Selten einen so harten, aber zu treffenden Artikel in der Welt.de gelesen zur EZB. Der Artikel deckt schonungslos auf, die die EZB ihr Mandat nicht nur weit überzogen hat, sondern unbefugt EU-Gesetze (wie die no bail out Klausel) ungeniert bricht - ohne dafür weder vo Staaten noch von der Bevölkerung egitiiert worden zu sein. Aber das ist bei weitem nicht die einzige Kompetenzüberschreitung der EZB (siehe u..a. der geheime Brief von Trichet & Draghi an Berlusconi).
Die EZB ist zu einem von niemandem mehr kontrolliertem undemokratischen Monster geworden, die letztlich einer der Totengräber der Euro-Währung wird - und wahrscheinlich auch der EU, zumindest in der Form wie wir sie heute kennen. Hier zum äusserst lesenswerten Artikel und einem Zitat daraus:
Schwere Euro-Krise
http://www.welt.de/debatte/kommentare/...-Zukunft-unseres-Geldes.html
Zehn Jahre nach Einführung des Euro geht die Zeit der deutschen Stabilitätskultur wohl zu Ende. Politiker und Zentralbanker sind Schuld an dieser Entwicklung.
Zitat: "............Doch die harte Währung, das zeigt sich nicht nur an der wirtschaftlichen Malaise in Griechenland, überfordert viele Mitgliedsstaaten. Statt die niedrigen Zinsen zu nutzen, um ihre Wirtschaft zu modernisieren, bevorzugten Griechen, Italiener oder Portugiesen den leichten Weg und frönten fröhlich dem Staatskonsum.
Übermäßige Staatsschulden und Inflation aber sind Zwillinge. Eine Zentralbank, die sich politisch instrumentalisieren lässt, wird auf Dauer dem Druck nicht standhalten, wenn der Schuldendienst immer schwerer wird. Schon wird im Euroland über eine Zinssenkung spekuliert, obwohl der Preisanstieg die Toleranzschwelle von zwei Prozent bereits deutlich überschritten hat.
Zinssenkung in Zeiten der Inflation, für die Bundesbank undenkbar, scheint in der EZB, in der die stabilitätsbesorgten Deutschen marginalisiert sind, durchaus mehrheitsfähig zu sein. Längst sorgen sich die hiesigen Bürger, wie sie ihre Ersparnisse vor dem befürchteten Wertverlust schützen können.
Die einen kaufen Gold, die anderen suchen nach Immobilien oder legen ihr Geld im Ausland an. So stoisch das Gros der Deutschen in der Wirtschaftskrise reagiert hatte, so gestresst reagieren viele von ihnen jetzt.
Die Politik ist derweil dabei, die gefährliche Staatsschuldenblase noch weiter zu vergrößern. Weil man einen erneuten Schock wie nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers fürchtet und um jeden Preis verhindern will, gehen die Gläubigerstaaten immer größere Haftungsrisiken ein.
Die Risiken werden immer größer
Noch haben nicht alle Staaten der Aufstockung des Rettungsschirms zugestimmt, da wird bereits in Brüssel darüber nachgedacht, die gigantischen Beträge mit einer Hebelfunktion nochmals in ihrer Wirkung zu vervielfachen. Ein solcher „Leverage“ sei an den Finanzmärkten üblich, argumentieren Finanzminister Wolfgang Schäuble und seine Amtskollegen. In der Tat: Die Hebelung ist der Grund, warum heute an den Finanzmärkten weit größere Volumina bewegt werden als in der Realwirtschaft. Sie ist aber auch die Ursache, warum die Weltfinanzkrise eine so verheerende Wirkung hatte..........."
und weiter unten heißt es: "..........Ob die Franzosen die Kraft haben für eine Schuldenbremse, ist somit zweifelhaft. Auch in Deutschland begehren nicht mehr nur linke Politiker gegen die strikte Schuldenregel auf. Denn auch deutsche Politiker lieben es, dem Volk mehr Leistungen zu geben, als dieses zu bezahlen bereit ist.
Hoch verschuldete Bundesländer wie das Saarland machen keinen Hehl daraus, dass sie bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die Schuldenbremse zur Disposition stellen werden – die teuren Euro-Rettungsaktionen bieten dafür eine willkommene Entschuldigung. Zehn Jahre nach Einführung der Gemeinschaftswährung geht die Zeit der deutschen Stabilitätskultur nun wohl endgültig zu Ende. Die Zukunft unseres Geldes liegt im Nebel....."
>>>> Den obigen Artikel vollständig und aufmerksam zu lesen lege ich Leuten wie "SteG" u.a. ganz besonders an ans Herz, die hier auf Ariva in der Vergangenheit ihr "hohes Vertrauen" zur EZB bekundet haben:
http://www.ariva.de/forum/...es-Jahrzehnts-356317?page=48#jumppos1208
#0000ff">Die ungewisse Zukunft unseres Geldes Jedes Jahr kommen 10-20 % an neuen USD und EUR dazu - aber nur 1,7 % an neuem Gold