Mir kommen langsam Zweifel, seit die Mitte beginnt, wegzubrechen. Wie würden sich andere Länder in Süd- und Mittelamerika freuen, die sich "demokratisch" nennen und bei denen man ebenfalls wählen kann; die aber keinesfalls demokratisch sind.
Ein Freund aus Bolivien hat mir berichtet, wie die Wahlen dort ablaufen, um die Regierungen an der Macht und damit an der Krippe der Korruption und der Drogeneinnahmen zu halten:
Man hat für die technische Abwicklung Spezialisten aus Venezuela beschäftigt. Die haben wie auch in Venezuela beim Auszählungsstand von 85% erst einmal die Auszählung für 24 Stunden ausgesetzt, um sich ein Bild machen zu können und einen Plan zu entwerfen, wie und wieviel beim Rest manipuliert werden muß, um den Fortbestand der Regierung zu garantieren. Da das Militär sich noch neutral verhält, hat man in der zweitgrößten Stadt, Cocabamba, eine Schlägertruppe von 20.000 Mann vorgefahren, um die Protestierer niederzuknüppeln. Der Polizei hat man angeblich eine Prämie von umgerechnet 340 $ gezahlt, damit diese gemeinsame Sache mit der Schlägertruppe macht.
Wir haben uns die Demokratie nicht erkämpfen müssen; uns ist sie aus den Kriegsfolgen heraus einfach zugeflogen. Daher pflegen wir sie nicht, sondern strapazieren sie so, als ob uns nicht viel an ihr liegen würde. Meine Meinung