2008 konnten die USA einen deflationären Kollaps des US-Dollars letztlich noch einmal abwenden. Nur erreichte das US-Außenhandelsdefizit weiterhin jedes Jahr neue Extreme und nur die Staatsverschuldung der USA hat von Januar 2020 bis Januar 2022, in zwei Jahren, um 6,4 Billionen also 6.400 Milliarden Dollar zugenommen. Viele dieser Schulden wurden nicht wie früher als Anleihen bestehender Dollar platziert, sondern direkt von der FED aufgekauft, die so direkt Dollar in Umlauf brachte. Eine Geldpolitik, die alle westlichen Währungen seit der Finanzkrise 2008 am Leben erhält.
Seit 2009 schaffen die westlichen Notenbanken so erstmalig Geld, dem keine Schuldner gegenüberstehen. Bis 2008 war jeder Dollar oder Euro, der sich im Geld-Umlauf befand, durch einen Kreditschuldner in Umlauf gelangt. Die Kreditschuldner, hatte das Geld (Banknoten) bekommen, mit der Auflage es zurückzahlen zu müssen. Dafür musste er arbeiten und Leistungen am Markt anbieten. Leistungen, die den westlichen Währungen ihren Wert gaben. Weil Dollar von den Schuldnern beschafft, also nachgefragt wurden, um ihre Schulden bedienen zu können. Noten-Geld was von Geschäftsbanken geschaffen wird, ist technisch bedingt niemals etwas anderes, als ein Kredit, der am Ende wieder zurückgezahlt werden muss. Der Wert und damit die Deckung dieses Geldes liegt in der laufenden bzw. zukünftigen Arbeitsleistung des Kreditschuldners. Diese Form von Geld benötigt KEINE andere Deckung zum Beispiel durch Gold. Nur deshalb konnte Nixon den Goldstandard 1971 auch ohne negative Folgen aufgeben.
Die von den Notenbanken seit 2009 geschaffenen Gelder wurden aber geschaffen, ohne dass es diese Leistungserbringer wie in den Jahrzehnten zuvor noch gibt. Durch die extrem vielen bestehenden, „echten“ Schuldner, die nach wie vor gezwungen sind gegen Dollar Leistungen anzubieten, fällt dieser Mangel an Leistungsanbietern zunächst nicht auf. Denn gerade der offensichtliche Geldmangel war genau das Problem, das zuvor zur Finanzkrise von 2008 geführt hatte. Nur weil den Schuldner damals genau Geld fehlte, mit dem sie ihre Schulden hätten bedienen sollen, kam es zur Finanzkrise. Aber viele viele dieser einmal über Bankkredite entstandene Dollar waren über regelmäßige Einkäufe nach China gewandert und stand den US-Bürgern eben weder für weitere Einkäufe noch zur Schuldentilgung zur Verfügung.
Vor der Pandemie hatte die FED mit ihren neu geschaffenen leistungslosen Dollars stets nur die Finanzwirtschaft ausgestattet. Das hatte den Vorteil, dass der Geldmangel in der Realwirtschaft erhalten blieb. Jeder Anbieter war deshalb gezwungen seine Waren möglichst schnell in Geld zu tauschen, denn es gab zu viele Waren und zu wenig Geld um alle zu kaufen. Nie konnten Anbieter sicher sein, dass das Überangebot an Waren sie nicht zwingen würde die Preise zu senken, um von dem zu wenigen Geld etwas abzubekommen. Damals kämpften die Notenbanken noch mit Deflation. Nur im Finanzsektor gab es bereits damals eine ausgeprägte Inflation. Was jedermann an den ständig steigenden Aktienkursen sowie nie zuvor gesehenen Kurs-Gewinnverhältnissen ablesen konnte.
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