Doch dann tauchte mit dem britischen Evolutionstheoretiker Ronald Fisher (1890–1962) ein Wissenschaftler auf, der nicht nur die biologischen Aspekte berücksichtigte, sondern auch die mathematisch-statistischen Konsequenzen eines Vererbungsmechanismus, der gemeinsam wirkende Gene in jeder Generation neu zusammenwürfelt. Fisher zeigte: Mutation, Variation und Selektion sind vereinbar mit den mendelschen Regeln, wenn man sie auf ganze Populationen anwendet und über viele Generationen hinweg betrachtet. In seinem Buch »The Genetical Theory of Natural Selection« (1930) handelte er die statistischen Konsequenzen der mendelschen Genetik derart umfassend ab, dass es bis heute nur wenige gibt, die behaupten können, alles darin verstanden zu haben.
Die Evolutionsbiologen leiteten aus diesen Arbeiten insbesondere die Grundlagen der Populationsgenetik ab und konnten darüber hinaus Darwins Ideen mit neuen biologischen Erkenntnissen vereinen. Es erschienen einflussreiche Bücher von Biologen und Evolutionsforschern, die einem größeren Publikum verständlich waren. Dazu gehörte »Genetics and the Origin of Species« (1937) von Theodosius Dobzhansky, »Systematics and the Origin of Species« (1942) von Ernst Mayr sowie »Evolution: The Modern Synthesis« (1942) von Julian Huxley.
ging um die Evolutionstheorie !
Der Streit ist schon hunderte HJahre alt!