Gold & Gesellschaft: Euro-Exitus ante portas
Wie man es auch drehen mag, der Euro ist tot. Die Nachrichten-Lage verschärft sich täglich, und immer mehr beunruhigende Details des Niedergangs kommen an das Tageslicht. Es sind inzwischen aber nicht nur die Ansichten von sogenannten Spekulanten und vermeintlichen Euro-Gegnern, welche die gemeinsame Währung immer mehr an den Rand des Exitus treiben.
Die bereits mehrfach pro Woche zu beobachtenden Rettungs-Versuche der weltweiten Notenbanken zu Gunsten des Euros deuten auf die apokalyptischen Zustände hin, die der Welt wohl drohen würde, wenn der Euro unkontrolliert implodieren würde. Aber jede anfangs erfolgreich durchgeführte Rettungs-Aktion läuft in Folge von noch mehr schlechten Nachrichten ins Leere.
Den Euro geht es nicht anders als Angela Merkel, die seit einigen Monaten ihr Fortune verloren hat und von einer Katastrophe in die nächste schlittert. Man kann auch sagen: Seit mehreren Monaten ist ihr nichts mehr gelungen.
So wie sich verschiedene Interessens-Gruppen in der Koalition derzeit gegenseitig zerfleischen, fangen nun auch die Euro-Länder an. Die größten Ratten, die das sinkende Euro-Schiff derzeit verlassen, sind nach Presseberichten die französischen Banken. Die stecken nämlich mit $700 Milliarden über alle Ohren in PIIGS-Staatsanleihen. Aber im Gegensatz zu den ebenfalls stark involvierten deutschen Banken versuchen die Banker aus Frankreich, ihre PIIGS-Anleihen der EZB im Rahmen der Ankaufpläne zur Stabilisierung der Bond-Märkte unterzujubeln.
Die deutschen Geldinstitute ließen sich vor einigen Wochen noch vom Bundesfinanz-Minister die Zusage abschwatzen, bloß nicht die besonders stark betroffenen griechischen Staats-Papiere abzustoßen. Während das deutsche Banken-System die Endsiegs-Propaganda unserer Euro-Eliten immer noch zu glauben scheint, ergreifen deren französische Kollegen die Möglichkeit, sich ihrer Papiere an die EZB zu entledigen. Das heißt, dass auch die Bundesbank entsprechend ihres Anteils im Euro-System griechische Staatsanleihen zu kaufen habe. Das Geld überweisen die Bundesbanker dann wohl direkt auf Konten in Paris.
Hier zeigt sich wieder einmal die in Deutschland besonders verbreitete Dummheit, nicht im Interesse des eigenen Landes beziehungsweise der eigenen Banken aktiv zu werden, sondern mit dem Kader-Gehorsam zum Euro den Franzosen eine einfache Methode zu eröffnen, ihre Probleme auf unseren Schultern zu lösen. Wenn Griechenland dann später umschulden muss und die Gläubiger einen Haircut ertragen müssen, dann sind die französischen Banken-Bilanzen bereits um diese Papiere bereinigt. Für die deutschen Institute muss Merkel dann – wenn sie die nächsten Wochen politisch überleben sollte – wohl das nächste Banken-Rettungspaket initiieren. Und das müsste Deutschland allein tragen – keine europäische Solidarität.
Der zweite Punkt ist, dass die mit Rücken zur Wand stehenden Spanier nun versuchen, in ihrem Todeskampf auch Deutschland mit in den Abgrund reißen zu wollen. Man fühlt sich auf der iberischen Halbinsel von deutschen Presse-Berichten in die derzeit missliche Lage gebracht. Nun möchte man den europaweit durchgeführten Banken-Stresstest veröffentlichen, weil die beiden großen spanischen Geschäftsbanken im Vergleich zu ihren internationalen Counterparts mit einer relativ hohen Eigenkapital-Quote ausgestattet sind. Joe Ackermann warnte zwischenzeitlich vor einer Veröffentlichung dieser Zahlen – wahrscheinlich würde das deutsche Bankensystem bei den Investoren ins Gerade kommen. Und wenn das deutsche Bankensystem untergeht, dann ist es auch mit Deutschland vorbei.
Eine Politik der verbrannten Erde betreiben die Spanier hier: Wenn man schon sterben muss, dann aber mit geschwollener Brust. Dieser Egoismus aus Frankreich und Spanien wird durch die Zentrifugal-Kräfte den Euro, der schon jetzt schwer unter Druck steht, endgültig aus der Bahn werfen. Denn eines hat uns die seit dem Jahr 2007 tobende Krise gezeigt: Wenn nicht alle Parteien an einem Strick ziehen, besteht durch Verflechtungs- und Ansteckungs-Effekte die Gefahr eines weltweiten Total-Kollapses.
Auch in dem Wirtschafts-Magazin CAPITAL spricht der Hedge-Fond Manager John Taylor davon, dass ein Exitus des Euros unumgänglich sei.
Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten
Es gibt Tage, da weiß man nicht, worüber man eigentlich schreiben soll. Der Gold-Preis ist nach dem Auf und Ab (in engen Grenzen wohlgemerkt) in seinem derzeitigen Korridor gefangen. Versucht er nach oben hin auszubrechen, dann wird er – wahrscheinlich von den Notenbanken – gedrückt. Versuchen die Marktteilnehmer, einen Preis-Rutsch auszulösen, dann finden sich auf diesem Niveau ausreichend neue Käufer.
Heute war so ein Tag.
Es ist verdächtig still, obwohl im Hintergrund wieder einmal um nichts weniger gekämpft wird, als das vollkommen vermurkste Finanz-System künstlich wiederzubeleben. Die freie Presse ist ja sowieso nur eine Mär, die wir noch aus Geschichts-Büchern von Schulzeiten her kennen. In Wirklichkeit berichten kaum noch eine Zeitung, ein Sender oder andere Medien mit Ausnahme der Internet-Community über die praktisch aussichtslose Situation.
Gold bewegte sich heute um die Marke von $1.235, wobei während eines Großteil des Tages das gelbe Metall unterhalb diese Marke notierte. Der A.M. Fix kam mit $1.235,50 (EUR 1.005,04) um dreizehn Dollar höher als noch vor 24 Stunden zustande. Auch an diesem Kurs sieht man, dass Gold sich oberhalb der Marke von 1.000 Euro positionieren möchte.
Zum Nachmittag und vor allen Dingen kurz nach Beginn des Handels an der New Yorker COMEX stieg Gold weiter an und erreichte bis zu $1.238 in der Spitze. Das war dann aber der Tages-Höchststand und von nun an ging es wieder leicht bergab.
Der P.M. Fix kam mit $1.234,50 (EUR 1.002,52) in etwa auf der Höhe des heutigen A.M. Fix zustande.
Einer Stunde vor Schluss des COMEX-Handels sackte Gold dann plötzlich unter die Marke von $1.230. Im Tagesvergleich zum COMEX-Schluss ein Verlust von drei Dollar. Gold stand mit EUR 998,87 nun bereits wieder leicht unter der 1.000er-Marke – ein Auf und Ab.
Der US-Dollar blieb heute stabil im Vergleich zu den anderen Papierwährungen. Auch auf Seiten der Treasuries kam es zu keinen bemerkenswerten Verschiebungen.
Langeweile kommt auf.
www.bullionaer.de/shop/showZiemann.php/action/latest
Wie man es auch drehen mag, der Euro ist tot. Die Nachrichten-Lage verschärft sich täglich, und immer mehr beunruhigende Details des Niedergangs kommen an das Tageslicht. Es sind inzwischen aber nicht nur die Ansichten von sogenannten Spekulanten und vermeintlichen Euro-Gegnern, welche die gemeinsame Währung immer mehr an den Rand des Exitus treiben.
Die bereits mehrfach pro Woche zu beobachtenden Rettungs-Versuche der weltweiten Notenbanken zu Gunsten des Euros deuten auf die apokalyptischen Zustände hin, die der Welt wohl drohen würde, wenn der Euro unkontrolliert implodieren würde. Aber jede anfangs erfolgreich durchgeführte Rettungs-Aktion läuft in Folge von noch mehr schlechten Nachrichten ins Leere.
Den Euro geht es nicht anders als Angela Merkel, die seit einigen Monaten ihr Fortune verloren hat und von einer Katastrophe in die nächste schlittert. Man kann auch sagen: Seit mehreren Monaten ist ihr nichts mehr gelungen.
So wie sich verschiedene Interessens-Gruppen in der Koalition derzeit gegenseitig zerfleischen, fangen nun auch die Euro-Länder an. Die größten Ratten, die das sinkende Euro-Schiff derzeit verlassen, sind nach Presseberichten die französischen Banken. Die stecken nämlich mit $700 Milliarden über alle Ohren in PIIGS-Staatsanleihen. Aber im Gegensatz zu den ebenfalls stark involvierten deutschen Banken versuchen die Banker aus Frankreich, ihre PIIGS-Anleihen der EZB im Rahmen der Ankaufpläne zur Stabilisierung der Bond-Märkte unterzujubeln.
Die deutschen Geldinstitute ließen sich vor einigen Wochen noch vom Bundesfinanz-Minister die Zusage abschwatzen, bloß nicht die besonders stark betroffenen griechischen Staats-Papiere abzustoßen. Während das deutsche Banken-System die Endsiegs-Propaganda unserer Euro-Eliten immer noch zu glauben scheint, ergreifen deren französische Kollegen die Möglichkeit, sich ihrer Papiere an die EZB zu entledigen. Das heißt, dass auch die Bundesbank entsprechend ihres Anteils im Euro-System griechische Staatsanleihen zu kaufen habe. Das Geld überweisen die Bundesbanker dann wohl direkt auf Konten in Paris.
Hier zeigt sich wieder einmal die in Deutschland besonders verbreitete Dummheit, nicht im Interesse des eigenen Landes beziehungsweise der eigenen Banken aktiv zu werden, sondern mit dem Kader-Gehorsam zum Euro den Franzosen eine einfache Methode zu eröffnen, ihre Probleme auf unseren Schultern zu lösen. Wenn Griechenland dann später umschulden muss und die Gläubiger einen Haircut ertragen müssen, dann sind die französischen Banken-Bilanzen bereits um diese Papiere bereinigt. Für die deutschen Institute muss Merkel dann – wenn sie die nächsten Wochen politisch überleben sollte – wohl das nächste Banken-Rettungspaket initiieren. Und das müsste Deutschland allein tragen – keine europäische Solidarität.
Der zweite Punkt ist, dass die mit Rücken zur Wand stehenden Spanier nun versuchen, in ihrem Todeskampf auch Deutschland mit in den Abgrund reißen zu wollen. Man fühlt sich auf der iberischen Halbinsel von deutschen Presse-Berichten in die derzeit missliche Lage gebracht. Nun möchte man den europaweit durchgeführten Banken-Stresstest veröffentlichen, weil die beiden großen spanischen Geschäftsbanken im Vergleich zu ihren internationalen Counterparts mit einer relativ hohen Eigenkapital-Quote ausgestattet sind. Joe Ackermann warnte zwischenzeitlich vor einer Veröffentlichung dieser Zahlen – wahrscheinlich würde das deutsche Bankensystem bei den Investoren ins Gerade kommen. Und wenn das deutsche Bankensystem untergeht, dann ist es auch mit Deutschland vorbei.
Eine Politik der verbrannten Erde betreiben die Spanier hier: Wenn man schon sterben muss, dann aber mit geschwollener Brust. Dieser Egoismus aus Frankreich und Spanien wird durch die Zentrifugal-Kräfte den Euro, der schon jetzt schwer unter Druck steht, endgültig aus der Bahn werfen. Denn eines hat uns die seit dem Jahr 2007 tobende Krise gezeigt: Wenn nicht alle Parteien an einem Strick ziehen, besteht durch Verflechtungs- und Ansteckungs-Effekte die Gefahr eines weltweiten Total-Kollapses.
Auch in dem Wirtschafts-Magazin CAPITAL spricht der Hedge-Fond Manager John Taylor davon, dass ein Exitus des Euros unumgänglich sei.
Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten
Es gibt Tage, da weiß man nicht, worüber man eigentlich schreiben soll. Der Gold-Preis ist nach dem Auf und Ab (in engen Grenzen wohlgemerkt) in seinem derzeitigen Korridor gefangen. Versucht er nach oben hin auszubrechen, dann wird er – wahrscheinlich von den Notenbanken – gedrückt. Versuchen die Marktteilnehmer, einen Preis-Rutsch auszulösen, dann finden sich auf diesem Niveau ausreichend neue Käufer.
Heute war so ein Tag.
Es ist verdächtig still, obwohl im Hintergrund wieder einmal um nichts weniger gekämpft wird, als das vollkommen vermurkste Finanz-System künstlich wiederzubeleben. Die freie Presse ist ja sowieso nur eine Mär, die wir noch aus Geschichts-Büchern von Schulzeiten her kennen. In Wirklichkeit berichten kaum noch eine Zeitung, ein Sender oder andere Medien mit Ausnahme der Internet-Community über die praktisch aussichtslose Situation.
Gold bewegte sich heute um die Marke von $1.235, wobei während eines Großteil des Tages das gelbe Metall unterhalb diese Marke notierte. Der A.M. Fix kam mit $1.235,50 (EUR 1.005,04) um dreizehn Dollar höher als noch vor 24 Stunden zustande. Auch an diesem Kurs sieht man, dass Gold sich oberhalb der Marke von 1.000 Euro positionieren möchte.
Zum Nachmittag und vor allen Dingen kurz nach Beginn des Handels an der New Yorker COMEX stieg Gold weiter an und erreichte bis zu $1.238 in der Spitze. Das war dann aber der Tages-Höchststand und von nun an ging es wieder leicht bergab.
Der P.M. Fix kam mit $1.234,50 (EUR 1.002,52) in etwa auf der Höhe des heutigen A.M. Fix zustande.
Einer Stunde vor Schluss des COMEX-Handels sackte Gold dann plötzlich unter die Marke von $1.230. Im Tagesvergleich zum COMEX-Schluss ein Verlust von drei Dollar. Gold stand mit EUR 998,87 nun bereits wieder leicht unter der 1.000er-Marke – ein Auf und Ab.
Der US-Dollar blieb heute stabil im Vergleich zu den anderen Papierwährungen. Auch auf Seiten der Treasuries kam es zu keinen bemerkenswerten Verschiebungen.
Langeweile kommt auf.
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"Heute geht es uns schlechter als gestern, aber besser als morgen!"
"In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat!" (George Orwell)
"In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat!" (George Orwell)
