler

Bush

1. Finanzdienstleister – Eine weiterhin niedrige Besteuerung von Dividenden sowie eine zumindest teilweise Privatisierung der Sozialversicherung führt zu einem Zufluss an Anlagegeldern sowie einem erhöhten Beratungsbedarf. Vorschläge, neue steuersparende Investments zu schaffen, würde den Banken, Brokern und Vermögensverwaltern zusätzlich zu neuen Kunden verhelfen.

2. Gesundheitsvorsorge, Pharma – Die Pläne von Bush zum Gesundheitswesen

sehen eine stärkere Rolle des privaten Sektors vor. Das würde zum Beispiel den Pharma-Unternehmen mehr Preisspielraum geben. Von Bush's Plänen, mehr private Vorsorge zu treffen, würden auch Versicherungen profitieren.

3. Energie, Öl, Kohle – Auch wenn der Ölpreis außerhalb von Bushs Einflussbereich liegt, würden die meisten traditionellen Energieunternehmen als klarer Gewinner dastehen. So könnten zum Beispiel Ölförder-Projekte in Alaska schneller genehmigt werden. Außerdem könnten Unternehmen von weniger strengen Umweltauflagen profitieren.

4. Dividendentitel – Von einer fortgesetzten geringen Besteuerung von Dividenden würden vor allem Aktien mit einer hohen Dividendenrendite profitieren, wie zum Beispiel Versorger.

5. Sach- und Unfallversicherer – Eine von den Republikanern angekündigte Zivilrechtsreform könnte Sach- und Unfallversicherer begünstigen, da unter anderem Schadensersatzzahlungen aus Sammelklagen (so genannte class-action-lawsuits) eingeschränkt werden würden.

6. Verteidigung, Rüstung – Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass beide Kandidaten die Verteidigungsausgaben auf diesem Niveau belassen, sind Republikaner dieser Branche wesentlich zugeneigter. Neue Projekte könnten unter Bush schneller bewilligt werden.

Kerry

1. Krankenhausträger, Medizintechnik-Anbieter – Kerry's Plan, die Zahl der Krankenversicherten zu erhöhen, könnte das Schuldenproblem der Krankenhäuser reduzieren. Dadurch wiederum könnte mehr in innovative Medizintechnik investiert werden.

2. Krankenversicherer, Health-Care-Unternehmen – Von einer stärkeren Rolle der Krankenversicherungen würden auch Health-Care-Unternehmen profitieren.

3. Alternative Energie – Von Kerry wird erwartet, dass er strengere Umweltauflagen einführt und erneuerbare Energien stark fördert. Durch Steuererleichterungen für Anwendung von Solar- und Windenergie sowie alternativen Antriebstechnologien würde eine gesamte Branche einen Aufschwung erleben.

4. Biotechnologie, Nanotechnologie – Die Liberalisierung der Stammzellenforschung war bisher durch Kürzungen von Forschungsgeldern unter der Bush-Administration begrenzt. Forschungsintensive und risikokapitalfinanzierte Bereiche wie Bio- und Nanotechnologie könnten einen neuen Impuls erhalten.

5. Hausbauer, Hypothekenfinanzierer – Demokraten haben diese Gruppe traditionell immer stärker gefördert. Dadurch könnte die Zahl der Hausbesitzer steigen, wovon Bauunternehmen und ebenso Hypothekenfinanzierer profitieren könnten.

6. Lebensversicherer – Im Gegensatz zu Bush hat Kerry keine Pläne für neue steuersparende Investments. Es wird erwartet, dass er die geringe Besteuerung von Dividenden zurücknimmt und einkommenstarke Familien eher belastet. Davon würden zum Beispiel Lebensversicherer profitieren.

Die 7 aktuellen Taipan-Empfehlungen mit den "Bush vs. Kerry"-Unternehmen

bekommen Sie hier.

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geldschneider:

Eine gefährliche Kombination

 
03.11.04 05:10

Eine gefährliche Kombination

von unserem Korrespondenten Bill Bonner

Der amerikanische Konsument gräbt weiterhin sein eigenes Grab.

Die amerikanische Wirtschaft ist im dritten Quartal um 3,7 % gegenüber dem Vorjahreswert gewachsen. Diese Zahl war eine Enttäuschung. Ökonomen hatten auf mehr gehofft.

Der größte Teil dieses Zuwachses war "einer Erhöhung der Konsumausgaben" zu verdanken, die mit 4,6 % gewachsen sind. Die Konsumausgaben sind für rund 70 % des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes verantwortlich.

Was soll man also von diesen Zahlen halten?

Der typische Ökonom sieht sich diese Zahlen an und sagt: "Alles ist gut. Die Konsumenten geben Geld aus. Greenspan ist der Vorsitzende der Fed. Und Gott ist irgendwo im Himmel."

Aber während die Konsumenten mehr Geld ausgegeben haben, sind ihre Einkommen inflationsbereinigt gar nicht gestiegen. Woher kommt das Geld also?

Achja, und die Preise der Häuser der Konsumenten haben sich erhöht.

Zu den vielen Mysterien des modernen Lebens gehört die Tatsache, dass die Preise von Häusern schneller steigen können als die Einkommen der Leute, die in diesen Häusern wohnen.

Die Energiekosten steigen. Der durchschnittliche amerikanische Haushalt hat im Jahr 2000 rund 6.000 Dollar für Energie ausgegeben. Dieses Jahr wird dieser Wert bei schätzungsweise 8.000 bis 9.000 Dollar liegen.

Zum Teil ist das den Käufen der Konsumenten zu verdanken:

In den letzten Jahren haben sich die Konsumenten – zum größten Teil dank der leichten Kredite – neue, größere Autos gekauft ... und neue, größere Häuser.

Und heute haben die Häuser mehr elektronische Geräte. Computer, Alarmanlagen, Mikrowellen, Fernseher.

Aber auch der Energiepreis selbst ist gestiegen.

"Ich wäre nicht überrascht, wenn der Ölpreis in den nächsten 5 bis 10 Jahren bei 100 oder 200 Dollar je Barrel liegen würde", so Marc Faber. "Das ist keine Prognose. Ich will damit nur sagen, dass ich nicht überrascht wäre."

Faber lebt in Asien. Er sagt: "Wir (in China) haben einen Pro Kopf Verbrauch von 1,7 Barrel Öl. In Amerika liegt dieser Wert bei 28, in Südkorea bei 17, in Japan bei 17 und in Indien bei 0,7. Und in Vietnam ist es wahrscheinlich auch weniger als 1 Barrel. Deshalb konsumieren wir in Asien – mit einer Bevölkerung von 3,6 Milliarden Menschen – weniger Öl als die USA mit einer Bevölkerung von 295 Millionen Menschen."

In Asien lebt die Mehrheit der Weltbevölkerung. Es ist auch die Region, die von Greenspans sehr stimulierender Kreditpolitik am meisten profitiert hat. Aber das Produzieren von Gütern für Leute, die dafür nicht wirklich bezahlen können, ist keine langfristige Erfolgsstrategie. Kurzfristig hat das allerdings zu einem großen Boom in Asien geführt, und Billionen Dollar in asiatische Hände gebracht. Solange der Ölpreis in Dollar notiert wird, können sich die Asiaten jede Menge Öl kaufen.

Aber Dollar werden weder aus Minen geholt noch aus der Erde gepumpt. Sie werden gedruckt. Manchmal auch elektronisch. Und zu praktisch keinen Kosten könnte man die Dollarmenge verzehnfachen. Im Laufe der Zeit werden die Konsumenten mehr Öl (und auch mehr Gold) wollen. Was sie im Überfluss haben werden – werden Dollar sein.

Ray Dalio meint dazu: "Ein Übermaß an Dollarscheinen und ein Mangel an Öl ist eine gefährliche Kombination."

Jetzt ein kurzer Beitrag von unserem Devisen-Berater:

 Wie geht es nach der Wahl weiter? 1694749

Dienstag, 2. November 2004

Euro: Bei 1,28 Gewinne mitnehmen

von unserem Korrespondenten Chuck Butler bei der Everbank in St. Louis

Letzten Freitag wurden die enttäuschenden Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum veröffentlicht. Das Verbrauchervertrauen (Uni Michigan) verbesserte sich, und der Einkaufsmanagerindex stieg!

Per saldo also gar keine schlechten volkswirtschaftlichen Signale.

Es schadete also nicht, dass ich bei Kursen von 1,28 (Dollar je Euro) an Gewinnmitnahmen gedacht hatte.

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geldschneider:

Das sind die künftigen Profiteure

 
03.11.04 17:08

Nach dem Bush Sieg

werden also folgende

1. Finanzdienstleister – Eine weiterhin niedrige Besteuerung von Dividenden sowie eine zumindest teilweise Privatisierung der Sozialversicherung führt zu einem Zufluss an Anlagegeldern sowie einem erhöhten Beratungsbedarf. Vorschläge, neue steuersparende Investments zu schaffen, würde den Banken, Brokern und Vermögensverwaltern zusätzlich zu neuen Kunden verhelfen.

2. Gesundheitsvorsorge, Pharma – Die Pläne von Bush zum Gesundheitswesen

sehen eine stärkere Rolle des privaten Sektors vor. Das würde zum Beispiel den Pharma-Unternehmen mehr Preisspielraum geben. Von Bush's Plänen, mehr private Vorsorge zu treffen, würden auch Versicherungen profitieren.

3. Energie, Öl, Kohle – Auch wenn der Ölpreis außerhalb von Bushs Einflussbereich liegt, würden die meisten traditionellen Energieunternehmen als klarer Gewinner dastehen. So könnten zum Beispiel Ölförder-Projekte in Alaska schneller genehmigt werden. Außerdem könnten Unternehmen von weniger strengen Umweltauflagen profitieren.

4. Dividendentitel – Von einer fortgesetzten geringen Besteuerung von Dividenden würden vor allem Aktien mit einer hohen Dividendenrendite profitieren, wie zum Beispiel Versorger.

5. Sach- und Unfallversicherer – Eine von den Republikanern angekündigte Zivilrechtsreform könnte Sach- und Unfallversicherer begünstigen, da unter anderem Schadensersatzzahlungen aus Sammelklagen (so genannte class-action-lawsuits) eingeschränkt werden würden.


6. Verteidigung, Rüstung – Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass beide Kandidaten die Verteidigungsausgaben auf diesem Niveau belassen, sind Republikaner dieser Branche wesentlich zugeneigter. Neue Projekte könnten unter Bush schneller bewilligt werden.

Kerry

1. Krankenhausträger, Medizintechnik-Anbieter – Kerry's Plan, die Zahl der Krankenversicherten zu erhöhen, könnte das Schuldenproblem der Krankenhäuser reduzieren. Dadurch wiederum könnte mehr in innovative Medizintechnik investiert werden.

2. Krankenversicherer, Health-Care-Unternehmen – Von einer stärkeren Rolle der Krankenversicherungen würden auch Health-Care-Unternehmen profitieren.

3. Alternative Energie – Von Kerry wird erwartet, dass er strengere Umweltauflagen einführt und erneuerbare Energien stark fördert. Durch Steuererleichterungen für Anwendung von Solar- und Windenergie sowie alternativen Antriebstechnologien würde eine gesamte Branche einen Aufschwung erleben.

4. Biotechnologie, Nanotechnologie – Die Liberalisierung der Stammzellenforschung war bisher durch Kürzungen von Forschungsgeldern unter der Bush-Administration begrenzt. Forschungsintensive und risikokapitalfinanzierte Bereiche wie Bio- und Nanotechnologie könnten einen neuen Impuls erhalten.

5. Hausbauer, Hypothekenfinanzierer – Demokraten haben diese Gruppe traditionell immer stärker gefördert. Dadurch könnte die Zahl der Hausbesitzer steigen, wovon Bauunternehmen und ebenso Hypothekenfinanzierer profitieren könnten.

6. Lebensversicherer – Im Gegensatz zu Bush hat Kerry keine Pläne für neue steuersparende Investments. Es wird erwartet, dass er die geringe Besteuerung von Dividenden zurücknimmt und einkommenstarke Familien eher belastet. Davon würden zum Beispiel Lebensversicherer profitieren.

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