... nichts für die Umwelt bringen - bestes Beispiel das Shell Urteil von gestern - eigentlich unglaublich!
Da wird ein Konzern von einem nationalen Gericht in den Haag dazu verdonnert; in NUR NEUN Jahren seine Emissionen UND die der Zulieferer um sage und schreibe 45% zu senken - wie soll das gehen???
Es gibt überhaupt keine alternative Infrastruktur - gefühlte drei Ladesäulen an einem Autohof sind einfach nur ein Witz - die einzigen die was zu bieten haben ist Tesla mit meist 10 oder gar 20 Schnellladern.
So ist ein Präzedenzfall entstanden; andere wie BP, Exxon und wie sie alle heissen werden bald auch in der EU verklagt werden; der Umzug von Shell nach London rückt somit immer näher um wenigstens steuerlich kompensieren zu können!
Denn auch das sollte beachtet werden; die Firmen werden scharenweise energieintensive Öl- und Gasförderungen in die zweite oder gar dritte Welt, mit laschen oder gar nicht vorhandenen Umweltauflagen, exportieren.
Da wir aber auf EINER WELT leben, ist das Urteil ein schwerer Schlag GEGEN den Umweltschutz, das ist genau das was ich unter "Öko-Terror" verstehe, das Öko System wird regelrecht terrorisiert indem wir hier fadenscheinig "schmutzige" Industrien exportieren; in Mexiko, Venezuela oder Russland interessieren Umweltauflagen nach europäischen Standards einfach nicht!
Zweiter Punkt wir machen uns immer weiter abhängig von diesen Ländern indem wir unsere eigene Ölproduktion auslagern - zu wesentlich schlechterer Öko Bilanz da noch der Transport mit aufgerechnet werden muss.
Drittens: Solche Urteile mit völlig überzogenen Zielen (45% in unter 10 Jahren) führen auch dazu, dass wir die Kontrolle verlieren, wer bitte wird Bohrplattformen in Mexiko kontrollieren wollen? Die Leute werden froh sein einen Job zu haben, da stehen wichtige Themen wie Umweltschutz ganz hinten an.
Vierter Punkt: weiter steigende Diesel und Benzinpreise; daß der Sprit nun so teuer wie in Italien ist, kann jeder Autofahrer leicht feststellen, aber dieses Urteil wird dazu führen, dass die Ölkonzerne gigantische Rücklagen einstellen müssen; Umweltschutz kostet - Wahnsinn noch mehr.
Alle Konzerne sind betroffen, folglich werden alle - dazu bedarf es keinerlei Absprachen - die Preise über proportional am Ölpreis in Europa anheben um die Kosten der Umstrukturierung zu erwirtschaften. Die Schuld trägt allerdings nicht das Gericht, sondern die tatenlose Regierungen der EU, ein Aktionsplan für die nächsten 50 Jahre für die europäische Öl und Gasindustrie wäre erforderlich gewesen.
Statt die Konzerne mit nicht einhaltbaren Forderungen zu konfrontieren, alleine zu lassen damit die ins ferne Ausland ohne jegliche Kontrollen abwandern, müsste man diese hier vor Ort behalten, den Prozess begleiten und auch kontrollieren.
Wer jetzt noch "hurra schreit" - ist mindestens "dumm"-
das ist nicht Umweltschutz, sondern Verschmutzung...
Shell verkauft Deer Park Raffinerie an Pemex;
Klartext: CO2 Emission nach Mexiko verschieben
-> Entlastung europäischer Konzerne
Auszug:
"The consideration for this transaction is $596 million which is a combination of cash and debt, plus the value of hydrocarbon inventory. This transaction allows Shell to further focus its refining footprint while also maintaining integration optionality and retaining value through its Chemicals and Trading activities."
Quelle:
www.shell.com/media/...er-park-refinery-to-partner-pemex.html
Tja, schöne neue Welt -
gut gemeint ist eben nicht gut gekonnt...