Im letzten gerade veröffentlichtem Buch des nunmehr 88jährigen !!! John le Carré gerät der Protagonist Ed zufällig an eine Information, derzufolge bestimmte Kreise in USA und UK daraufhin arbeiten die Länder der EU zu spalten und möglichst die EU zu zerstören. Eds voller Name ist Edward Shannon, nicht rein zufällig angelehnt an Edward Snowden.
Für le Carré bietet dieses Buch die Gelegenheit seiner Wut und seinem Frust über die derzeitigen Entwicklungen in USA sprich Donald Trump und UK sprich Boris Johnson ein Ventil zu verschaffen.
Man gewinnt den Eindruck daß es ihm in erster Linie DARUM geht. Sowohl Ed als auch Nat, der Erzähler und wohl le Carré selbst, tauschen sich bei jeder Gelegenheit über diese Themen aus.
Ed, der Whistleblower, ist so besessen davon, daß er das Komplott an den deutschen Geheimdienst verrät. In den Augen des britischen Geheimdienstes ist er ein russischer Spion, den man umdrehen, zu einem Doppelagenten machen will und Nat bekommt diese Aufgabe aber verhilft Ed zur Flucht.
Der Plot ist etwas unausgegoren. Nicht so logisch durchdacht, wie bei le Carrés sonstigen Romanen, z. Bsp. “Smileys Leute“ oder “Der Spion, der aus der Kälte kam“. Aber darum geht es le Carré auch garnicht. Siehe oben.
Wer ein wenig mit den Personen Stephen Bannon und Nigel Farage und ihren Machenschaften vertraut ist wird feststellen, daß es sich bei dem aufgedeckten Komplott keineswegs um eine Erfindung oder Verschwörungstheorie sondern Realität handelt, auch wenn sie namentlich keine Erwähnung finden.
Für mich persönlich ist dieses Buch insofern von Interesse weil es mir zeigt, daß meine Obsession mit Trumps Amerika und Johnsons Brexit auch von anderen geteilt wird. In diesem Fall von einem erfolgreichen Erzähler spannender Geschichten, wie ich ein leidenschaftlicher Pro Europäer, der jedoch die beste Gelegenheit hat, seine Überzeugungen just in dem Moment an die britische Öffentlichkeit zu bringen in dem es an einen neuen Wahlkampf geht im Vereinigten Königreich. Was ja wohl auch seine Absicht ist. Gutes Timing.
Eine gute Rezension des Buches findet sich hier:
www.fr.de/kultur/literatur/...derball-aufrechte-13139059.html
Für le Carré bietet dieses Buch die Gelegenheit seiner Wut und seinem Frust über die derzeitigen Entwicklungen in USA sprich Donald Trump und UK sprich Boris Johnson ein Ventil zu verschaffen.
Man gewinnt den Eindruck daß es ihm in erster Linie DARUM geht. Sowohl Ed als auch Nat, der Erzähler und wohl le Carré selbst, tauschen sich bei jeder Gelegenheit über diese Themen aus.
Ed, der Whistleblower, ist so besessen davon, daß er das Komplott an den deutschen Geheimdienst verrät. In den Augen des britischen Geheimdienstes ist er ein russischer Spion, den man umdrehen, zu einem Doppelagenten machen will und Nat bekommt diese Aufgabe aber verhilft Ed zur Flucht.
Der Plot ist etwas unausgegoren. Nicht so logisch durchdacht, wie bei le Carrés sonstigen Romanen, z. Bsp. “Smileys Leute“ oder “Der Spion, der aus der Kälte kam“. Aber darum geht es le Carré auch garnicht. Siehe oben.
Wer ein wenig mit den Personen Stephen Bannon und Nigel Farage und ihren Machenschaften vertraut ist wird feststellen, daß es sich bei dem aufgedeckten Komplott keineswegs um eine Erfindung oder Verschwörungstheorie sondern Realität handelt, auch wenn sie namentlich keine Erwähnung finden.
Für mich persönlich ist dieses Buch insofern von Interesse weil es mir zeigt, daß meine Obsession mit Trumps Amerika und Johnsons Brexit auch von anderen geteilt wird. In diesem Fall von einem erfolgreichen Erzähler spannender Geschichten, wie ich ein leidenschaftlicher Pro Europäer, der jedoch die beste Gelegenheit hat, seine Überzeugungen just in dem Moment an die britische Öffentlichkeit zu bringen in dem es an einen neuen Wahlkampf geht im Vereinigten Königreich. Was ja wohl auch seine Absicht ist. Gutes Timing.
Eine gute Rezension des Buches findet sich hier:
www.fr.de/kultur/literatur/...derball-aufrechte-13139059.html
Kommt der Mut, geht der Hass.