"Krisenwährung" oder "sicherer Hafen" - das sind Worte, die in der Presse häufig gebraucht werden, um dem Leser den Nutzen des gelben Metalls zu vermitteln. Doch leider werden dadurch meist auch zwei Missverständnisse transportiert: (1) Gold zu halten, sei in Krisen sinnvoll, sonst aber nicht; und (2) sobald es zu "kriseln" beginnt, solle man Gold kaufen. Diese Missverständnisse lassen sich glücklicherweise aus der Welt schaffen.
Zu (1): Gold ist eine Währung, und damit steht es in direkter Konkurrenz zu den offiziellen Währungen wie zum Beispiel US-Dollar, Euro, Schweizer Franken etc. Daher macht es auch Sinn, die Wertentwicklung des Goldes mit der des US-Dollar und Euro zu vergleichen.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt unmissverständlich, dass das Gold langfristig gesehen das bessere Wertaufbewahrungsmittel war - und das nicht nur in "Krisenzeiten"!
Zu (2): Wenn das Haus bereits in Flammen steht, ist eine Feuerversicherung teuer (wenn sie dann überhaupt noch zu haben ist). Mit anderen Worten: Wer auf Gold setzt, um sich gegen Krisen zu rüsten, der ist gut beraten, Gold dann zu kaufen, wenn es noch keine Krise gibt, beziehungsweise wenn die Nachfrage nach Versicherungsschutz gering und das Gold relativ günstig zu haben ist.
In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der Goldpreis häufig schon im Vorfeld einer Krise in die Höhe steigt, so dass er - zur Verwunderung vieler - in dem Zeitpunkt, in dem die Krise für alle Augen sichtbar wird, nicht mehr ansteigt (und den unkundigen Beobachter veranlasst zu sagen: "Gold schützt ja gar nicht vor Krisen!")
www.goldseiten.de/artikel/...nicht-nur-fuer-Krisenzeiten.html