Pfeilü, Du greifst zu kurz. Seit wann hüpft denn die Börse?
Erst seit der ultralockeren, an nichts gebundenen Geldpolitik. Um die 1970/80 ging das los.
Davor ging es gemäßigt um Werte und weit gemäßigter zu als heute.
Auch heute springen "echte Werte" nicht herum. Darum nimmt man sie kontinuierlich aus dem DAX.
Dafür kommen Spekulative, Imaginäre.
Die Börsen koppel sich somit mehr und mehr von der Basis ab, arbeiten aber teils nach alten Lehrsätzen.
Geht das ins freie Spekulieren auf Ideen auf Nichts, völlig materiell losgelöst über, werden Aktien keine Anlageform mehr sein. Man nimmt "Chips"
Die Börse Japan arbeitet schon nicht mehr mit Aktienwerten, sondern mit ETFs.
Man ist dermaßen von Schneeballgeewinnen abhängig, dass Aktien das nicht mehr "erarbeiten". Man zockt mit Wetten ob bzw auf.
Man muß sich doch mal überlegen, was heute "Börse" heißt. v.a. die Tech-Werte.
Wo ist denn etwas wertebasiert, wenn heute ein Tesla höher bewertet wird als fast die gesamte Welt-Autoindustrie - mit Werken, Werten, Leuten, Patenten usw?
Der stampft die Werke doch aus dem Boden, um seinen Anlegern das Bild von "Wert" vorzuspielen.
Kapitalismus funktioniert eigentlich genau andersrum.
Es ist das viele Geld, was drinsteckt. Und %-Gewinn-Rechnung auf Viel braucht viel.
Mehr, als man wirklich erarbeiten kann.
Darum steht doch das System vor dem Kollaps.
Man kann ja mitbieten, wenn man will - nichts dagegen.
Aber in einem Artikel die Werthaltigkeit von handfestem Gold zu loben und im Nächsten "Ideen auf ..." zu ordern, stellt für mich irgendwie einen Widerspruch dar.
Gut, "mehrere Standbeine" ... aber wissen worum es sich dreht, sollte man schon.