Wichtige Stellungnahme


Thema
abonnieren
Beiträge: 3
Zugriffe: 579 / Heute: 3
BeMi:

Wichtige Stellungnahme

 
02.08.02 17:17

Eichel: Deutsche Aktien dürften Boden gefunden haben
 
Frankfurt (vwd) - Die deutschen Aktien dürften nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) den Boden gefunden haben. Bei einer Veranstaltung der IHK Frankfurt sagte Eichel, seiner Meinung nach seien nun
"die Übertreibungen heraus". Zur internationalen und amerikanischen Kursentwicklung wollte er nicht Stellung nehmen. Die Kurse an den deutschen Aktienmärkten der vergangenen Wochen haben nach Ansicht Eichels keine Entsprechnung in der Realwirtschaft gefunden. An den Märkten wurde die Einschätzung Eichels jedoch mit Zurückhaltung aufgenommen.

Eichel sieht für die Wirtschaft nunmehr eine stabile Grundlage für einen soliden, wenn auch nicht dynamischen Aufschwung. Die Rezession sei in Deutschland schon zur Jahreswende überwunden worden, bereits das erste Quartal 2002 habe ein kleines reales BIP-Wachstum gebracht, erläuterte der Minister. Das zweite Quartal werde nach internen Schätzungen des Bundesfinanzministeriums erneut ein kleines Wachstum bringen, und zwar ein etwas stärkeres als im ersten Quartal, so Eichel weiter. +++ Hans Hutter
vwd/2.8.2002/hu/ces/cv


02.08.2002
Antworten
BeMi:

Hatte Eichel am 2.8. Recht? o.T.

 
12.08.02 20:49
Antworten
Karlchen_I:

Der gelernte Germanist aus Kassel, wurde in Hessen

 
12.08.02 21:30
abgewählt, und hat es dann zum Bundesfinanzminister gebracht. Es geht doch nichts um qualifizierte und standfeste Spitzenpolitiker!

Aus der Frankfurter Rundschau von heute:


Pirouetten für Schröder

Stichwort Hartzer Floater: Weshalb soll eine steuerbegünstigte Anleihe Gelder anlocken, die sich bereits selbst steuerbefreit haben? Finanzminister Eichel legt eine 180-Grad -Wende in Richtung Bundeskanzler hin

Von Roland Bunzenthal

Sünder hört die Signale, Schröder ruft zum letzten Gefecht! Der Bundeskanzler verkündet Amnestie international für alle deutschen Steuerflüchtlinge, die dem Aufschwung Ost zu etwas mehr Schwung verhelfen wollen. Alsbald marschieren Kolonnen von Herren im dunklen Anzug und mit schwarzen Lederköfferchen über die Liechtensteiner Alpen oder die Mosel-Brücke bei Luxemburg.

Mit dem Hartzer Floater gehen dem Fiskus Milliarden flöten, soll doch die jüngste Job-Geheimwaffe der Regierungskommission mit Hilfe des Fiskus ein Investitionsprogramm von Mittelstand und Kommunen finanzieren, das sich gewaschen hat (das hat nichts mit Geldwäsche zu tun). Und das Ganze soll dazu noch kreditfinanziert werden, ohne dass es die Brüsseler Stabilitätspakt-Wächter in ihr rotes Buch für blaue Briefe notieren. So weit, so gut keynesianisch. Weshalb soll aber eine steuerbegünstigte Anleihe Gelder anlocken, die sich bereits selbst steuerbefreit haben. Schließlich wünscht Bundesfinanzminister Hans Eichel, dass die rückwandernden Mittel erst mal nachversteuert werden, bevor sie dann wieder steuersparend angelegt werden können. Irre!

Übrigens hat es Eichel mit dieser Pirouette geschafft, seine Ansicht zu dem Thema um 180 Grad in Richtung Bundeskanzler zu wenden. Zur Erinnerung: Im FR-Interview sagte er vergangene Woche wörtlich: "Eine Amnestie für Steuerhinterzieher ist ein Schlag ins Gesicht aller ehrlichen Bürgerinnen und Bürger." Sie wirke, so der Finanzminister an anderer Stelle, wie ein Appell an die Steuerzahler, ihr Schwarzgeld ins Ausland zu schaffen. Dazu ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--