die Verhältnismäßigkeit bei allem Tun stark mit berücksichtigen. Genau das aber scheint mir bei der Politik in Berlin, auch in Brüssel, total ein Fremdwort geworden zu sein. Sicher kann man mit den strengsten Maßnahmen Ansteckungen zu einem gewissen Anteil verhindern, die Vielzahl an Infizierungen finden aber nicht auf der Straße, im Geschäft oder beim Sport statt, ne, nämlich genau dort ist sie am Größten wo man sie kaum Verhindern kann: Zuhause, in Kliniken und Pflegeheimen.
Genau dort aber hat man es über den Sommer vermasselt, vernünftige Luftreiniger einzubringen, das auch in Schulen und Universitäten. Trotz besseres Wissen, Drosten hat die Welle im Herbst laut und deutlich angekündigt, hat man nichts zur Linderung unternommen, statt dessen weiterhin Milliarden verprasst für Nebensächlichkeiten. Denn bekannt ist, das man sich im Krankenhaus schon seit langem mit den übelsten Keimen infizieren kann (MRSA etc).
Immerhin wird man bald wissen, was dieser harte Lock down bringen wird, in einer Phase bei der die Inzidenz Zahlen sich auf ein Pegel eingestellt hat. Ich schätze, da wird sich bis Februar kaum was ändern, im Frühjahr dann schon, wenn die Erkennungszeit beendet ist. Man kann auch leicht erkennen, dass die Lock downs kaum was bringen, in Italien gibt es nachwievor viele Tote, auch in Frankreich, auch in den Staaten trotz drakonischer Maßnahmen.
Im Landkreis Waldshut starben mittlerweile seit März 2020 65 Menschen, zwei 85, zwei 89 ein 79 und ein 56 Jähriger - der typische Schnitt über 80 Jahre, alle mit Vorerkrankungen. Vier Menschen werden intensiv behandelt, Inzidenz bei 190. Dem Großteil macht es kaum was.