Anzeige
Meldung des Tages: 9 von 13 Treffern in den ersten 25 Metern: Wird das der Gamechanger für diese Goldaktie?

Wer ist bloß schuld an dieser verdammten Baisse ?

Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,00 15,00
Fallender DAX-Kurs 5,00 9,99 15,04
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VK1C6B1 , DE000VK2CEE6 , DE000VG93PX3 , DE000VH33UC1 , DE000VK3TCL7 , DE000VK28GJ9 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Beiträge: 45
Zugriffe: 14.936 / Heute: 0
Technology All S. 3.330,99 -8,30% Perf. seit Threadbeginn:   +57,36%
 
short-seller:

Wer ist bloß schuld an dieser verdammten Baisse ?

5
28.02.01 22:42
Diese Frage stellen sich momentan sicherlich viele. Die Fülle der Antworten ist ganz gewiß unerschöpflich. Wie es zu der Baisse kam ist eigentlich unerheblich, vielmehr ist es von Bedeutung warum wir so tief in der Krise stecken.

Auslöser der Baisse war wohl ohne Frage die maßlose Übertreibung verbunden mit vielfachen Zinserhöhungen. Doch was führte zu der Übertreibung ? Die Gier trieb uns alle (mich eingeschlossen) zu noch größeren Gewinnen und führte somit zu einer panikartigen Kaufwut. Es wurde blind gekauft ohne auch nur annähernd auf vernünftige Relationen zu achten.

Man kann ganz sicher nicht den Fonds die Schuld in die Schuhe schieben. Denn eines ist sicher: Auch dort sitzen nur ganz normale Menschen wie wir selbst. Menschen mit Emotionen und Stimmungen. Auch vor Massenhysterien sind diese nicht imun. Es gibt keine großen Unterschiede zwischen dem Verhalten eines Privatanlegers und dem eines Instituionellen Anlegers. "Fonds sitzen auf cash" heißt es immer wieder. Sicher, aber viele Privatanleger auch.

Denn die Situation stellt sich doch wie folgt dar. Steigen die Kurse etwas wird sofort versucht Kasse zu machen. Die Angst ist es die einen treibt schnell zu verkaufen, bevor man wieder im Minus ist. Jeder denkt doch nur noch daß die einzig wahre Anlagealternative "Gewinne mitnehmen" heißt. Da immer mehr Menschen so denken, wird der Sog in die Tiefe jedesmal größer als vorher.

Doch dies ist ein falsches Denken. Was nützen realisierts 10-20% bei dem einen Wert, wenn es die übrigen Werte durch den allgemeinen Verkaufsdruck in die Tiefe reißt. Es ist so wie bei einem Kinobrand. Alle wollen durch eine Tür und viele bleiben dabei auf der Strecke. Was aber wenn der Brand gar nicht so groß ist und der Hausmeister das Feuer alleine löschen kann ? Dann hätte es unnötigen Schaden gegeben.

Die verfehlten Planzahlen sind sicherlich nicht besonders schön. Gerade deshalb habe ich auch eine große Abneigung gegen weitere IPO's mit VC-Charakter. Aber der NM folgt doch nur dem Nasi. Und dort herrscht die gleiche Stimmung.

Gerade in den USA wird immer wieder versucht durch miese Gerüchte (siehe heute Amazon) die Stimmung zu verschlechtern und jede kleine positive Stimme wird zerlegt bis nur noch Schlechtes übrig bleibt. Gerade Analysten und die Wirtschaftspresse forcieren das Negativdenken.

Wie soll noch jemand Mut schöpfen wenn ALLES, ja absolut alles, schrecklich ist. Wenn ich keine positiven Erwartungen in die Zukunft setze, warum sollte ich dann kaufen ?

Ich denke das Problem liegt bei uns allen. Die wenigsten glauben noch an eine wirtschaftlich schöne nahe Zukunft. Rezessionsängste - die vollkommen unbegründet sind - machen sich breit. Es werden enorme Erwartungen in die Rede eines Alan Greenspan gesetzt. Diese Erwartungen werden natürlich enttäuscht - wie soll es auch anders sein -  denn was soll er sagen ? Ich werde jeden des Landes verweisen, der seine Aktien verkauft ? Nein, das Problem sind immer wieder zu hohe und unrealistische Erwartungen in den Moment hinein. Letzte Woche äußert sich ein führender Analyst es könne Zinssenkungen noch in dieser Woche geben. Der Markt steigt kurz, um nach dem Ausbleiben der Senkung erneut einzubrechen. Diese nervöse hin-und-her nimmt den meisten Anleger die Hoffnung.

Wir können sicherlich viel von der Zukunft erwarten. Spätestens im Juni werden die Auswirkungen der Zinssenkungen besonders drastisch werden. Auch werden wir in den nächsten Jahren wieder neue Highs sehen - nicht bei allen Werten - aber bei vielen Werten. Aber es ist falsch eine kurzfristige Erwartung zu haben. Es wird wieder hochgehen, aber nicht in 2 Tagen oder 2 Wochen. Die Ausgangslage ist spitze und wer heute kauft wird sich in ein paar Jahren freuen so gehandelt zu haben.

Geduld ist die Waffe des Erfolgreichen !

Grüße
Shorty

P.S.: Ich bin im stillen in der nächsten Zeit wieder öfter bei Euch
Antworten
taos:

Ja, ich. Aber bitte seid mir nicht böse. o.T.

 
28.02.01 22:46
Antworten
short-seller:

noch ein kleiner Gedanke

 
28.02.01 22:51
Könnte es nicht auch sein, daß sich viele mit Derivaten eigedeckt haben und dort sehr viel Kapital für hochspekulative Anlagen gebunden sind ? Kapital das ebenfalls fehlt ? Manchmal könnte man meinen Optionen, shortsells und Futures sind die einzig wahre Anlagealternative !

Grüße
Shorty
Antworten
zit1:

klingt schön, aber alles wird ganz anders kommen

 
28.02.01 22:52
solche krassen überbewertungen können nur über lange zeit hinweg abgebaut werden. sorry, aber was wir in den letzten 10 jahren an der nasdaq erlebt haben und in den letzten 4 jahren am neuen markt war ein goldrausch, den  wir nicht wiedererleben werden.
it was an ounce in a life event.
Antworten
RainMan:

but it will come back...

 
28.02.01 22:55
...aber nicht so wie man's erwarted:)
Antworten
short-seller:

Was wir in den letzten Jahren

 
28.02.01 22:58
gesehen haben war nichts ungewöhnliches. Wenn man den Erfahrungen des Kostolnay glauben schenken darf, so gab es derartige Situationen immer wieder an der Börse: Übertreibung nach oben, gefolgt von rasantem Kursverfall und anschließender ÜBertreibung nach unten.

Wie ich schon mal schrieb gibt es Anleger die jeden Kurs als zu teuer ansehen.

Selbst nach der Tulpenzwiebel-Hausse gab es immer wieder neuen Haussen die die Kurse in immer wieder neue Höhen brachten.

Grüße
Shorty
Antworten
zit1:

nichts ungewöhnliches???

 
28.02.01 23:19
das war die größte hausse aller zeiten!!!
desto größer die spekulationsblase, desto länger und schmerzhafter wird die nachfolgende baisse. diese spekulationsblase war schon 1996 bei einem nasdaq- und dow jones- stand, weit unter dem heutigen niveau hinreichend bekannt. trotzdem rollte die lawine 3,5 jahre unaufhaltsam weiter.
damals waren übrigens die zukunftaussichten weitaus besser als die heutigen.
Antworten
estrich:

Short seller, Du bist mir ein Rätsel.

2
28.02.01 23:53
Ein Buch mit sieben Siegeln, ein großes Fragezeichen.
Zunächst einmal darf ich Dich daran erinnern, daß Du Anhänger des Short gehens bist, auf der anderen Seite zeigst Du dich hier als unerschrockener Optimist (was ich übrigens auch immer bin) und als geduldigr Langfristanleger, der dazu aufruft, kleine Gewinne nicht mitzunehmen

Dein Metapher mit dem Kinobrand ist nicht überzeugend. Warum sollte ich davon ausgehen, daß der Hausmeister das Feuer löschen kann? Das wäre arglose Sorglosigkeit und würde an Fahrlässigkeit grenzen.

Die Baisse wurde aber nicht nur durch die übertriebene Hausse ausgelöst, sondern durch die schlechten Unternehmensdaten und die sind ein Fakt.

Die Riesenentäuschungen gingen den Riesentäuschungen voraus, die durch die Riesenversprechungen erzeugt wurden.

Die Rezessionsängste sollen vollkommen unbegründet sein? Dazu fällt mir nicht mehr viel ein.

Ich frage mich vielmehr, wie tief die Zinsen noch sinken sollen, damit unprofitable Unternehmen billige Kredite mit in ihr Grab nehmen können. Und ob Geldbesitzer aufgrund niedriger Zinsen ihr Erspartes nun in Aktien geben??? Wahrscheinlich nicht.

Ist Amazon nicht eine Frage der Zeit?
Ist Amazon nicht ein Synonym für eine Rezession der New Economy, die eine Wirtschaftshausse überhaupt erst möglich gemacht hat? Ich meine ja. Wenn diese New Economy eine einzige Luftblase war, worauf soll sich dann das Wirtschaftswachstum berufen?

Die New Economy hat sich aufgetan, die Old Economy als Wirtschaftsfaktor abzulösen, das hat sie nicht geschafft. Vielmehr hat sie sich als Fass ohne Boden erwiesen, der unzählbar hohe Geldsummen zugeflossen sind (durch die Börse), die nicht gewinnbringend eingesetzt wurden. Da sollen Rezessionsängste unbegründet sein?

Wer soll eigentlich das Wirtschaftswachstum noch begründen? Coca Cola? General Electric? Nestle?

Das Kostolany Prinzip Aussitzen kann am NM tödlich sein. Kostolany war nie ein Freund des NM, weil seine Prinzipien hier nicht gelten. Kostolany und der NM, das ist ein Widerspruch in sich und wird nicht zum Erfolg führen. Beispiele gibt es dafür ohne Ende.

Trotz allem bin auch ich wie oben schon erwähnt stets optimistisch und stets investiert, und nie mit Puts, der Unterschied zwischen uns ist aber, daß ich weder bereit bin, Verluste auszusitzen, noch auf Dauer positiv für den Gesamtmarkt gestimmt bin und ich wäre der erste, der bei einem Kinobrand flüchten wurde.

Perlen gibt es noch, aber man muß sie suchen, sie sind sehr selten geworden und man hat Glück, wenn man eine findet. Die gesamte New Economy, dazu zählen Medien, Telekom. etc, besteht zu einem großen Teil aus sehr zweifelhaften Unternehmen, daher ist auch meine Meinung, daß eine allgemeine Erholung noch lange auf sich warten lassen wird.

Uff!
Antworten
flexo:

soft landing - hard landing der US Wirtschaft

 
01.03.01 00:18
sind gerade die beiden letzten Triebwerke ausgefallen.Oder zweifelt jemand daran?
Übrigens möchte ich daran erinnern, das für den starken Auftrieb und Absturz der Nasdaq in erster Linie IT&Biotechnologie verantwortlich sind. HiTech ist aber nicht nur IT Und Biotechnologie. Es gilt insbesondere für Europa: Umwelttechnologien&Stockpicking, da gibt es JETZT Chancen!
Antworten
Reila:

Also estrich, laß uns doch mal etwas sortieren:

3
01.03.01 02:08
1. Nasdaq und Neuer Markt:
Von der Marktkapitalisierung, der Größe der Firmen und der Ausgestaltung der Publizitätsregeln ist die Nasdaq dem Neuen Markt weit überlegen. Das Wachstum in Europa ist im Vergleich zu Amerika eher weniger gefährdet. Von Rezessionsängsten spricht doch hier niemand. Wenn aber der Neue Markt wie in den Indizes sichtbar der Nasdaq wie ein Schatten folgt, spricht das doch für die augenblickliche Dominanz psychologischer und nicht gesamtwirtschaftlicher Faktoren.

2. New Economy und Old Economy
Wenn man z.B. General Electric oder Siemens oder Daimler-Crysler zu den Vertretern der Old Economy zählt, darf man sich ruhig auch die Frage stellen, was die ohne Anwendung moderner Technologien wären. Der Vorsprung von Daimler definiert sich ja z.B. nicht mehr durch Zuverlässigkeit (Toyota) sondern in erster Linie durch Einsatz modernster Technologien. Darum sieht auch Greenspan die Technologie als den Wachstumsmotor schlechthin an. Eine wirkliche Trennung zwischen New Economy und Old Economy kann ich in vielen Fällen gar nicht mehr erkennen. Der Börsenaufschwung der letzten Jahre war auch eine gigantische Geldsammelaktion für Telekommunikation, Biotechnologie und viele andere zukunftsträchtige Branchen. Glücksritter wurden mitfinanziert - besonders in Deutschland. Aber das ist in Zeiten gieriger Übertreibung normal. Auch wenn viele Firmen heute noch Verluste bringen, haben sie doch langfristig etwas für das Wirtschaftswachstum getan, ob es nun verbesserte Infrastruktur für die Kommunikation ist oder Patente, die erst künftig zu verwertbaren Ergebnissen führen.

3. Rezession und Wachstum

Die amerikanische Wirtschaft ist viele Jahre schneller gewachsen als in den meisten EU-Ländern, vielleicht Irland ausgenommen. Wieviele Jahre wird wohl Deutschland brauchen, um bei den erwarteten Wachstumsraten diese Lücke aufzufüllen? Wenn in den USA die Wirtschaft für eine begrenzte Zeit langsamer wächst als in Europa oder stagniert, ist das noch keine Rezession. Außerdem werden die Partikularinteressen der einzelnen EU-Staaten uns schon ausreichend bremsen. Ich befürchte auch nicht, daß die amerikanische Arbeitslosenstatistik deutsche (natürlich sozial abgefederte) Dimensionen erreicht.

4. Gier und Angst (und Kostolany)
Als in den letzten Jahren die Aktienkurse explodierten, hatte das nur wenig mit der wesentlich moderateren Wirtschaftsentwicklung zu tun. Auch der aktuelle Kursverfall steht doch in keinem Verhältnis zum gebremsten Wirtschaftswachstum. Psychologie (Massenpanik) überlagert doch unübersehbar die wirtschaftliche Entwicklung und die über die Zinsen (und Steuern) beeinflußte Liquiditätsentwicklung. Und etwas anderes hat short-seller nicht gesagt, übrigens auch Kostolany nicht, dem der Neue Markt nur deshalb nicht geheuer war, weil die Publizitätspflichten der Firmen etwa denen des BND entsprechen. Kostolany sah für die Kursentwicklung eines Marktes immer in erster Linie die psychologische Verfassung der Teilnehmer und dann die Liquidität als entscheidend an. Ich halte ihn immer noch für aktuell. Genausowenig, wie in der Hausse die künftigen Gewinne der Internetunternehmen "eingepreist" waren, ist heute die Rezession "eingepreist". Sonst müßte es ja heimliche Propheten geben.

Fazit:
Gerade, weil die Massenpanik jetzt so schön ist und die Zinsen fallen, freue ich mich auf einen hübschen Aufschwung in den nächsten Monaten - ein bißchen Wirtschaftsdynamik mehr oder weniger. Auf letzteres kommt es wohl nicht an.

R

PS: Heute habe ich, der Ikone sei dank, kurzfristig erst mal Trintech erstanden.
PS2: Kostolany war kein Daytrader. Er sagt jedoch sehr deutlich, daß er bis auf seine letzten Lebensjahre, wo er Aktien nur noch gehalten hat, er in aller Regel bei einer Spekulation 100 % (Gewinn) kurz- bis mittelfristig ereichen wollte. Die Schlaftabletten waren eher das Rezept für den "Normalverbraucher".
Antworten
Reila:

Korrektur für Levke:

 
01.03.01 02:26
Irland = Island
ereichen = erreichen

Gute Nacht

R.
Antworten
tetsuo:

gebt Reila bitte Sterne!

3
01.03.01 08:38
Reila, gut analysiert!

Zu sagen bleibt noch die Börsen noch viel Luft nach unten haben,
wenn man historische KGVs zugrunde legt. Der DAX ist für mich
immer noch überbewertet, beim NM stimmen langsam die Rlationen,
da man hier auch das Wachstumpotenzial im HiTec Bereich
berücksichtigen muss. Auch wenn am NM evtl. 50% der Firmen nicht
überleben werden, so werden die anderen 50% 100% und mehr wachsen,
und damit ist eine Wette auf den NM gesamt erfolgreich (Index Zert!).

Wie Kostolany schön sagte: wenn die Analysten neue Bewertungsmassstäbe
suchen, dann ist es Zeit für eine Korrektur. Dies trifft ganz gut
auf März 2000 zu, die Korrektur sehen wir jetzt, und ihre Kraft
ist proportional zur Übertreibung vorher.

Ich sehe jetzt auch keine Übertreibung nach unten, nur in einzelnen Werten,
aber der Durchschnitt ist immer noch hoch bewertet (z.B. eine Daimler
Chrysler, eine Dt. Telekom, eine MLP).
Ein weiteres Argument wäre, dass im Schnitt ein Index mit 10% wächst.
Folglich leiden wir immer noch an den überproportionalen Steigerungen
der 90er Jahre.
Versuchen wir das in wirtschaftliche Rahmendaten zu pressen, so sehe
ich nicht, dass Produktivität, BIP und auch Preise im selben Mass
gesteigert worden wären. Wie also wird diese Lücke gefüllt?
Weist sie auf eine Überbewertung hin? Leider fehlt mir hier
das fundierte ökonomische Wissen.

Überdies gibt es genug Warner, die darauf hinweisen, dass vor allem
US Unternehmen immer stärker auf Pump leben, natürlich in der Erwartung,
durch künftiges Geschäft die Verbindlichkeiten zu tilgen.
Dieser Pump generiert kurzfristig Umsätze, vor allem bei Investitionen,
die wiederum bei den Zulieferern für günstigere Bewertungen führen.

Fährt ein Unternehmen seine Kredite zurück, oder muss leidet unter
den Zinsen, so kommt es zu einem plötzlichen Einbruch entlang der
Wertschöpfungskette, wie wir es gerade jetzt bei den Telekomausrüstern
(z.B. Cisco, JDSU) erleben. Als Folge brechen also ganze Wirtschaftszweige
ein, selbst grosse Firmen stehen binnen quartalsfrist vor katastrophalen
Zahlen (Lucent, Nortel).

Dieser Einbruch wiederum zieht Kreise in anderen Sektoren, ein Dominostein
nach dem anderen fällt. Indirekte Effekte enstehen durch das Sentiment,
da niemand weiss, wann er fällig ist, werden vorsorglich Sparmassnahmen
eingeleitet, Investitionen zurückgestellt, etc.

Das zeigt auch, wie schnell die Krise in USA auf uns übergreifen kann:
allein die Erwartung, der Umsatz könnte sinken, hat Auswirkungen auf
unsere Investitionsindustrie (z.B. Softwareindustrie, Telematik).
Die Konsumgüter ziehen dann mit Verzögerung nach,
ca 1/2 Jahr, wenn auf der Personalebene Konsequenzen gezogen werden,
z.B. auch bei Gehaltsrunden.

Was ich am meisten fürchte sind zahlungsunfähige US-Unternehmen.
Bisher lief alles ja relativ glimpflich ab. Was aber, wenn Verbindlichkeiten
in grösserem Umfang nicht mehr bedient werden? Ich fürchte, dann ist der
Bär erst richtig los.

Und dann handelt es sich nicht mehr um ein kleines Feuer, das der
Hausmeister löschen kann.
Vielleicht sind diejenigen, die jetzt ihre Gewinne noch nehmen,
oder mit geringem Verlust aussteigen, die Schlaueren!
Sicherlich werden die Börsen wieder hochgehen, auch über die heutigen
Stände, dies ist nur eine Frage der (Lang-) Zeit.
Die Frage ist nur: stehe ich es durch? Wann brauche ich Geld?
Bin ich kurz- oder langfrsitig orientiert?
Halte ich Aktien, Fonds oder Zertifikate?

Für einen Langfristanleger halte ich im Moment Indexzertifikate
für die absolut risikoloseste Art der Geldanlage bei gleichzeitig
vernünftiger Chance. Jede einzelne Aktienposition ist ungleich
höher riskant, da niemand im momentanen wirtschaftlichen Umfeld
eine Entwicklung halbwegs zutreffed vorhersagen kann.

Und es ist gesundeheitlich wenig zuträglich, jeden Tag auf die Börse
zu schauen und erneut entscheiden zu müssen, ob man diesen oder jenen
Loser hält oder Verluste realisiert!

:) Tetsuo
Antworten
preisfuchs:

wenn shorty schreibt, hat das board wieder

 
01.03.01 08:52
ariva qualität ( diskusionsforum ).
auf weitere beiträge.
Antworten
gut-buy:

wir haben die schönste baisse, der traum aller

 
01.03.01 08:59
shortseller  und der namensvetter  jammert. bist du garnicht so kurz, sondern in wirklichkeit ein langer?  
Antworten
bulle*klaus:

gute Beiträge...

 
01.03.01 09:13
Nunja, die Frage die sich jeder stellt hinsichtlich Technologieaktien sind die (derzeit schlechten) Zukunftsaussichten und folglich die Bewertung der Aktien. Viele Werte an der NASDAQ sind noch teuer, aber hauptsächlich aus dem Grund, da das Wachstum & die Gewinne stocken. Allerdings - wie jeder weiß - aus dem Informationszeitalter gibt es kein entkommen, auch überproportionale Gewinne werden sich wieder einstellen. Dann sind viele Werte zum derzeitigen Zeitpunkt ein Schnäppchen. Eine einmalige Kaufgelegenheit. Nur wann? Wenn jeder sicher ist, dass es im nächsten Jahr so weit sein wird, dann hätten wir jetzt schon langsam einen Bullmarket, da ja die Börse die Zukunft vorweg nimmt.

Die wirtschaftliche Abkühlung wird auch die Old Econcomy treffen, durch die vielen Umschichtungen ist es bislang noch zu keinem Crash (zB: Dow Jones) gekommen. Wenn jetzt Blue-Chips anfangen, Gewinnwarnungen am laufenden Band zu vermelden, wo gehen die Anleger hin? Renten? Sparbücher? Cash? - Wohl nur kurzfristig. Ein Teil wird auch in günstige Regionen abwandern, mit hohem Potential (Osteuropa), auch die Wiener Börse mit KGV`s von durchschnittlich unter 10 konnte in den letzten Wochen profitieren.

Allerdings im Gegensatz zu früher ist das weltweite Vermögen auf einem historischen Höchststand. Altersvorsorge, Investmentfonds, Erbgeneration... Hohe Liquididät wird wieder in die Märkte fließen, ich hoffe bald, denn derzeit ist es fad :-(
Antworten
Levke:

@Reila - Korrektur ?

 
01.03.01 09:32
Hallo Reila, ok, es war 2:26, kann Deiner Korrektur aber nicht folgen,
da ich hier ja garnichts geschrieben habe.
Antworten
Reila:

Hi Levke, das war ein Joke (auf Deine Kosten).

 
01.03.01 10:07
Wenn ich mich heute Nacht nicht sehr geirrt habe, hast Du bei Stern-Ikone in einem anderen Thread ein paar Rechtschreibkorrekturen vorgenommen, so nach dem Motto: "Lern doch erst mal Schreiben ..."  
Scheiße, wenn man Scherze erklären muß.

R.
Antworten
Levke:

Hi Reila - ok Schönen Tag ! o.T.

 
01.03.01 10:11
Antworten
jumpin jack:

habe mir gestern abend mal ein paar ganz simple

 
01.03.01 10:23
Gedanken gemacht über die Verkaufswelle seit april 2000.

ich dachte mir: warum verkaufen die meisten

1. ich verkaufe Firmenanteile weil ich angst habe die gehen pleite (trifft auf viele Firmen zu, wohl kaum auf IBM Cisco Nokia usw.

2. ich verkaufe weil ich glaube alle sind überbewertet und ich bekomme alles billiger (aber irgendwann bekomme ich sie nur mehr teuerer)

3. ich verkaufe weil ich glaube diese Kurse shen wir NIE wieder (nun bei einem Nasdaqstand von 5000 ok ! aber bei 2000 ??? also wenn ich die Langfristcharts der Indizes anschaue dann sind die immer noch nach oben gegangen (aber never say never, kann ja alles sein dass es ab jetzt wirklich für 20 Jahre nach unten geht)

4. ich verkaufe weil ich das Geld JETZT oder in den nächsten 2 Jahren brauche weshalb auch immer (Auto, Wohnung, Kühlschrank)- das ist ein Argument
5. ich verkaufe weil ich sehe wie sich mein Ferrari oder meine Villa plötzlich in Luft auflöst und ich wieder so weiterleben muss wie bisher !(wäre das soo schlimm)

nun was trifft bei mir zu ?

eigentlich nix !
wie siehts bei Euch aus ?
oder wem fallen noch weitere Verkaufgründe ein ?

(vielleicht weil man short besser verdient und ab jetzt für die zukunft die charts umdrehen muss)


gruss JJ



zur einschätzung meiner Gedanken : JJ ist ein börsenneuling der auf 30 % verlust sitzt
Antworten
ReWolf:

ich habe den grössen teil verkauft

 
01.03.01 10:33
weil ich der meinung war, dass es noch weiter runter geht.

ich hätte alles verkaufen sollen

ich bin trotzdem der meinung das sich am NM firmen, die jetzt gewinne machen - auch wenn es sehr wenige sind - wieder stark nach oben gehen werden. Nur runter geht nicht, es wird wieder nach oben gehen. und darauf warte ich noch - die zeichen stehen jedoch momentan mehr als schlecht. siehe USA, schwacher euro, krise in nahost.....
Antworten
estrich:

Hi Reila.

 
01.03.01 10:41
Wirtschaftlich ist die Welt doch in folgende bedeutende Regionen eingeteilt.

-Ostasien
-Der Westen, zu dem (West) Europa und die USA gehört.
-Die Schwellenländer (hauptsächlich Lateinamerika)

Ich sehe zwischen den USA und Westeuropa keine gravierenden Unterschiede, deshalb ist es für mich keine Überraschung, daß sich diese Märkte beeinflussen. Nicht nur weil man, um Erfolg zu haben die eine Globalität anstreben muß, ist die Verlangsamung des Wachstums in den USA sehr wohl negativ für Europa zu werten.
Wenn Unternehmen wie Micrologica (und sehr viele andere) vor dem Konkurs stehen, dann doch deswegen, weil die Kunden wegbleiben. Dadurch verstärkt sich die Konkurrenz der einzelnen Unternehmen, die schwachen bleiben auf der Strecke.
Wenn aufgrund von Pleiten in allen Branchen die Kurse allgemein sinken, dann hat das sehr wohl wirtschaftliche Ursachen und weniger Psychologische.
Wenn hier niemand von Rezessionsängsten spricht, dann nur aufgrund von Blauäugigkeit oder der Unfähigkeit die globale Zusammengehörigkeit zwischen den USA und Westeuropa zu sehen.
Trifft es etwa nicht die großen New Economy Werte aus Europa nicht? Bsp. Nokia, Ericson, aber auch SAP.

Zusamenfassung: USA und Westeuropa sind eins!
Antworten
SchwarzerLor.:

Kurzfristig keine Hoffnung mehr.

 
01.03.01 10:42
Leider habe ich daher heute morgen wieder mal zum falschen Zeitpunkt einen Teil verkauft, denn so langsam geht es mir doch an die Nerven.
Antworten
kotikati:

Ein paar unkonventionelle Gedanken

 
01.03.01 11:05
Die neuen Märkte sind am Boden. Interessant ist aber, daß die "echten" Märkte sich noch immer recht stabil halten. Eine gesamtwirtschaftliche Rezession in den USA ist also keineswegs in den Kursen drin. Der Dow ist immer in der Range 10.000-11.000, auch der Dax steht nicht schlecht da. Was wir momentan erleben, ist beschränkt auf eine Korrektur der vorherigen Übertreibungen, ist im Grunde genommen eine Ernüchterung nach einem wilden Rausch und noch lange keine Baisse! Wenn die USA nach dem längsten und stabilsten Aufschwung aller Zeiten in die längste und stabilste Rezession aller Zeiten geraten sollten (ich übertreibe jetzt vielleicht...), dann könnten die "echten" Indezes genauso purzeln wie jetzt die neuen Märkte.
Ich kenne viele Familien in den USA, die als Besserverdiener in den 90-ern die Gewinner waren und nun einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens verspielt haben. Ob die nun wegen einíger Zinssenkungen wieder mehr konsumieren werden ...?
Was die New Economy betrifft, finde ich es sehr bedauerlich, daß sie nun so einen qualvollen Tod stirbt. Weder der Kreativität noch den Budgets waren Grenzen gesetzt. Es wurde zwar kaum Geld verdient, dafür wurden aber viele geniale Sachen entwickelt. Das Internet hätte sich nie so schnell entwickelt und die Leute so fasziniert, wenn man die Pfennigfuchser an die Sache herangelassen hätte. Meine (nicht ganz ernste) Idee: Leute wie Haffa in den Knast, New Economy verstaatlichen, den Leuten Gehälter zahlen und sie weiterentwickeln lassen - und wir haben den perfekten Sozialismus bzw. den perfekten Markt, wie immer man es nennt.
Antworten
ak10:

@Zit das KGV des Dow Jones ist ganz bestimmt nicht

 
01.03.01 11:11
überbewertet, aber in so einer Situation ist das egal da schauen die "Experten" auf die Charts un der Rest ist egal.
Antworten
Reila:

Hi estrich. USA und Westeuropa. Die Unterschiede.

 
03.03.01 02:23
Zugegeben, die Überschrift dieses Beitrages ist etwas großmäulig. Eigentlich geht es mir nur um ein paar feine aber wichtige Unterschiede:

- Trotz der Globalisierung der Märkte und der Internationalität einiger Konzerne (Daimler-Crsyler) bleiben die USA die politische Führungsmacht in der Welt. Das hat z.B. hinsichtlich des Raketenschutzschildes inzwischen auch Schröder erkannt. (Für die Hundehalter: Rute eingekniffen.)

- Natürlich beeinflussen sich die Volkswirtschaften gegenseitig. Aber trotz augenblicklich höheren Wachstums in Europa (Tendenz sinkend) ist der Dollar immer noch extrem stark. Wenn das nicht Ausdruck von Psychologie bzw. von mangelndem Vertrauen in die europäische Wirtschaft (und Politik) ist ...!

- In Europa hat die Zentralbank wenig Spielraum. Rückgehendem Wachstum steht steigende Inflation gegenüber. Die selbstgesetzten Stabilitätskriterien werden insbesondere hinsichtlich der Inflation nicht eingehalten. Die EZB ist in einer Zwickmühle und kann vielleicht die Zinsen nur um 0,25 Prozentpunkte senken. Das hätte kaum einen wirtschaftlichen Effekt, würde jedoch die Inflation eher beschleunigen. (Wäre gut für meine Immobilien) Die USA haben jedoch einen erheblichen Spielraum für Zinssenkungen und werden ihn nutzen.

Dazu aus spiegel.de v. 02.03.01:
------------------
Washington - "Ich hoffe, ich war zweideutig genug, den Zeitpunkt nicht angedeutet zu haben, wann wir uns bewegen werden", sagte Greenspan den Abgeordneten (des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses). Er hoffe, er habe die üblich unklare "Fed-Sprache" angemessen verwendet, witzelte der für seine verquasten Andeutungen berüchtigte US-Notenbankchef.
 
© REUTERS

"Fed-Sprache" angemessen verwendet: Alan Greenspan

Offenbar mit Erfolg: Während einige Beobachter den Aufschwung der Börsen auf seine Rede zurückführten, sagten andere, Greenspan habe die Märkte nicht bewegt. Immerhin bemerkte der oberste US-Währungshüter: "Die Inflation ist sehr gut eingedämmt." Beobachter halten dies für einen erneuten Hinweis auf baldige Zinssenkungen.

Allerdings untermauerte Greenspan seine Einschätzung, dass die kurzfristigen Wirtschaftsdaten Grund zur Sorge bereiteten. "Die Vorhersagen sind schrecklich. Wir müssen sie verbessern", sagte er.

Erneut stärkte der Fed-Chef US-Präsident George W. Bush den Rücken für Steuersenkungen. "Wenn der Maßstab ein stabiler Haushalt ist, ist es meiner Ansicht nach viel besser, dass die Überschüsse durch Steuersenkungen gesenkt werden als durch eine Steigerung der (staatlichen) Ausgaben." Sollte der Staat zu viele Überschüsse anhäufen, würden die Ausgaben durch politischen Druck "verzerrt". Es sei wirtschaftlich gesünder, wenn private Investoren über das Geld verfügten.
--------------
Das erinnert mich ganz stark an die Aussage Greenspans vor einigen Jahren, wenn es sein müsse, würde er die Märkte in Liquidität baden. Das kann er auch jetzt. Uns Wim kann das nicht.

Zusammenfassung: Die USA und Westeuropa gehören ohne Zweifel in die Gruppe moderner kapitalistischer Industriestaaten. Eine zyklische Entwicklung wird weiterhin stattfinden. Im Aktienmarkt spüren wir sie ja schmerzhaft. Daß es Rezessionsgefahren gibt, will ich nicht bestreiten. Ich halte sie aber für tatsächlich gering und zwar deshalb, weil man in den USA gegensteuern kann. Wären die USA und Weteuropa ein Orchester, würden wir nicht den Dirigenten stellen. Und selbst wenn die US-Wirtschaft kurzzeitig schrumpfen sollte, werden die Aktienkurse in Erwartung der Wirkung der Zins- und Steuersenkungen steigen, bevor die Unternehmen wieder positive Quartalszahlen melden. Und wenn die Nasdaq steigt, steigt am nächsten Tag auch wieder der Neue Markt, wieviel Schrottunternehmen auch immer gelistet sein mögen.

Gute Nacht Deutschland

R.

PS: Natürlich haben wir das beste Betriebsverfassungsgesetz der Welt. Ob das den Kursen hilft ...?
Antworten
Speculator:

Ein hervorragender Thread, mit sehr gute Beiträge!

 
03.03.01 14:25
Hier sieht man wieder, was für Top-Leute in diesem Forum aktiv sind.

Meine Meinung dazu:
Wie schon richtig festgestellt wurde, werden die Börsen meistens von Gier und Angst geprägt, also die psychologische Verfassung der Marktteilnehmer.

Wenn wir zurückblicken, erkennen wir dies sehr deutlich. Da erhöht die FED in mehreren Schritten die Zinsen und der Markt reagiert nicht darauf, ganz im Gegensatz, neue Höhen werden erklommen, die Gier regiert. Bis sich die Zeitverzögerte Auswirkungen anfangen auf die Unternehmensgewinne auszuwirken. Jetzt schein mir, als würde sich das gleiche "Spiel" nur mit umgekehrte Vorzeichen wiederholen und wieder reagiert der Markt total irrational. Die FED hat ihre Zinspolitik geändert, die Zinsen fallen aber es scheint keinem zu interessieren, die Angst regiert.

Das ganze ist mit 1994/1995 vergleichbar, als ähnlich wie heute, ein jäher Absturz drohte. Die FED hatte zuvor preventiv die Zinsen angehoben um ein "heißlaufen" der Konjunktur zu verhindern. Als die Gefahr gebahnt schien, fing diese an die Zinsen wieder zu senken. Alan Grennspan äußerte sich damals mit den Worten: "Ich sehe keine Probleme mehr, die mir zu schaffen machen." und "Infolge der trägen konjunkturellen Aussichten ist, wie einige meiner Kollegen bereits angedeutet haben, die Wahrscheinlichkeit einer Rezession näher gerückt, was aber zu erwarten war." Diese Worte Greenspans wurden von der Presse unterschiedlich bewertet: "Greenspan sieht Möglichkeit einer Rezession"(The new York Times) und  "Greenspans Schluss: Rezession unwahrscheinlich"(The Washington Post). Sind die Parallelen zu heute nicht faszinierend???

Welche Gefahren lauern nach einer mehr als 50%igen Korrektur im Index denn noch???

Der Ölpreis bleibt stabil und stellt in Anbetracht der zu enden gehende Wintersasion kaum eine Gefahr dar. Der vom US-Präsidenten eingeleitete Steuersenkungsprogramm kann mittel- bis langfristig nur als positiv für die konjukturellen Erholung gewertet werden. Die Zinsenkungen seitens der amerikanische Notenbank wird ebenfalls nur positiven Einfluss auf die Märkte haben. Europas Wirtschafftslage ist ebenfalls sehr stabil, die Einführung der Gemeinschaftswährung und das Inkrafttretten der nächsten Steuerreformstuffe kann ebenfalls nur positive Effekte auf dem Kapitalmarkt haben. Kopfschmerzen bereiten mir nur Asien, insbesondere Japan. Ich glaube aber nicht, dass diese Märkte einen grossen Einfluss auf Amerika und Europa haben dürften.

Alles in einem, sehe ich für die nächste Zeit höhere Chancen als Risiken, auch wenn dies nicht das aktuelle Bild der Börsen wiederspiegelt. Unternehmen die vor einem Jahr als günstig bewertet wurden erscheinnen uns jetzt nach 50-70%iger Korrektur eher als zu teuer!?
Das gleiche gilt auch für Unternehmen die mit guten Zahlen "glänzen" konnten. Als Beipiel kann hier Commerce One gennant werden. Die Aktie kam vor der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen (18.01.2001) stark unter Druck, Gerüchte zufolge wurde befürchtet das CMRC die Erwartungen verfehlen könnte. Was war? Pustekuchen, die Zahlen fielen sogar deutlich besser aus als erwartet. Damit aber nicht genug, die Aussichten für dieses Jahr sind mehr als gut, zudem wurde Konkurrent Ariba überrundet, nun ist man selbst Marktführer. Was hat dies CMRC genutzt? Nichts, außer einer kurzfristigen Ralley notiert CMRC auf niedrigeren Niveau als zuvor. Commerce One ist nicht das einzigste Unternehmen dem es nach bekanntgabe von guten Quartalszahlen so erging. Wie kann es aber sein, dass selbst Unternehmen die alles "richtig" gemacht haben verprügelt werden???

Dafür gibts es nur eine Erklärung: Angst und Resignation haben die Überhand gewonnen. Eine günstige Gelegenheit um Einkaufen zu gehen!
Kostolany: "Kaufen Sie wenn die Kurse günstig sind (alle Angst haben) und verkaufen Sie wenn diese teuer sind (alle sich auf Aktien stürzen)"


mfG: Speculator
Antworten
jumpin jack:

@speculator ! ich handle schon seit ein paar

 
03.03.01 15:24
monaten so ! und kaufe was das zeug her gibt. aber glaub mir z.Z. schlafe ich extrem schlecht und die kurse purzeln weiter ! seit oktober heisst es der Boden sei gefunden aber der boden wird immer tiefer;  ich arbeite praktisch nur noch für die Aktien. jetzt ist mir das geld ausgegangen und mir bleibt nur entweder die hoffnung auf erholung oder ein verlust von 2 Jahresgehältern !
das einzige was mich beruhigt ist dass ich das Geld hoffentlich für min 3 Jahre nicht brauche. Aber jetzt drehe ich den Hahn zu ! entweder deine Theorie geht auf oder ich habe wenn s ganz dick kommt 5 jahre umsonst gearbeitet.

JJ

don t fight the FED oder don t fight the trend ??? gute Frage !

apropos was macht deine chartanalyse für die nasdaq ?
Antworten
boerseXXX:

Wieso der Nasdaq im April erst dreht ?

 
03.03.01 15:29
Da die Pensionsfonds in Amerika noch im März Techanteile verkaufen, dies kann man in BO nachlesen. Ich denke es wird eine technische Gegenreaktion geben, bis zu 20%. Dann wird es wieder runter gehen bis 1800 und danach gilt kaufen was das Zeug hält !!!!!!
Antworten
Prometheus:

@Speculator,

 
03.03.01 15:54
genau aus Deinen beschriebenen Gründen werden wir in der 2. Jahreshälfte eine neue Hausse erleben, die alle vorhergenden in den Schatten stellen wird. Geschichte lernt nicht hinzu, sie wiederholt sich nur stupide. Gerade Greenspan wird uns zum Abschied noch mit weiteren heftigen Zinssenkungen beschenken.

Du nennst CMCR, das ungerechterweise mit in den Sog der irrationalen Angst hineingezogen wird. Die ist nur Ausdruck der allgemeinen Irrationalität selbst; außerdem wollen Instituionelle mit Herabstufungen gerade bei solchen Unternehmen günstig einsteigen. Solange wir aber an der Nasdaq andere Unternehmen haben, die immer noch überbewertet sind, ist in der jetzigen Baisse-Phase die Angst sehr wohl begründet. Diese Unternehmen müssen sich in den nächsten Monaten noch halbieren, bevor es endlich zur Trendwende kommt.
Antworten
megalowflyer1:

Wow, dieser Thread ist aber wirklich gut!

 
03.03.01 18:25
Sehr umfassende und je nach Sichtweise sehr gut begründete Ansichten, vor allem von Shorty, Estrich, Reila, Jumping Jack, Speki und Tsetsuo. Das Problem ist: Alle haben recht und genau die Wiedersprüche werden uns einen volatilen, eher seitwärts gerichteten Makrt bescheren. Damit meine ich nicht 2000-2500 im Nas und 10000-11000 in Dow, sondern eher 2000-3800 und 8500 bis 11500!
Eine Sache aber an Speki: "Kopfschmerzen bereiten mir nur Asien, insbesondere Japan. Ich glaube aber nicht, dass diese Märkte einen grossen Einfluss auf Amerika und Europa haben dürften."
Hier liegt ein sehr großer Risikofaktor, denn Asien und vor allem Südamerika ist doch sehr abhängig von den USA und Europa.
Ich bin froh, dass die Japanische Börse schon so weit unten ist! Stände der Nikkei noch bei 18000 hätten wir hier noch extremes Korrekturpotential.
In der momentanen Situation wäre eine Japan- / Russland- oder sonstwas Krise sehr fatal! Außerdem wird Südamerika stark von einer ev. Wirtschaftskrise der USA in Mitleidenschaft gezogen werden. Das kann im Gegenzug sehr leicht zu einer Rückkopplung führen!
Wir in Deutschland haben da ja unsere eigenen Probleme (Türkei), wenn auch nicht so schlimm und mit soviel Einfluss.
Da aber, wie Reila richtig sagt, USA und Europa fast eins sind, kann bei einer Wirtschaftsabschwächung der USA der Rest der Welt so in Mitleidenschaft gezogen werden, dass sogar wenn es wieder aufwärts geht eben diese externen Faktoren ein stabiles Wirtschaftswachstum bremsen!
Je länger die USA also nicht wieder Tritt fassen, desto höher das Risiko in anderen Staaten und vor einer Rückkopplung.

Antworten
short-seller:

Lieber Estrich,

 
16.03.01 17:22
Warum bin ich Dir ein Rätsel ?

Erstmal wollen wir doch etwas richtig stellen. Ich bin nicht generell Anhänger des shortens. Ich habe nur das Bedürfnis in Zeiten der maßlosen Übertreibung nach oben derartiges zu tun. Doch leider muß man sich auf long puts und short calls beschränken.

Ich bin nicht ein genereller Optimist, sondern Realist.

Die Baisse wurde  NICHT direkt durch schlechte Unternehmensdaten ausgelöst, sondern durch Liquiditätsabfluß. Die schlechteren Unternehmensdaten sind nur eine Folge der Zinserhöhungen.

Lieber Estrich, wenn Du mal ein paar Jahre zurück blicken würdest und auch mal die Wirtschaftspresse vergangener Jahrzehnte würdest Du feststellen daß all das was wir derzeit erleben nichts neues ist, sondern schon mehrfach passierte. Ein Blick ins öffentliche Stadtarchiv läßt Dich übrigens bis ins vorletzte Jahrhunderte die einstige Panik fühlen lassen.

Dadurch daß fast alle Unternehmen nach unten revidierte Prognosen abgaben, sind die Chancen für Kursgewinne größer als je zurvor. Denn 1. wird sich die Liquiditätslage erheblich verbessern und zweitens besteht jetzt wieder Raum die eine oder andere Prognose auch mal wieder anzuheben.

Ansonsten wurde von den anderen Schreibern vor mir wohl schon alles gesagt.

Grüße
Shorty
Antworten
Ramses II:

wenn schon kurzfristig die ersten nach unten

 
16.03.01 17:31
revidierten prognosen eingehalten werden, wird es nach oben gehen, ohne zweifel.

ich habe schon häufiger geschrieben, daß die unternehmen ihre prognosen kräftig nach unten revidiert haben, um wirklich nachhaltig luft nach oben zu haben. insofern sieht es mittelfristig wieder freundlich aus. gute werte werden dann raketenmäßig nach oben gehen.

grüsse
Antworten
borgling:

Baiss Short Seller

 
16.03.01 17:40
Nur das ich den Thread wiederfinde! Sorry an die, die unnötig aufgemacht haben.

Gruß
Antworten
Linus:

Einer der besten Threads in der Geschichte díeses

 
28.06.01 00:28
Boards. Ich hab ihm mir schon ein paar mal durchgelesen. Ich denke wer ihn noch nícht kennt oder neuer an Board ist hat ne gute Nachtlektüre.

dadurch das der Thread zeitlosen Charakter hat, ist er letzendlich in jeder Zeit interessant, informativ und aktuell.

Ein guts Nächtle

Linus
Antworten
ChaosBroker:

Danke linus fürs hervorholen!

 
28.06.01 03:34
War echt ein Lesevergnügen!
Sollte öfter solche produkriven und dadurch auch interressanten Threads geben, kann mir nicht vorstellen, das es Leute gibt, die lieber den geistigen Müll lesen, der sich hier in letzter Zeit verbreitet!
Ich bin mal gespannt, ob sich einige von dem Thread anstecken lassen und sich dadurch die Qualität hier im Board mal wieder etwas hebt, würde mich freuen, mehr solcher threads zu finden.

In Hoffnung auf wirtschafliche Besserung und noch viele qualitativ gute Threads.
ACA
Antworten
boomer:

Wer ist schuld an der B.?

 
28.06.01 09:04
Klar!
Kohl, Bush, der Papst usw., das konservative Gesindel!
Antworten
boomer:

PDS + SPD werden die Kapitalmärkte regulieren und

 
28.06.01 09:34
damit den Wirtschaftsstandort "Deutschland" stärken.
Das Kapital wird hier dann verstärkt zufließen und uns einen Boom ohne gleichen bescheren.

Es lebe der Sozialismus.
__________________________________________________

Die PDS hat sich nicht wirklich verändert

Interview mit Konrad Weiß über die Gründe, die ihn zum
Austritt bei den Grünen veranlassten.
Wegen des Zusammengehens mit der PDS hat der frühere
DDR-Bürgerrechtler seinen Austritt bei den Grünen erklärt.

Das gesamte Interview:
www.welt.de/daten/2001/06/20/0620de261983.htx

Antworten
ecki:

Ich bitte dich boomer ganz freundlich

 
28.06.01 10:03
diesen super Thread nicht mit einer sinnlosen politischen Diskussion zu zerstören.
Bitte, bitte.
Und für alle anderen gilt das gleiche.

Danke
ecki
Antworten
boomer:

Lieber ecki, letztlich wird jede zukünftige

 
28.06.01 10:16
wirtschaftliche Entwicklung (und damit auch die Börse) bestimmt durch politische Strömungen.

Davon abzulenken, heißt "nur an den Symptomen zu laborieren"!

- und die Aussagen in diesem Thread erfassen kaum den wirtschaftlichen Kern
der Misere.

MfG
Antworten
preisfuchs:

wer ist jetzt schuld?. o.T.

 
15.04.02 11:42
Antworten
Seth Gecko:

Schuld? Wohl immer noch die gleichen:

 
15.04.02 12:12
Die Anleger, die die Spekulationsblase aufgebläht haben, und jetzt deren endgültiges Platzen verhindern (überwiegend gebe ich hier die Schuld der Wallstreet, denn nur wenn es dort richtig crasht, platzt die beinahe weltweite Blase). Und der Rest der Schuld liegt wohl auf den Schultern derer, die für die verzerrten Statistiken (US-BIP-Mängel, gefaktes Produktivitätswunder, ...) verantwortlich sind, und vor allem die "neue" Mentalität der Analysten, die vor Jahrzehnten mit Gewinnen nach Steuern, Einmaleffekten, Goodwill etc. rechneten, und uns jetzt verkaufen wollen, daß der Gewinn vor Steuern, Goodwill, Einmaleffekten,etc. eigentlich dasselbe ist...
Fazit: Wenn die Blase nicht platzt, geht ihr eben langsam die Luft aus (wie bereits in der 10jährigen Seitwärtsbewegung der 70er-Jahre).

cu, seth
Antworten
usZocker:

Wann beginnt die Baisse?

 
09.03.04 20:29
Der Chipriese Intel hat seinen Anteil an dem chinesischen Fest- und Kabelnetzbetreiber Pacific Century Cyberworks von 6,19 auf 11,4 Prozent aufgestockt. Dies wurde heute im Rahmen einer Pflichtmeldung bekannt gemacht. Neben dem bisherigen Anteil an PCCW ist Intel auch seit längerem an dem Venture-Unternehmen "Network of the World" beteiligt. Der Wert des Intel-Anteils an PCCW liegt derzeit bei rund 443 Millionen Dollar.

PCCW war 2003 die schwächste Aktie im Hang Seng Index. Das Unternehmen musste zudem vergangene Woche aufgrund von Abschreibungen einen überraschend hohen Jahresverlust von rund 780 Millionen US-Dollar vermelden. Diese waren auf die notleidende Sparte Untersee-Kabel angefallen.

Die Intel-Aktie gibt in Frankfurt aktuell 2,09 Prozent auf 22,47 Euro ab, PCCW konnten sich in Hongkong dagegen um 1,8 Prozent auf 5,65 HK$ verbessern
Antworten
js111:

Irgendwann platzt sie, die Blase, aber nicht in nä

 
09.03.04 20:38
Zeit. Aber lustig, die alten Theads zu lesen.  
Antworten
sfor:

sie platzt in teilen

 
24.03.04 21:49
der erste teil wurde korrigiert, nun folgt der zweite? wäre eigentlich die logische folge.  
Antworten
Pate100:

interessant

 
28.07.05 23:17
nach ein paar Jahren den Thread zu lesen!
Auf zu neuen, alten Höhen? Das glaube nicht...

Schade das es kaum noch Threads dieser Art bei Ariva gibt!
In weiteren vier Jahren werden wird Ariva warscheinlich ein reines Talk Board sein...


Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht Alle 1 2

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,00 15,00
Fallender DAX-Kurs 5,00 9,99 15,04
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VK1C6B1 , DE000VK2CEE6 , DE000VG93PX3 , DE000VH33UC1 , DE000VK3TCL7 , DE000VK28GJ9 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Neueste Beiträge aus dem Technology All Share (Performance) Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
11 1.124 USU Software --- Cashwert fast auf ATL -- Lalapo MrTrillion3 15.07.25 14:19
11 530 Elmos Semiconductor Jorgos Highländer49 06.05.25 14:56
10 2.240 RENESOLA startet Lapismuc SoIsses01 16.01.25 13:57
  19 Bitte an Ariva Spitfire33 taos 28.09.24 11:26

--button_text--