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Nouripour: Iran könnte Würgegriff um gesamte Weltwirtschaft legen

BERLIN (dpa-AFX) - Einen Monat nach Kriegsbeginn sieht Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour von den Grünen die Möglichkeiten des Irans noch längst nicht ausgeschöpft. "Der Iran hat ja noch gar nicht die volle Eskalationsstufe ausgenutzt", sagte Nouripour der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Sie könnten zum Beispiel durch ihre Verbündeten im Jemen die Straße von Aden schließen. Das bedeutet, dass nicht nur kein Öl (Rohöl) mehr kommt, sondern gar keine Güter mehr aus Ostasien. Damit hätten sie ihren Würgegriff um den Hals der gesamten Weltwirtschaft gelegt."

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Das Rote Meer und der sich südlich anschließende Golf von Aden gelten als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Sie liegen zwischen Nordostafrika und der Arabischen Halbinsel und bilden eine zentrale Verbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Indischen Ozean. Die aus dem Jemen agierende und mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz attackierte dort bereits in der Vergangenheit immer wieder Handelsschiffe, weshalb diese nun von internationalen Streitkräften eskortiert werden. Die EU-Operation "Aspides" war bereits 2024 gestartet worden.

Nouripour erklärte weiter, die Machthaber im Iran hätten diesen Krieg seit Jahrzehnten vorbereitet. Die USA hingegen hätten weder zu Beginn einen Plan gehabt, noch wüssten sie jetzt, wie sie da wieder rauskommen sollen. Nouripour erklärte zugleich, es gebe keine Anzeichen dafür, dass "das Regime im Kern erschüttert ist". Er sagte auch: "Und vor allem hat das Regime zunehmend das Gefühl, dass es den Krieg gewinnen kann."/thn/DP/zb


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