Ad Schnelle Reaktoren:
Es gibt offensichtlich einige Missverständnisse. Punkt1: Wer mich kennt weiss dass ich seit dem ich 2008 ins Forum kam die Populationsstabilisierung insbesondere in der 3. Welt propagiere. Wenn die Demand-Seite stabilisiert wird, dann kann der massive Rückgang der Ernteraten bei fossilen Energieträgern die uns bevorsteht durch Kerntechnik aufgefangen werden. Das ist eine politische Entscheidung keine Technische. Klar, plakativ ausgedrückt, ich interessiere mich wahrlich weniger für die Kinder in Afrika als die Kinder in Europa ins besondere in DE und AT. Ich lebe hier, meine Interessen vor denen der anderen. Wer Gegenteiliges behauptet ist entweder sehr weit entfernt von seiner Natur oder wird erkennen dass wenn es hart auf hart kommt dass alles Gutmenschentum nur Heuchelei war. Somit sehe ich die Notwendigkeit der Populationsreduktion, aber nicht bei uns mit unseren mickrigen 1,3 Kindern. Die Wahrung des westlichen Wohlstandes unter Berücksichtigung einer ausgewogegen Verteilung ist für mich politisches Ziel. Alles andere kommt später, wobei ich betonen muss dass aus meiner Sicht bei einer tabulosen Technologieoffensive heute wir das Ruder immer noch so rumreissen könnten, ohne dass heute 2-3 Mrd. sterben müssten die unweigerlich dem Tod geweiht sind wenn wir allein auf Wind&Solar setzen. Also im Grunde steht die Gleichung auf den Punkt gebracht so: Entweder Kernwaffenkrieg zwischen China-Russland-USA oder tabulose Ausweitung der Kernenergie mit einer planetaren Übereinkunft über die Geburtenraten.
Punkt2: Schnelle Reaktoren heissen schnell weil die Neutronen nicht moderiert(abgebremst) werden. Das bedeutet dass die Spaltneutronen überwiegend im s.g. schnellen Spektrum sind. Der Atommüll besteht in w% und Vol% zu ca. 97% aus dem s.g. "abgebrannten" U238. In wassermoderierten Druckwasserreaktoren welche heute >90% der zivilen Reaktoren ausmachen, kann U238 nicht gespallten werden. Daher dient er in den Brennelementen nur als Trägerstoff für das Isotop U235. In abgebrannten Brennelementen machen Spaltprodukte und Tranurane wie Pu, Am, Np einen eher kleinen Anteil aus, da die ursprüngliche Anreicherung für Kraftwerke bei wenigen Prozentpunkten liegt. Abgebrannte Brennelemente bestehen als zu überwiegendem Anteil aus U238. U238 ist kein Atommüll sondern Kernbrennstoff den wir heute als Problem sehen. Aus U238 kann Plutonium (und aus Th232(Isotopenrein) U233) erbrütet werden. Schnelle Reaktoren unterteilen sich in mehrere Typen, abhängig vom Brutkoeffizieten. Es gibt auch Reaktorkonzepte bei denen eine direkte Spaltung ohne den Umweg des Brütens möglich ist. Relevant ist nur dass die Restradioaktivität nach einem vollständigen Brennkreislauf durch schnelle Reaktoren, statt aus Isotopen mit sehr sehr langen Halbwertszeiten wie z.B. Pu, mehrheitlich aus Isotopen der Spaltprodukte resultiert. Der heutige Müll würde von der Masse her zu 90% verwertet werden können und die notwendige sichere Einschlusszeit im Idealfall auf 300 Jahre gesenkt werden, im Gegensatz zu den heutigen zehntausenden von Jahren. Nebenbei könnten Uranresourcen auf einen solchen Zeitraum gestrekt werden dass bis dahin noch bessere Alternativen entwickelt werden könnten. Bei dieser Betrachtung wird nur von der Verwertung des U238 in den abgebrannten BEs ausgegangen. Nimmt man die Thoriumreserven der Welt dazu, die 4,5 Mal so groß sind wie die Uranreserven, dann vergrößert sich die Reichweite noch mal im mehrere Jahrhunderte. Der Thoriumzyklus ist jedoch vom Uranzyklus weitgehend getrennt zu betrachten. Er bietet sehr erstrebenswerte Vorteile wobei Deutschland in diesem Bereich führend war bevor aus unerklärlichen Gründen Deutschland beschloss sich selbst zu demontieren. Für mehr Information ThEC oder TEAC googlen.