Werden Privatleute in Fonds gedrängt?

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Werden Privatleute in Fonds gedrängt? kalle4712
kalle4712:

Werden Privatleute in Fonds gedrängt?

 
05.06.03 15:46
#1
Immer wieder fällt mir auf, dass den Privananlegern von "Experten" der Kauf von Fonds nahegelegt wird. Häufig wird auch direkt darauf hingewiesen, dass der Kauf von Fonds einem Direktengagement in Aktien vorzuziehen sei.
Dies gilt auch für die Aussagen von angeblich neutralen Fachleuten.

Das witzige an der Sache ist, dass der mit Abstand größere Teil der Fonds gegenüber den Indices schlecher abschneidet. (Das liegt vielleicht daran, dass die Fondsmanager einer Überwachung unterliegen und nicht wirklich unabhängig anlegen können.)

Mein Eindruck insgesamt: Die Fondsgesellschaften verdienen am Kauf durch die Privatanleger. Ein mit Direkt-Käufen von Aktien erfolgreicher Privatanleger dürfte die schlimmste Vorstellung der Fondsgesellschaften sein. Privatleute dürfen einfach nicht erfolgreich sein - denn damit würde die Existenzberechtigung der Fondsgesellschaften in frage gestellt.

Fazit: Traue keiner Statistik. Traue keinen Stellungnahmen von Experten. Traue keinem Zeitungsbericht über die Börse, Fonds, Anlagestrategien, Börsenlage etc.

Traue nur Dir selbst.
Werden Privatleute in Fonds gedrängt? clip
clip:

war grad auf der bank

 
05.06.03 15:51
#2
kann das bestätigen.....hab am nachbarschalter gerade ein verkaufsgespräch mitangehört

 

Wer hier Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Werden Privatleute in Fonds gedrängt? 1052632

Werden Privatleute in Fonds gedrängt? ecki
ecki:

Na ist doch klar:

 
05.06.03 16:02
#3
Wenn du Fond kaufst, dann zahlst du research und Verwaltung und Gesellschaftsgewinn usw mit.

Du kriegst dafür Diversifikation und die Hoffnung, dass die nicht total in die Scheiße langen.

Ich halte das nur für sinnvoll bei Spezialitäten, also wenn du z.B. in den Tigerstaaten investieren willst, oder Biotech usw... Also in einem Markt, in den du reinwillst, wo du aber keinesfalls selber dich ordentlich auskennst und so das Risiko streuen willst. Das du mit dem richtigen outperformer immer besser fährst ist doch klar.

Grüße
ecki  
Werden Privatleute in Fonds gedrängt? Nobody II

Soviel dazu ...

 
#4
Finanzwissen der Deutschen: Note mangelhaft
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat große Wissenslücken bei Geldfragen
von Anja Struve

Frankfurt/Main -  Welches Land hat den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel: Irland, Dänemark oder Großbritannien? Mal ehrlich: Hätten Sie's gewusst? Über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland konnte diese Frage jedenfalls nicht richtig beantworten. Und auch viele der 34 weiteren Fragen nicht, die das Forschungsinstitut NFO Infratest im Auftrag der Commerzbank über 1000 Personen gestellt hat, um das Finanzwissen der Deutschen zu testen.


Anspruch und Wirklichkeit klaffen dabei weit auseinander: Obwohl sich 80 Prozent der Befragten in Finanzthemen zumindest "einigermaßen sicher" fühlen, konnten 42 Prozent nicht einmal die Hälfte der Multiple-Choice-Aufgaben richtig lösen. Entsprechend düster fällt das Gesamturteil der repräsentativen Umfrage aus: Bei einem Pisa-Finanztest wäre fast die Hälfte der Bevölkerung durchgefallen.


Die größten Wissenslücken gibt es ausgerechnet beim Thema Geldanlage. Den Börsenboom der vergangenen Jahre, als Aktientipps zeitweise Gesprächsthema Nummer eins waren, haben viele angesichts der frustrierenden Börsentalfahrt offenbar längst wieder verdrängt. Der Umfrage zufolge kennt nicht einmal jeder Zweite den Unterschied zwischen Aktien und festverzinslichen Wertpapieren. Auch der Begriff Aktienindex ist für 60 Prozent der Bevölkerung ein Fremdwort. Selbst unter jenen, die bis heute tapfer Aktionäre geblieben sind, konnte ein Drittel den Begriff nicht richtig erklären.


Gute Noten bekamen die Deutschen nur für Fragen rund um Einkommen und Zahlungsverkehr. Doch selbst hier haben die Forscher Schwachstellen entdeckt. So ist fast jedem Dritten nicht bekannt, dass er einer Lastschrift direkt bei seiner Bank widersprechen kann. Und etwa jeder Zweite kennt den Unterschied zwischen EC- und Kreditkarte nicht.


Um diesen "Bildungsnotstand in Finanzfragen" zu beheben, müssen nach Ansicht der Experten alle mit anpacken: Banken sollten transparentere Produkte konzipieren und ihre Berater besser schulen, der Staat sollte mehr für die finanzielle Bildung der Bürger tun und das Fach Wirtschaft an den Schulen einführen. Doch auch der Einzelne ist gefordert, sich stärker um seine finanzielle Allgemeinbildung zu kümmern. Der Euro darf deshalb getrost im Portemonnaie bleiben, wenn das Urlaubsziel in diesem Jahr Irland sein sollte.


Der Finanzfragebogen zum selber Testen:


www.commerzbanking.de


Artikel erschienen am 5. Jun 2003


Gruß
Nobody II


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